Vater und Tochter putzen sich ihre Zähne im Badezimmer
Gesundheit Zahngesundheit

Gesund beginnt im Mund

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Die regelmäßige Pflege der Zähne und des Mundraums macht nicht nur unter ästhetischen Aspekten Sinn. „Gesund beginnt im Mund” heißt es nicht ohne Grund. Zahn- und Zahnfleischerkrankungen wie Karies und Parodontitis können zu Zahnverlust führen und unbehandelt auch weitere Erkrankungen im Körper auslösen oder beeinflussen. Doch soweit muss es nicht kommen. Die BARMER unterstützt ihre Versicherten mit einem umfassenden Vorsorgeprogramm für lebenslange Zahngesundheit.

Die Zahngesundheit in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten weiter verbessert. Das geht unter anderem aus dem BARMER-Zahnreport 2019 hervor. Danach verringerte sich der Anteil der Versicherten (ab 20 Jahren), die Prothesen, Brücken oder Zahnkronen bekamen, allein in den Jahren 2014 bis 2017 um acht Prozent. Daraus lässt sich zu Recht folgern: weniger Zahnersatz = bessere Zahngesundheit.

Dennoch ist bei den Themen sorgfältige Mundhygiene zur Karies- und Parodontitis-Vermeidung noch Luft nach oben. Tägliche Mundhygiene, zahngesunde Ernährung und regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt tragen dazu bei, Zähne und Zahnfleisch bestmöglich vor langfristigen Schäden zu schützen.

Kariesprävention ab dem ersten Zahn

Früherkennungsuntersuchungen für gesunde Zähne können kaum zu früh beginnen. Die BARMER bietet für Kinder ab dem 6. Lebensmonat zahnärztliche Untersuchungen und Prophylaxe-Maßnahmen bereits seit Jahren an. Und wurde damit zum Vorreiter einer neuen gesetzlichen Regelung, die seit dem 1. Juli 2019 für alle gesetzlichen Krankenkassen verbindlich ist. Zuvor waren zahnärztliche Untersuchungen erst ab dem 30. Lebensmonat vorgesehen. Zu spät – wie Experten erklärten. Denn im Gegensatz zu anderen Altersgruppen ist die Karies bei den Kleinsten nicht im gleichen Maße zurückgegangen.

Laut der Informationsstelle für Kariesprophylaxe haben knapp 15 Prozent der Dreijährigen mit Kariesschäden (teils bereits behandelt) an den Milchzähnen zu tun. Wohl auch deshalb, weil manche Eltern immer noch glauben, geschädigte Milchzähne seien nicht so schlimm, da sie ja ohnehin ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Tatsächlich sind auch die ersten Zähne wichtig für die gesunde Entwicklung des Kindes. Von Zahnschmerzen und Problemen beim Essen abgesehen kann Karies im Kleinkindalter die Sprachentwicklung, das Kieferwachstum sowie die gesunde Entwicklung der bleibenden Zähne nachhaltig behindern.

Reinigung und Kontrolle der Milchzähne

Schon die ersten Zähnchen sollten einmal täglich mit einem Wattestäbchen oder einer weichen Babyzahnbürste gereinigt werden. Ab dem Alter von zwei Jahren sollte auch zweimal täglich Zähneputzen auf dem Programm stehen. Mit drei Jahren können Kinder die Zahnpflege schließlich selbst in die Hand nehmen. Eltern sollten aber das Ergebnis stets kontrollieren und nachputzen. Hilfreich kann die Annäherung an das Thema mit Liedern, Kinderbüchern und Hörspielen sein. Auch viele Kitas und Krippen unterstützen diesen Lernprozess. Hier gehört die spielerische Anleitung zur Zahnpflege oftmals zum Tagesritual.

Milchzähne sind besonders anfällig für Karies. Mangelnde Mundhygiene, Verzicht auf Fluorid und falsche Ernährung, vor allem zu viel Zuckerhaltiges in flüssiger und fester Form, können schnell zu einer Karies führen. Die zusätzlichen Früherkennungsuntersuchungen sollen eine solche Entwicklung möglichst verhindern.

Drei Untersuchungen ab dem ersten Zahn

Zwischen dem 6. und dem 33. Lebensmonat können drei zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Anschließend sind bis zum sechsten Lebensjahr – wie bisher – drei weitere Untersuchungen vorgesehen.

Beratungsgespräche für Eltern

Im Rahmen der Untersuchungen klären Zahnärztin oder Zahnarzt die Eltern über die richtige Mundhygiene und über Ursachen von oralen Erkrankungen bei Kindern auf.

Zahnschmelzhärtung

Empfiehlt der Zahnarzt Fluoridlack zum besseren Schutz der Milchzähne, übernimmt die BARMER hierfür die Kosten.

Doris Goedecke-Vorberg

Doris Goedecke-Vorberg, Redaktion BARMER Unternehmenskommunikation

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Kommentar
    1. Sehr geehrte Frau Dirndorfer,
      auch bei der BARMER gibt es Möglichkeiten, eine Professionelle Zahnreinigung (mit-)zu finanzieren. Machen Sie doch einfach beim BARMER-Bonusprogramm mit. Gesammelte Punkte können neben anderen attraktiven Prämien auch gegen Sachleistungen – wie beispielsweise die PZR – eingetauscht werden. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

  1. Überall ist zu lesen,dass man sich die Zähne nach dem Frühstück putzen soll, nicht vor dem Frühstück, der zuckerhaltige Biofilm wird von den Zähnen entfernt. Putzt man nur vor dem Frühstück, kommt der zuckerhaltige Biofilm durchs Frühstücken wieder drauf. Der sollte aber nicht zu lange auf den Zähnen verbleiben, weil es über die Zuckerumwandlung zum Säurenangriff auf die Zähne kommt.

    1. Sehr geehrter Herr Röhrig,
      ja, das ist richtig. Hat man jedoch säurehaltige Getränke oder Lebensmittel gefrühstückt, sollte man mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde warten, da sonst der Zahnschmelz darunter leiden kann.

    1. Sehr geehrter Herr Kolle,

      die professionelle Zahnreinigung gehört nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Spielraum von Leistungen darüber hinaus ist für gesetzliche Krankenkassen äußerst begrenzt. Die BARMER nutzt ihn derzeit für andere Angebote, etwa für zusätzliche Familienleistungen.
      Die Zahnvorsorge wird bereits umfassend berücksichtigt. Die BARMER übernimmt zwei Mal im Jahr die Kosten für individuelle Zahnvorsorge-Untersuchungen. Bei der zahnärztlichen Vorsorge wird die Mundhöhle eingehend untersucht, um eventuelle Zahn- Mund- und Kieferkrankheiten festzustellen. Dabei kann außerdem einmal im Jahr Zahnstein entfernt und alle zwei Jahre eine parodontale Untersuchung durchgeführt werden. Diese Leistungen werden über die Versichertenkarte mit der BARMER abgerechnet.
      Für die privat zu zahlende professionelle Zahnreinigung kann man sich Punkte im BARMER Bonusprogramm anrechnen lassen. Neben Sachprämien kann man je nach Punktestand auch einen finanziellen Zuschuss (bis zu 100 Euro) zu einer Gesundheitsleistung wählen (zum Beispiel für eine professionelle Zahnreinigung).
      Mehr Infos zum BARMER Bonusprogramm und zu den Zuschussgutscheinen finden Sie hier.

    1. Sehr geehrter Herr Faatz,
      ja, das stimmt. Das Angebot an Zahncremes ist nahezu unüberschaubar. Zudem setzen viele von ihnen auf verschiedene Wirkungsschwerpunkte – gegen Karies, gegen Parodontitis, gegen Zahnstein usw. Wir empfehlen Ihnen deshalb, die Frage mit Ihrem Zahnarzt besprechen.