Der menschliche Körper ist ein komplexes System und Wasser macht einen wesentlichen Anteil darin aus. Es findet sich in und zwischen allen Körperzellen, im Blut- und Lymphkreislauf sowie im Verdauungstrakt und übernimmt verschiedenste Funktionen. Denn für nahezu alle Zell- und Stoffwechselvorgänge werden wässrige Lösungen benötigt, damit wir atmen, schwitzen, weinen, bluten, spucken, verdauen und uns fortpflanzen können.

Wasser ist Baumeister und Stütze des Körpers

Baumeister und Stütze

Wasser ist ein wesentlicher Werkstoff für Knochen, Sehnen, Muskeln und die Haut. Es ist für den Aufbau und die Reparatur von Zellen und Geweben erforderlich sowie für deren Stabilität und Elastizität. Es schmiert und nährt Gelenke, findet sich als Kammerwasser in den Augäpfeln, umgibt als Hirnwasser schützend das Gehirn und als Fruchtwasser den Embryo.

 

Wasser als Taxi und Müllabfuhr: iStock_2483901/fpm

Taxi und Müllabfuhr

Über die Blutbahnen befördert Wasser lebensnotwendige Stoffe wie Sauerstoff, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, Hormone, Proteine, Kohlenhydrate und Fette zu Organen und Körperzellen. Es sorgt auch dafür, dass Stoffwechselabfälle und Giftstoffe über die Verdauungsorgane, das Lymphsystem, die Lunge, Schleimhäute und die Haut wieder ausgeschieden werden.

 

Wasser hilft bei Reaktionen im Körper: iStock_22436266_S/Chepko Danil

Kleines Chemiewerk

Auch an vielen biochemischen Reaktionen ist Wasser beteiligt. Es löst Stoffe aus der Nahrung und spaltet sie auf: Eisen zur Blutbildung, Kalzium für Knochen und Zähne, Kalium für Herz- und Muskelfunktionen, Chlorid und Natrium für ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis.

In Magensaft, Urin, Stuhl, Speichel, Tränen und anderen Körperflüssigkeiten bestimmt der Wasseranteil deren Konsistenz und Funktion: Mehr Wasser macht sie flüssiger und befördert Stoffe schneller voran, weniger macht sie zäher und hält Stoffe entsprechend zurück.

 

Wasser zur Klimakontrolle: iStock_5133133/Sasha Radosavljevic

Klimakontrolle

Sommerhitze, ein Saunabesuch, sportliche Anstrengung oder eine fiebrige Erkältung können die Körpertemperatur über das Normalmaß von 36,5 °C ansteigen lassen. Wasser übernimmt als idealer Wärmeleiter dann die schnelle Regulierung. Registriert wird die erhöhte Körpertemperatur von Sensoren auf der Haut, die dann Signale an die Schweißdrüsen senden. Zur ausgleichenden Kühlung sondern die Hautporen vermehrt Schweiß auf der Hautoberfläche ab. Durst und ein trockener Mund zeigen an, dass wir diesen Feuchtigkeitsverlust bald kompensieren sollten.

Zahl zum Thema

55–60 %

Wasser beinhaltet der Körper eines normalgewichtigen Erwachsenen im Durchschnitt. Im Laufe des Lebens nimmt dieser Anteil ab. Bei Säuglingen und Kindern beträgt er noch über 70 Prozent, bei Menschen über 85 Jahren um die 45–50 Prozent.

Auf die Balance achten

Im Körper eines Erwachsenen beträgt der Wassergehalt durchschnittlich zwischen 55 und 60 Prozent. Weil wir jedoch ständig auch Wasser abgeben, müssen wir für Ausgleich sorgen. Schon ein minimaler Verlust kann den Stoffwechsel stören und die geistige und körperliche Leistung beeinträchtigen: Mit zunehmendem Ungleichgewicht verändert sich die Blutkonsistenz und wird dicker. Das Herz muss mehr arbeiten, Körperzellen werden mit Sauerstoff unterversorgt und von Abfallstoffen unzureichend entsorgt. Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und Durst als Warnsignal für Flüssigkeitsmangel können die Folge sein. Regelmäßiges und ausreichendes Trinken ist also „lebensnotwendig“, um fit zu bleiben.

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Broschüre: Wasser ist gesund

Broschüre: Wasser ist gesund

Weitere Infos und praktische Tipps rund ums Trinkwasser bietet die Broschüre „Gesundheit weiter gedacht: Wasser ist gesund“ der BARMER GEK in Zusammenarbeit mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

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