Versorgung

Netzwerk Zweitmeinung

Knie-, Hüft- und Rückenbeschwerden sind nicht nur Leiden älterer Menschen. Häufig kommt es gerade beim Sport zu komplizierten Verletzungen und mitunter zu vorschnellen OP-Empfehlungen. Eine zusätzliche Überprüfung, eine sogenannte Zweitmeinung, durch Spezialistinnen und Spezialisten kann helfen, schonendere Alternativen zu finden.

Nach einer Diagnose haben Patientinnen und Patienten das Recht, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Das kann vor allem vor geplanten Operationen hilfreich sein und die Auswahl der passenden Therapie erleichtern. „Aus Gesprächen mit Versicherten wissen wir, dass Patientinnen und Patienten nach einer ersten Diagnose oftmals verunsichert sind und nicht so recht wissen, wo und wie sie eine qualifizierte Zweitmeinung einholen können”, sagt Holger Langkutsch, Vorsitzender des BARMER GEK Verwaltungsrates. „Deshalb waren wir uns im Verwaltungsrat schnell darüber einig, dass wir unsere Versicherten in besonderer Weise unterstützen, sie nicht einfach nur mit der Option allein lassen möchten. Allein die Tatsache, dass Expertinnen und Experten weit mehr als 50 Prozent aller Rücken-OPs für unnötig halten, zeigt, dass Handlungsbedarf besteht.”

alle öffnen

So entstand die Idee, für die Versicherten der BARMER GEK ein besonderes Sicherheits-Plus zu schaffen, spezielle Zweitmeinungsprogramme mit ausgewiesenen Fachleuten zu etablieren. Langkutsch: „Solch eine unabhängige Beratung können Versicherte in Anspruch nehmen, die vor einer geplanten OP an der Wirbelsäule, der Hüfte oder am Knie stehen. Die Expertinnen und Experten werden entweder die geplante Therapie bestätigen oder Behandlungsalternativen aufzeigen.” Dass eine zusätzliche fachkundige Beurteilung eines Befundes sich positiv auf die weitere Therapieentscheidung auswirken kann, haben bereits etliche Versicherte erfahren. So verzichtet dank des BARMER GEK Zweitmeinungs-Netzwerks beispielsweise jeder dritte Patient auf eine mitunter nicht unkomplizierte Knie-OP. „Dieser erfreulich hohe Wert unterstreicht die Qualität unseres Zweitmeinungsangebotes”, freut sich Langkutsch.

Mit Knieverletzungen kommen häufig jüngere Patientinnen und Patienten in die Praxis. Oft passiert es beim Sport: Kreuzbänder, Meniskus, Knie-scheibe und Knochen – das größte und am höchsten belastete Gelenk des menschlichen Körpers bietet vielfältige Angriffspunkte für schmerzhafte Blessuren und ernsthafte Verletzungen. Auch wenn ausgefeilte OP-Techniken bis hin zu künstlichem Gelenkersatz heutzutage zum Standardprogramm in den OP-Sälen zählen, raten Expertinnen und Experten dazu, insbesondere vor komplizierten Eingriffen eine Zweitmeinung einzuholen, um dadurch möglicherweise eine übereilte oder gar unnötige Behandlung zu vermeiden. Bei einem operativen Hüft- oder Gelenkersatz können Risiken wie beispielsweise Infektionen oder Verwachsungen nicht ausgeschlossen werden. Und auch wenn die Haltbarkeit künstlicher Gelenke sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, können Folgeeingriffe notwendig werden. Deshalb sollte ein solcher Eingriff stets unter Abwägung aller Risiken und Chancen vorgenommen werden.

„Die Spezialisten, die wir für das Netzwerk Zweitmeinung gewonnen haben, sind ausgewiesene Kenner ihres Fachs“, erläutert Holger Langkutsch. Einige von ihnen betreuen seit Jahren Spitzensportlerinnen und -sportler  sowie Bundesliga-Mannschaften im Fußball, Handball und Basketball bis hin zur Deutschen Ski-Olympia-Mannschaft. Andere gelten als Top-Mediziner von nationalem und internationalen Rang.”

Patientinnen und Patienten, die vor einer geplanten Rücken-, Hüft- oder Knie-OP eine unabhängige Zweitmeinung wünschen, sollten sich zunächst telefonisch an den BARMER GEK Teledoktor wenden. Dort werden sie von einem Facharztteam, das selbstverständlich der Schweigepflicht unterliegt, zunächst beraten und bei Bedarf innerhalb von 14 Tagen an den nächst erreichbaren Experten vermittelt. Nach einer umfassenden Untersuchung und auf der Grundlage der vorliegenden Befunde gibt der Spezialist seine neutrale Therapieempfehlung und berät gegebenenfalls über therapeutische Alternativen. „Eine qualifizierte Zweitmeinung bietet Betroffenen mehr Sicherheit für die weitere Therapie. Die verschiedenen Programme werden wir bundesweit sukzessive noch weiter ausbauen”, kündigt Langkutsch an.

BARMER GEK-Versicherte, die das Zweitmeinungsangebot vor einer geplanten Rücken-, Hüft- oder Knie-OP wahrnehmen möchten, sollten sich zunächst beim BARMER GEK Teledoktor ausführlich beraten lassen. Von dort erfolgt gegebenenfalls auch die Vermittlung an den Spezialisten.
Telefon: 0800 33 33 500*
*kostenlos aus dem deutschen Fest-und Mobilnetz

Zahl

33%

der Patientinnen und Patienten verzichten
Dank des BARMER GEK Angebotes zur
Zweitmeinung auf eine Knieoperation.

Auf ein Wort

Kommentar von Holger Langkutsch,
Vorsitzender des Verwaltungsrates

Vergleichen und überprüfen ist in vielen Bereichen längst eine Selbstverständlichkeit. Nach einer negativen Diagnose eine Zweitmeinung einzuholen, davor scheut manche Patientin, mancher Patient noch zurück.

Vielleicht weil es zu umständlich erscheint, die Behandlungsunterlagen anzufordern oder weil man befürchtet, man signalisiere dem behandelnden Arzt Misstrauen. Doch die Zeiten der sogenannten „Halbgötter in Weiß” sollten der Vergangenheit angehören. Gute Ärzte schätzen infomierte Patientinnen und Patienten, um gemeinsam über die am besten geeignete Therapie zu entscheiden. Gute Ärzte haben auch kein Problem damit, wenn Patienten zur Sicherheit eine Zweitmeinung einholen. Und eine gute Krankenkasse unterstützt ihre Versicherten dabei.

Viele von Ihnen haben bestimmt schon mindestens einmal vor der Entscheidung gestanden, einer heiklen Untersuchung oder einer Operation zuzustimmen. Ein mulmiges Gefühl, weil man nie weiß, wie es ausgeht. Was man aber tun kann, ist, seriöse Informationsangebote anzuzapfen und abzuwägen, um dann im Gespräch mit den behandelnden Ärzten eine informierte und souveräne Entscheidung zu treffen. Die BARMER GEK ist dabei an Ihrer Seite.

Doris Goedecke-Vorberg

Doris Goedecke-Vorberg, Redaktion BARMER Unternehmenskommunikation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Netiquette:
Wir freuen uns auf einen regen und fairen Austausch mit Ihnen und bitten Sie um die Beachtung folgender Punkte:
  • Eingehende Kommentare werden werktäglich bearbeitet und so veröffentlicht, wie sie eingereicht werden. Beiträge vom Wochenende werden montags publiziert.
  • Wir behalten uns vor, Kommentare abzulehnen, die anstößig, gesetzeswidrig, beleidigend, diskriminierend oder diffamierend sind.
  • Bitte verzichten Sie auf Beiträge und Links mit Werbung und anderen kommerziellen Inhalten.
  • Wir bitten um Verständnis, dass die Redaktion keine individuellen Leistungsanfragen beantwortet. Bitte nutzen Sie dafür den kostenlosen Telefonservice der BARMER unter der Rufnummer 0800 333 1010 oder den Service-Bereich bei barmer.de
Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzbestimmungen zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten.