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Illustration mit roter Bauchspeicheldrüse und angedeuteter Wirbelsäule in blau-weißer Röntgenbildoptik.

Vom Magenkissen bis zum Mega-Checker-Organ

Von der Bauchspeicheldrüse wusste bereits Hippokrates, der etwa um 460 vor Christus geboren wurde. Er benutzte sogar schon den Namen, welchen Mediziner heute immer noch verwenden. „Pan“, was im Griechischen so viel bedeutet wie „Alles“ und „Kreas“ gleichzusetzen mit „Fleisch“. Dann geriet das Organ wohl offensichtlich lange Zeit in Vergessenheit. Denn zum Beispiel unter den sehr detailreichen Anatomiezeichnungen von Leonardo da Vinci, der von 1452 bis 1519 lebte, ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr zu finden. Erstmals sehr genau und präzise beschrieben wurde die bis heute enorm wichtige Drüse im 15. Jahrhundert von dem flämischen Chirurgen Andreas Vesalius, der das Organ allerdings nur als „Kissen des Magens“ interpretierte. Der Franzose Jean Francois Fernel (1497-1558) schließlich deutete die Bauchspeicheldrüse als Sitz der Melancholie und Hypochondrie und hielt sie für einen „Hort immer wiederkehrenden Fiebers“. Es war der deutsche Arzt Samuel Thomas Soemmering, der 1796 den Begriff Bauchspeicheldrüse prägte, 1869 schließlich fand der Pathologe Paul Langerhans heraus, wo genau im Pankreas das Insulin produziert wird.

Zentrale Lage und wichtige Mission

Die Bauchspeicheldrüse hat eine zentrale Lage im menschlichen Körper in unmittelbarer Nachbarschaft zu so bekannten und lebenswichtigen Organen wie Magen, Dünndarm oder Leber. Sie ist rund 15 Zentimeter lang und wiegt etwa so viel wie eine Tafel Schokolade, zwischen 80 und 120 Gramm.

Illustration: Lage der Bauchspeicheldrüse in der Nähe von Zwölffingerdarm, Magen, Leber und Galle

Mit ihrem deutlich größeren Kopf liegt die Bauchspeicheldrüse in einer Schlinge des Zwölffingerdarms und erstreckt sich dann keilförmig über den sogenannten Pankreas-Körper und -Schwanz bis hin zur Milz. In ihrer Form erinnert die Drüse an einen mittelalterlichen Trinkschlauch aus grob gegerbtem hellbraunen bis gelb schimmerndem Leder oder stark abstrahiert an eine sehr eigenwillig gekrümmte Banane.

Enzyme spalten Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate

Gemeinsam mit der Gallenblase teilt sich die Bauchspeicheldrüse den Zugang zum Zwölffingerdarm. Täglich gibt das Organ darüber 1, 5 bis zwei Liter Verdauungssaft in den Darm ab. Darin enthalten sind vor allem bis zu 30 verschiedene Enzyme, die im Verdauungstrakt dafür sorgen, dass die Nahrung in kleinste, winzige Bestandteile aufgespalten werden kann: Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, die dann über die Darmschleimhaut ins Blut gelangen und so jede Zelle, jedes Organ mit den lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen. Bei den Enzymen, welche die Bauchspeicheldrüse herstellt, handelt es sich zum Beispiel um Lipase zur Fett- oder Elastase zur Eiweißverdauung. Amylase-Enzyme sind für die Aufspaltung von Kohlenhydraten zuständig.

Die Bauchspeicheldrüse hat den Blutzuckerspiegel immer im Blick

Eine weitere wichtige Aufgabe des fachsprachlich so bezeichneten Pankreas ist die Regulation des Blutzuckerspiegels, der nicht zu sehr schwanken sollte, damit zum einen die Blutgefäße nicht geschädigt und zum anderen aber die Zellen des Körpers kontinuierlich mit Energie, in Form von Zucker, beliefert werden. Nur dann sind sie nämlich ihrerseits wieder in der Lage ihre Aufgaben korrekt und einwandfrei zu erfüllen und leiden keinen Mangel. Damit die Bauchspeicheldrüse bei der Überprüfung des Blutzuckerspiegels nie die Kontrolle verliert, ist sie immer in Aktion und stellt in bestimmten Bereichen das Hormon Insulin und seinen Gegenspieler Glukagon her. Diese Zellansammlungen ­– die nach ihrem Entdecker  „Langerhanssche Inseln“ genannt werden – machen lediglich ein bis zwei Prozent der gesamten Masse der Bauchspeicheldrüse aus. Der Großteil des Organs besteht aus kleinen, wenigen Millimetern großen Gewebeläppchen, die wiederum jene Zellen enthalten, welche die Verdauungsenzyme produzieren.

Fragiles Gleichgewicht der Hormone

Wenn der Gehalt von Zucker im Blut zu hoch ist, reagiert die Bauchspeicheldrüse sofort, indem sie Insulin ausschüttet bzw. in den Blutkreislauf abgibt. Insulin aktiviert bestimmte Rezeptoren, die in den Zellen dafür verantwortlich sind, dass Zucker aus dem Blut aufgenommen und schließlich verwertet werden kann. Droht andererseits der Blutzuckerspiegel stark zu fallen, weil zum Beispiel Muskelzellen beim Sport viel Energie benötigen bzw. verbrauchen, dann bringt die Bauchspeicheldrüse Glukagon, den Gegenspieler von Insulin, ins Spiel, sprich in den Blutkreislauf. Dieses Hormon wiederum alarmiert beispielsweise die Leber und andere fettspeichernde Zellen bzw. Organe und regt sie an, aus ihren Reserven und Depots Energie zu mobilisieren und ins Blut abzugeben. So bewirkt Insulin, dass der Blutzuckerspiegel sinkt, während Glukagon dafür sorgt, dass dieser wieder ansteigt. Fein aufeinander abgestimmte Mechanismen also, die stets in Balance gehalten werden müssen.

Frau mit schmerzverzerrtem Gesicht vor farbigem Hintergrund

Wenn die Bauchspeicheldrüse aus dem Takt gerät:

Störungen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Die mit Abstand häufigste und bekannteste Erkrankung, an deren Entstehung die Bauchspeicheldrüse ganz oder zumindest teilweise beteiligt ist, wird im Volksmund die sogenannte Zuckerkrankheit genannt: Sowohl bei Diabetes mellitus vom Typ 1 als auch bei  Diabetes mellitus vom Typ 2 kommt es zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel, den die Bauchspeicheldrüse durch die Produktion der Hormone Insulin und dem Gegenspieler Glukagon nicht mehr oder nicht mehr ausreichend regulieren kann. Andere Erkrankungen betreffen vor allem die exokrine (enzymbildende) Funktion der Bauchspeicheldrüse.

TOP 5 der bekanntesten Pankreas-Leiden

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  • Diabetes mellitus, Typ 1

    Frau spritzt Insulin in eine Bauchfalte

    Ursache: Die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig oder gar kein Insulin. Dadurch kommt es zu einer Überzuckerung im Blut und gleichzeitig erhalten die Zellen zu wenig oder gar keine Energie. Diabetes mellitus vom Typ 1 ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung und tritt meist bereits im Kindes- und Jugendalter auf. Die genaue Ursache, weshalb das körpereigene Immun- bzw. Abwehr-System die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört, ist noch unbekannt. Es wird eine genetische Veranlagung vermutet.

    Symptome: Erste Anzeichen können ein dauerndes Durstgefühl sein und vermehrtes Wasserlassen, auch in der Nacht. Manchmal kann die Erkrankung aber auch sehr plötzlich und heftig in Erscheinung treten durch ein sogenanntes diabetisches Koma mit Bewusstlosigkeit. Ausschließlich beim Typ-1-Diabetes kann sich ein Azetongeruch im Atem bemerkbar machen, der an überreifes Obst erinnert. Im Körper wird dann nämlich Fett abgebaut, weil die Zellen nicht ausreichend Zucker, sprich Energie, zur Verfügung haben. Dabei entsteht unter anderem Azeton und die Betroffenen nehmen ab.

    Behandlung: Fast ausnahmslos ist bei dieser Form eine Ersatztherapie mit täglichen Insulin-Spritzen oder Tabletten zum Einnehmen, sogenannte Antidiabetika, notwendig. Außerdem müssen Typ-1-Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel ständig mit entsprechenden Messgeräten kontrollieren.


    Frau hält Blutzuckermessgerät in der Hand und bestimmt mit einem Tropfen Blut ihre Werte.pfen Blut wird
  • Diabetes mellitus, Typ 2

    Frau steht auf Waage und hält einen Apfel bzw. Donut in der Hand

    Ursache: Diabetes mellitus vom Typ 2 ist die wesentlich häufigere Form der Zuckerkrankheit. In Deutschland leiden vermutlich mehr als sieben Millionen Menschen darunter. Dabei wird zu viel Zucker über die Nahrung aufgenommen und die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse kommen mit der Produktion nicht hinterher. Gleichzeitig reagieren die zuständigen Rezeptoren in den Körperzellen immer weniger auf Insulin, die Wirkung des Hormons lässt nach. Mediziner sprechen von einer sogenannten Insulinresistenz. Dadurch kommt es ebenfalls dazu, dass nicht genügend Zucker verwertet werden kann. Die Konzentration im Blut bleibt hoch, in den Zellen aber herrscht Mangel.

    Symptome: Betroffene fühlen sich zunächst gesund, weil Symptome lange Zeit fehlen. Erste Anzeichen können ebenso wie bei Typ 1 ein dauerndes Durstgefühl sowie vermehrtes, auch nächtliches Wasserlassen sein. Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, trockene und zu heftigem Juckreiz neigende Haut sowie eine nachlassende Sehstärke können außerdem auf Diabetes hinweisen. Allerdings fallen diese Symptome beim Typ-2-Diabetes meist dezenter aus, da die Erkrankung sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und der Stoffwechsel deshalb nur langsam aus der Bahn gerät.
    Auf Dauer greift ein erhöhter Blutzuckerspiegel jedoch vor allem Nerven und Blutgefäße an und kann unbehandelt zu einer Fülle von oft auch sehr ernsten Symptomen führen wie zum Beispiel das sogenannte diabetische Fuß-Syndrom, bei dem Betroffene Verletzungen häufig nicht bemerken und offene Wunden nur schlecht heilen. Manchmal droht sogar eine Amputation. Typische Komplikationen sind außerdem Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Netzhaut der Augen geschädigt wird bis hin zur Erblindung. Ebenso kann eine Nierenschwäche auftreten oder Durchblutungsstörungen der Beine und Füße.

    Behandlung: Grundsätzlich gilt es, die erhöhten Blutzuckerwerte dauerhaft auf ein gesünderes Niveau zu senken. Nur so lassen sich schwere Folgeerkrankungen verhindern. Die Basis bildet eine Lebensstiländerung mit Ernährungsumstellung, mehr Bewegung, Abbau von Übergewicht und ein Rauch-Stopp. Zudem sollten Patientinnen und Patienten an einer Diabetes-Schulung teilnehmen. Nicht selten reichen nämlich ein besseres Verständnis für die eigene Erkrankung sowie eine Änderung der Lebensgewohnheiten aus, um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu senken. Gelingt das nicht, werden zusätzlich Medikamente verordnet: Blutzuckersenker zum Einnehmen (orale Antidiabetika) und / oder Insulin zum Spritzen.


    Gruppe von Radfahrern, Detailansicht
  • Akute Pankreatitis

    Mann krümmt sich vor Bauchschmerzen, Detailansicht

    Ursache: Wenn der Zugang zum Zwölffingerdarm zum Beispiel aufgrund von Ödemen durch zu häufigen und intensiven Alkoholkonsum, eine Virusinfektion oder aber mechanisch durch Gallensteine bzw. Tumore verstopft bzw. eingeengt ist, kommt es zu einem Rückstau der Enzyme, die Bauchspeicheldrüse entzündet sich, schwillt an und „verdaut“ sich quasi selbst.

    Symptome: Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse geht meist einher mit heftigen Schmerzen im Oberbauch, die sich bis in den Rücken ausweiten können. Oft kommt es auch zu Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Kreislaufproblemen. Hält die Entzündung länger an und sind insbesondere umliegende Organe mitbetroffen, kann es zu mitunter heftigen, manchmal auch tödlich verlaufenden Komplikationen wie zum Beispiel Nierenversagen, schweren inneren Blutungen oder gar einem Darmdurchbruch kommen.

    Behandlung: Betroffene müssen oft ins Krankenhaus eingewiesen werden. Direkte Besserung bringt zunächst ein radikaler Nahrungsentzug. Denn durch die Karenz werden keine weiteren Enzyme produziert. Patientinnen und Patienten erhalten per Spritze oder Infusion Nährstoff-Lösungen und werden mit Schmerzmitteln behandelt. Ist die Ursache für den Rückstau behoben, zum Beispiel durch die operative Entfernung von Gallensteinen, kann sich die Bauchspeicheldrüse auch wieder erholen und ihre normale Funktion aufnehmen. Treten aber zum Beispiel durch fortschreitende Selbstverdauung Komplikationen auf, werden Not-Operationen, eine Dialyse, manchmal sogar eine Beatmung notwendig. Auch abgestorbene Gewebeteile (Nekrosen) können erst nach Abklingen der Entzündung entfernt werden.


    laufende Infusion, Nahansicht
  • Chronische Pankreatitis

    acht Bierkrüge im Kreis angeordnet

    Ursache: Welche Prozesse genau eine chronische Pankreatitis auslösen, ist noch nicht abschließend erforscht. In 70 bis 80 Prozent der Fälle ist aber übermäßiger und / oder anhaltender Alkoholkonsum mitverantwortlich für die immer wiederkehrenden Entzündungen der Bauchspeicheldrüse. Eine chronische Pankreatitis kann lange unbemerkt bleiben und erst nach Jahren zu einer Insuffizienz bzw. Unterfunktion der enzym- und/oder hormonbildenden Zellen führen. Mit der Zeit wird die Bauchspeicheldrüse unwiederbringlich geschädigt und vernarbt zunehmend.

    Symptome: Es können immer wieder Verdauungsprobleme wie beim Reizdarm-Syndrom, also Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Blähungen auftreten. Meist werden vor allem fettreiche Speisen schlecht vertragen, da bei einer exokrinen (enzymbildenden) Unterfunktion insbesondere die Lipase(n), also Enzym(e) zur Fettverdauung, nicht durch andere Körperfunktionen ersetzt werden können. Es kommt zu verändertem, fettig glänzendem und voluminösem Stuhl. Untergewicht, Vitaminmangel und Osteoporose können ebenso Begleiterscheinungen sein. Denn insbesondere die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden nur schlecht über die Nahrung aufgenommen und fehlen.
    Nicht in erster Linie und wesentlich seltener kann sich mit der Zeit auch eine endokrine (hormonbildende) Unterfunktion herausbilden.  Dann kommt es zu einer besonderen Form von Diabetes, bei der sich sowohl Symptome einer Überzuckerung als auch einer Unterzuckerung zeigen. In diesem Fall werden nämlich von der Bauchspeicheldrüse beide Hormone zur Regulation des Blutzuckerspiegels – also sowohl Insulin als auch Glukagon – nicht mehr ausreichend bzw. gar nicht mehr produziert.

    Behandlung: Wird eine chronische Pankreatitis schließlich diagnostiziert, ist es sicherlich förderlich bzw. dringend angezeigt, weitgehend auf Alkohol und Nikotin zu verzichten. Denn beide Genussgifte gelten als Hauptrisikofaktoren. Das gelingt allerdings vielen Patientinnen und Patienten oft nicht. Beide Formen der Unterfunktion, sowohl die exokrine (enzymbildende) als auch die endokrine (hormonbildende), sind darüber hinaus durch Enzym-Tabletten und eine Insulinersatztherapie behandelbar.


    Arzt untersucht liegende Frau
  • Pankreas-Karzinom

    Mann sitzt auf Krankenbett und stützt seinen Kopf verzweifelt in beide Hände

    Ursache: Bauchspeicheldrüsen-Krebs tritt vergleichsweise selten auf und die Ursachen sind, wie bei vielen anderen Krebsarten auch, nicht genau bekannt. Als Risikofaktoren gelten vor allem das Rauchen, aber auch starkes Übergewicht und regelmäßiger Alkoholkonsum. Diabetes mellitus und der häufige Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten werden ebenfalls damit in Verbindung gebracht. In 70 Prozent der Fälle ist der breitere Teil der Bauchspeicheldrüse, der sogenannte Pankreaskopf, betroffen und in über 95 Prozent der Fälle entstehen bösartige Tumore bzw. Karzinome in den Pankreasgängen im exokrinen Drüsengewebe, dort wo die Verdauungsenzyme hergestellt und zum Zwölffingerdarm transportiert werden.

    Symptome: Typischerweise sind die Symptome lange Zeit sehr unspezifisch. Meistens verursacht Bauchspeicheldrüsen-Krebs zunächst keine nennenswerten Beschwerden. Daher wird das Karzinom oft erst spät entdeckt. Am meisten klagen Betroffene über eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Appetit- und Gewichtsverlust. Sitzt der Tumor im Pankreaskopf, kann es zu einer Störung des Galleabflusses mit nachfolgender Gelbsucht kommen.

    Behandlung: Frühzeitig erkannt, ist es möglich, den Krebs durch einen chirurgischen Eingriff zu beseitigen und damit zu heilen. Auch eine Totaloperation ist möglich. Denn Menschen können komplett ohne Bauchspeicheldrüse leben. Die beiden Funktionen werden dann durch entsprechende Therapien ersetzt. Generell gilt: Je früher Bauchspeicheldrüsen-Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Überlebenschancen. Darin liegen jedoch gerade die Tücken der Erkrankung. ¾ aller Pankreas-Karzinome werden erst in einem späten, nicht mehr operablen Stadium festgestellt. Eine Operation stellt jedoch oft die einzige Option auf Heilung dar. Weitere Behandlungsoptionen sind Chemo-, Strahlen- und/oder Schmerztherapie. Eine neue Behandlungsmethode bei Bauchspeicheldrüsen-Krebs ist die Nanopartikel-Therapie. Seit 2014 ist ein Medikament für die Behandlung von metastasiertem Bauchspeicheldrüsen-Krebs zugelassen. Auch die zielgerichtete Immun-Therapie spielt mittlerweile bei Bauchspeicheldrüsen-Krebs eine Rolle. So zeigt ein Medikament, das zunächst nur für eine bestimmte Form des Lungenkarzinoms zugelassen wurde, auch gute Erfolge bei der Behandlung von weit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsen-Krebs.


    Situation im Operationssaal

LINK-BOX

Weitere fundierte und verständliche Informationen über die Bauspeicheldrüse und ihre Erkrankungen finden Interessierte auf den Seiten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) oder dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ):

gesundheitsinformation.de
patienten-information.de

Auch die BARMER-Homepage liefert viele wertvolle Informationen inklusive der entsprechenden Leistungen. Zum Beispiel wurde für Patientinnen und Patienten bei Typ 1- und Typ 2-Diabetes ein spezielles Besser-leben-Programm entwickelt:

Krankheiten von A-Z
Besser-Leben-Programm, Typ-1-Diabetes
Besser-Leben-Programm, Typ-2-Diabetes 

Michaela Del Savio

Redakteurin, BARMER | eMagazin

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