Gesundheit

Quiz: Was wächst da wild im Wald und auf der Wiese?

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Sie möchten gern mehr über Wildkräuter erfahren? Testen Sie bei unserem Wildkräuter-Quiz Ihren Wissensstand.

 

Bärlauch Allium ursinum

Wildkräuter-Quiz: Bärlauch (Allium ursinum)

Womit kann Bärlauch verwechselt werden?
  • Maiglöckchen
  • Waldmeister
Bärlauch wächst in schattigen Waldstücken. Seine langen Blätter sind leicht zu verwechseln mit den Blättern des giftigen Maiglöckchens. Erkennbar ist der Bärlauch am „knoblauchigen“ Geruch von gepflückten Blättern und Stängeln. Er eignet sich für herzhafte Pestos und als Gemüse.
Echter Beinwell Symphytum officinale

Wildkräuter-Quiz: Echter Beinwell (Symphytum officinale)

Warum ist Beinwell-Extrakt gut für Sportler?
  • Er liefert wertvolle Vitamine für den Wettkampf.
  • Er lindert typische Sportverletzungen.
Die steife und borstige Krautpflanze enthält Allantoin – das wirkt abschwellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Allantoin unterstützt die Zellregeneration und das Abheilen von Wunden. Beinwell-Extrakt in Salben kann entsprechend bei Prellungen, Stauchungen, Zerrungen oder Blutergüssen helfen.
Brennnessel Urtica dioica

Wildkräuter-Quiz: Brennnessel (Urtica dioica)

Wer sich in die Nesseln setzt …
  • … kann schmerzhafte Quaddeln auf der Haut bekommen.
  • … kann gut vermitteln, sagt der Volksmund.
Mit Brennnesseln kann man heilsame und unliebsame Erfahrungen sammeln. Die Pflanze verfügt über feine Brennhaare, mit der sie Fressfeinde abwehrt. Auf unserer Haut hinterlassen diese ein unangenehmes Brennen, oft auch Quaddeln. Das Sammeln lohnt sich dennoch, denn die Brennnessel soll mehr Vitamine als ein Kopfsalat haben. Sie enthält Flavonide und Karotinoide, Kalium, Kalzium, Kieselsäure, Eisen, Eiweiß, Folsäure, Magnesium und Chlorophyll. Zwischen März und September kann sie geerntet werden. Ihre Blätter werden als Gemüse, Saft, Teeaufguss, Smoothie-Zugabe oder in Pesto verwendet. Brennnessel wird bei Harn- und Nierenbeschwerden, zur Anregung des Stoffwechsels bei Verdauungsbeschwerden sowie bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.
Echtes Mädesüß Filipendula almaria

Wildkräuter-Quiz: Echtes Mädesüß (Filipendula almaria)

Welchen Wirkstoff enthält das Mädesüß?
  • Beta-Carotin wie in Karotten
  • Salicylsäure wie in Aspirin
Mädesüß blüht von Juli bis August mit weißen Rispen in Auwäldern, an Bächen und auf Feuchtwiesen. Sie duftet leicht süß nach Vanille und Bittermandel. Die Pflanze wurde früher „Spierstaude“ genannt. Sie enthält Salicylsäure-Verbindungen, aus denen Acetylsalicylsäure gewonnen werden kann – die Grundlage für „Aspirin“. Mädesüß-Tee aus getrockneten Blüten wirkt fiebersenkend, schmerzlindernd und entzündungshemmend und wird oft bei Erkältungen, Fieber und Rheuma getrunken.
Gänseblümchen Bellis perennis

Wildkräuter-Quiz: Gänseblümchen (Bellis perennis)

Was können Gänseblümchen?
  • Sie werfen bei Dauerregen schlagartig alle Blätter ab.
  • Sie richten ihre Blütenkörbchen nach der Sonne aus.
Das weißblättrige Gänseblümchen ist die bekannteste Wiesenblume in Mitteleuropa – und eine sonnenhungrige obendrein. Es richtet seine Blüten nach dem Stand der Sonne aus. Diese sind dekorative Beigaben in einem Sommersalat oder einem Quark und haben einen nussartigen Geschmack. Gänseblümchen enthalten Vitamine, Saponine, ätherische Öle und Flavonoide. Salben mit einem Extrakt aus Gänseblümchen wirken hautklärend, beruhigend und entzündungshemmend.
Vogelmiere Stellaria media

Wildkräuter-Quiz: Wildkräuter-Quiz: Vogelmiere (Stellaria media)

Wonach schmeckt das Frühlingswildgemüse?
  • Nach Maiskolben
  • Nach Erdbeerbowle
Vogelmiere enthält besonders viel Vitamin C, Eisen und Kalium. Der Bodendecker mit kleinen weißen Blüten und runden Blättern empfiehlt sich mit der ganzen Pflanze als Frühlingssalat, mit einem leicht an junge Maiskolben erinnernden Geschmack. Ein Extrakt aus Vogelmiere soll bei Rheuma und Gelenkschmerzen wirken, ein Teeaufguss bei Husten.
Löwenzahn Taraxacum ruderalia

Wildkräuter-Quiz: Löwenzahn (Taraxacum ruderalia)

Wie bezeichnet Kindermund den Löwenzahn?
  • Pusteblume
  • Raketenblume
Löwenzahn wächst auf sehr nährstoffreichen Wiesen und Brachen. Typisch sind seine leuchtend gelben Blüten, die gezackten Blätter sowie die Fruchtstände, die als „Pusteblumen“ bei Kindern so beliebt sind. Löwenzahn enthält Beta-Carotin, Vitamin C und E, viel Kalium und Bitterstoffe. Er wirkt blutreinigend, stoffwechsel- und appetitanregend. Junge Löwenzahnblätter werden, ähnlich wie Rucola, in Salate und Smoothies gegeben, zu Kursäften ausgepresst, als Spinat gedünstet oder in Pesto verarbeitet. Im Herbst kann man außerdem die Wurzel ernten und als Kaffeeersatz rösten.
Sauerampfer Rumex acetosa

Heilkräuter für den Hausgebrauch: Sauerampfer (Rumex acetosa)

In welches typische Gericht gehört der Sauerampfer?
  • Frankfurter Grüne Soße
  • Schwäbische Maultaschen
Der Wiesen-Sauerampfer blüht in Rispen mit kleinen roten Blüten von Mai bis August. Er ist eines von sieben Kräutern, die in einer klassischen Frankfurter Grünen Soße zu finden sind. Die jungen pfeilförmigen Blätter des Knöterichs werden als fein-säuerliche Würze für Suppen, Soßen, Omeletts, Quark und Kräuterbutter oder in Smoothies verwendet. Sauerampfer enthält viel Oxalsäure und sollte daher nicht in rauen Mengen genossen werden.
Giersch Aegopodium podagraria

Wildkräuter-Quiz: Giersch

Wie wird der gewöhnliche Giersch auch genannt?
  • Geißfuß
  • Hahnenfuß
Giersch ist zu Unrecht als wucherndes Unkraut gefürchtet. Das Doldengewächs mit weißen Blüten und ovalen Blättern ist an Waldrändern, Wiesensäumen, in Gärten und Parks zu finden. Kenner schätzen die jungen Blätter als Spinat-Alternative, in Aufläufen und Suppen oder als Rohkost im Salat. Giersch ist reich an Vitamin C und A und Calzium. Er duftet leicht nach Möhre und Petersilie. Den Namen „Geißfuß“ verdankt es der dreigeteilten Blätterform, die an einen Ziegenfuß (gr. aigos = „Ziege“, podion = „Füßchen“) erinnern soll.
Spitzwegerich Plantago lanceolata

Wildkräuter-Quiz: Spitzwegerich Plantago lanceolata

Welche Erkrankung hilft Spitzwegerich lindern?
  • Husten
  • Rheuma
An Weg- und Ackerrändern ist er oft zu finden, der Spitzwegerich mit dem auffallenden Blütenstand, der an einem Stängel aus einer Blätter-Rosette hervorragt. Spitzwegerich blüht von Mai bis September, die Blätter kann man ab April für Salat ernten oder für Tee trocknen. Spitzwegerich enthält schleimlösende, reizmildernde und antibakterielle Wirkstoffe. Sein Saft findet sich in Heilmitteln zur Linderung von Husten, Reizhusten, Katarrhen oder für Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
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Alles gewusst?

Nicht vergessen: möglichst nur die Kräuter pflücken, die Sie genau kennen!

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Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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Kommentar
  1. Sehr geehrte Frau Rembecki,

    wieder ein tolles Dosier über Kräuter und deren Wirkung und Verarbeitung.
    Vielen Dank dafür.

    Nur leider kann man es nicht ausdrucken!

    Beste Grüße

    Olaf Skeries

  2. Hallo Claudia Rembecki, sie schreiben hier vom echten Mädesüß, bisher dachte ich das diese Pflanze giftig ist. Vielleicht können sie mir dabei weiterhelfen. Bisher habe ich mir nicht getraut diese Pflanze zu verwenden.
    Mit freundlichen Grüßen

    Beate

    1. Hallo Beate,
      Einschränkungen bei der Einnahme gibt es bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten (z. B. ASS- oder Aspirin-Tabletten). Oder während einer Schwangerschaft sowie für Kinder und Jugendliche. Hier liegen noch nicht genügend gesicherte Erkenntnisse vor. Diese Webseite [https://goo.gl/AEGhpp] fasst die Wirkweise von echtem Mädesüß gut zusammen.
      Mit freundlichen Grüßen