Ab etwa zehn Grad Außentemperatur erwachen Zecken aus ihrer Winterruhe. Sie können Infektionen wie FSME und Borreliose übertragen.
Gesundheit

Hallo Frühling, willkommen zurück!

Der Frühlingsbeginn belebt Mensch und Natur. Das gilt leider auch für kleine Krabbler, die wenig beliebt sind und bei milden Temperatur ebenfalls wieder munter werden: Ab mindestens sieben Grad Außentemperatur erwachen Zecken wieder aus ihrer Winterruhe. Die kleinen Spinnentiere ernähren sich von Blut und können bei einem Stich über ihren Saugrüssel Viren und Bakterien übertragen. Diese können Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose auslösen.

FSME-Impfung regelmäßig auffrischen

FSME-Viren finden sich vor allem in Zecken in Süddeutschland und in Teilen von Thüringen und Sachsen. Etwa 70 bis 95 Prozent der Infizierten verspüren nach einem Stich keine Beschwerden. Ab einem Alter von 40 Jahren steigt das Risiko jedoch erheblich, dass FSME tatsächlich auch ausbricht. Eine Infektion kann Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute auslösen. In schweren Fällen bleiben Beschwerden wie Lähmungen zurück. Eine Impfung kann jedoch zuverlässig vor FSME schützen. Diese ist in der Regel bei Hausärzten erhältlich und sollte regelmäßig aufgefrischt werden.

Lyme-Borreliose mit Labortests diagnostizieren

Borreliose-Erreger kommen bundesweit in Zecken vor. Jährlich infizieren sich schätzungsweise 65.000 Menschen mit Borrelien, einer Bakterienart. Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) informiert: Nach einem Zeckenstich klären Labortests, ob eine Infektion vorliegt. Diese Infektion kann mit Antibiotika gut behandelt werden, sofern sie frühzeitig erkannt wird.

Wird eine Zecke in den ersten zwölf Stunden nach dem Stich fachgerecht mit einer Zeckenzange oder -karte entfernt, ist das Infektionsrisiko gering. Darum sollte man sich nach Touren im Grünen unbedingt auf Zecken absuchen. Nach der Entfernung der Zecke gilt es, die Einstichstelle zu beobachten.

Borreliose kann Organe, Gelenke und Nervensystem befallen. Eine ringförmige Hautrötung rund um den Stich weist auf eine Infektion hin. Diese sogenannte Wanderröte tritt jedoch nur in etwa jedem zweiten Fall auf. Bei länger anhaltenden Beschwerden wie Fieber, schmerzenden Muskeln und Nerven, Taubheitsgefühlen, Seh- oder Hörstörungen können Bluttests auf Antikörper sowie Laboruntersuchungen von Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit Hinweise geben, ob tatsächlich eine Borreliose vorliegt.

Das IPF-FaltblattDurch Zecken übertragene Infektionskrankheiten“ (PDF-Download) erhält ausführliche Informationen zur FSME und zur Lyme-Borreliose.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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