Gesundheit

Glossar der Wasserarten

Als gesündester Durstlöscher eignet sich immer noch Wasser. Jederzeit verfügbar fließt es als Leitungswasser direkt aus dem Wasserhahn und im Supermarkt ist es in verschiedenen Sorten zu kaufen. Unsere Wasserkunde gibt Aufschluss.

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Das Lebensmittel Nr. 1 wird aus hochwertigen Vorkommen im Grundwasser gewonnen und unterliegt strengsten Qualitätsvorgaben nach der Trinkwasserverordnung. Diese müssen von den Wasserversorgern rund um die Uhr gewährleistet werden. Sie filtern das Wasser, halten es keimfrei und reduzieren bei Bedarf erhöhte Anteile von Eisen oder Mangan. Mit einer Grundtemperatur von ca. 10 bis 12 °C fließt es zu den Haushalten. In Deutschland ist es in der Regel unbedenklich genießbar. Je nach Gewinnungsregion kann Trinkwasser mehr („hartes“ Wasser) oder weniger („weiches“ Wasser) kalkhaltig sein.

 

Natürliches Mineralwasser wird aus tiefen unterirdischen Gesteinsschichten gefördert, die ursprünglich rein, frei von Erregern sowie reich an Mineralstoffen und Spurenelementen sind. In dieser ursprünglichen Konsistenz wird es noch am Gewinnungsort abgefüllt. Lediglich Eisen und Schwefel dürfen entzogen und Kohlensäure dazugegeben bzw. entzogen werden. Die Bezeichnung „Mineralwasser“ bedarf der behördlichen Zulassung. Wir trinken es als „stilles“ Wasser mit einem niedrigen Kohlensäureanteil, „medium“ mit leicht erhöhtem Anteil und „classic“ mit einem hohen, erfrischend wirkenden Anteil.

 

Hierbei handelt es sich um einen Mix aus Trink- und Mineralwasser, dem die ursprünglichen Bestandteile entzogen werden, um in der industriellen Produktion aus geschmacklichen Gründen einen stets gleichen Anteil an Mineralien und Spurenelementen hinzuzufügen. So kann es verschiedene Anteile von Meerwasser, Mineral- oder Speisesalze sowie Kohlensäure enthalten. Tafelwasser ist die Basis vieler Limonaden. Im Vergleich zum Mineralwasser muss es nicht am Gewinnungsort abgefüllt werden. Entsprechend darf es nicht als natürliches Wasser bezeichnet werden und benötigt keine Zulassung. Jedoch gelten die Vorgaben der Trinkwasserverordnung.

 

Quellwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen, schadstoffgeschützten Vorkommen und wird über natürliche Quellen oder mittels Brunnen gewonnen. Es wird „natürlich rein“ und ohne Zuschlag von Stoffen direkt an der Quelle abgefüllt. Im Vergleich zu Mineralwasser benötigt es keine behördliche Zulassung, muss jedoch nach den Qualitätsvorgaben der Trinkwasserverordnung verarbeitet werden.

 

Heilwasser stammt aus ursprünglich reinen, unterirdischen Vorkommen und erfüllt die Anforderungen eines natürlichen Mineralwassers. In einem Liter Heilwasser muss mindestens ein Gramm Mineralien und Spurenelemente enthalten sein. Es wird an der Quelle abgefüllt und vorbeugend, lindernd und heilend eingesetzt. So empfiehlt es sich beispielsweise bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase, der Nieren und Harnwege, aber auch bei Sodbrennen, Mineralstoffmangel oder Stoffwechselstörungen. Damit fällt Heilwasser unter die Arzneimittelverordnung und bedarf der behördlichen Zulassung. Seine Wirkungsweise muss nachgewiesen sein.

 

Es wird durch Verdampfung gewonnen und dabei von Salzen (An- und Kationen), organischen Stoffen und Mikroorganismen befreit. Verwendet wird es meist als Reinstwasser in der Industrie sowie in den Naturwissenschaften. Auch im Haushalt wird es gern als kalkfreies, besonders reines Wasser zum Dampfbügeln genutzt. Destilliertes Wasser kann man entgegen vieler Gerüchte durchaus trinken. Fehlende Salze werden vom Körper wieder hinzugefügt, so dass sie den Zelldruck nicht beeinflussen könnten.

 

Wissenswert

Frau schenkt Trinkwasser in ein Glas
Auch im Restaurant bestellen viele Gäste Wasser zu ihrem Essen, meistens Mineralwasser. Dies wird nicht in einem einzelnen Glas, sondern in der Flasche serviert – denn das ist gesetzlich vorgeschrieben. Damit soll verhindert werden, dass der Gast statt des wertvollen Mineralwassers nur ein günstiges Tafelwasser bekommt.

Plastik oder Glas?

Beim Kauf von Wasser sind Verbraucher oft unsicher: Sollen sie ein Gebinde aus Plastik- oder Glasflaschen wählen? Und kann der Materialunterschied gar „erschmeckt“ werden? Sicher ist: Mehrwegflaschen mit Wasser aus der Region sind Einwegflaschen oder Dosen stets vorzuziehen. Mit Blick auf die Ökobilanz schneiden die Plastikflaschen sogar etwas besser ab, da sie leichter und so günstiger im Transport sind. Glasflaschen lassen sich dagegen öfter in den Befüllungsprozess zurückführen. Unterschiede im Geschmack sind kaum feststellbar, gesundheitliche Risiken bestehen nicht. Das Bundesamt für Risikobewertung erläutert mögliche minimale Einflüsse.

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