Typische Winter-Infekte in Schach halten
Gesundheit

Wenn die Kälte in den Körper kriecht …

Alle Jahre wieder droht meist um den Jahreswechsel und in den ersten Monaten danach eine Grippe- oder Erkältungswelle. Mit diesen zehn Empfehlungen gegen typische Winterinfekte kann es Ihnen jedoch gelingen, um Husten, Schnupfen, Heiserkeit zumindest einen großen Bogen zu machen:

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

1 Hygiene ist Trumpf

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mindestens 30 Sekunden) ist das Gebot der Stunde. Mit Wasser und Seife werden Krankheitserreger zwar nicht abgetötet, aber zumindest weggespült und damit einer Hand-zu-Hand-Übertragung Einhalt geboten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden nämlich bis zu 80 Prozent der Infektionskrankheiten eben auf diesem Weg übertragen. Grippeviren etwa überleben auf Oberflächen viele Stunden. Deshalb sollte nach Erledigungen das Händewaschen an erster Stelle stehen, noch bevor zum Beispiel die Einkäufe zu Hause ausgepackt und eingeräumt werden. Hilfreich kann es auch sein, Desinfektionsspray oder -gel mit sich zu tragen. In manchen Arztpraxen wird während der Erkältungszeit sogar Mundschutz ausgegeben.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

Jährlich impfen lassen

Gegen die „echte“ Grippe (Influenza) ist ein Kraut gewachsen. Wer sich dagegen impfen lässt, kann zwar nicht von einem hundertprozentigen Schutz ausgehen, in jedem Fall verläuft die Infektion aber milder. Empfohlen wir eine Impfung vor allem Schwangeren, chronisch kranken und immungeschwächten Patienten, Senioren sowie Menschen, die im Job mit viel Publikumsverkehr zu tun haben. Die WHO empfiehlt zum Beispiel bei über 60-Jährigen eine Impfrate von rund 75 Prozent. In Deutschland wird dieser Wert jedoch seit Jahren noch nicht einmal annähernd erreicht. Da Influenza-Viren sehr wandlungsfähig sind und in immer neuen Spielarten auftreten, sollte der Grippeschutz jährlich aufgefrischt und erneuert werden. Eine Impfung gegen gewöhnliche Erkältungsviren gibt es leider nicht.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

3 Viren und Co den Kampf ansagen

Zwar müssen Sie in Bus und Bahn, in der Warteschlange im Supermarkt oder beim Kaufhaus-Bummel nicht panisch das Weite suchen, wenn erkältungsgeplagte Menschen Ihre Nähe suchen. Oft reicht es schon aus beim Niesen und Husten den Kopf einfach zur Seite zu drehen. Viren und Keime, die auf dem Hinterkopf landen, können dort nämlich weniger Schaden anrichten. Ebenso kann es helfen, in der Erkältungszeit Türen in öffentlichen Räumen mit der Schulter zu öffnen oder Klinken, Griffe, Handläufe und Wasserhähne nur mit dem Ellbogen bzw. Papiertaschentüchern anzufassen bzw. zu betätigen. Die meisten Menschen zeigen ebenfalls Verständnis, wenn bei der Begrüßung auf den obligatorischen Händedruck verzichtet wird. Ein Lächeln reicht auch!

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

4 Lüften und Raumluft befeuchten

Regelmäßiges Lüften von Büro und Wohnung – am besten stündlich ein paar Minuten bei weit geöffnetem Fenster, – (be)fördert nicht nur den ganzen Mief nach draußen und sorgt für einen wohltuenden Sauerstoff-Kick. Auch die Konzentration von Krankheitserregern und Keimen nimmt ab und damit auch das Risiko sich anzustecken. Wer außerdem versucht, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen – zum Beispiel mit einer kleinen Schüssel Wasser auf der Heizung – der kann damit auch erreichen, dass im Winter die Schleimhäute der Atemwege nicht austrocknen und dadurch anfälliger für Krankheitserreger werden.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

5 Viel trinken

Ein ähnlicher Effekt wird erzielt, indem man viel trinkt. Wasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen. So bleiben die Schleimhäute geschmeidig und funktionieren weitaus wirkungsvoller!

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

6 Keine kalten Füße kriegen

Denn wenn die Füße angenehm warm sind, kurbelt dies den Kreislauf an. Auch die Schleimhäute in Nase, Rachen und Mund werden besser durchblutet und können so auch ihren Job besser erledigen. Das heißt: Eindringlinge wie Viren & Co. abzufangen und unschädlich zu machen.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

7 Immunsystem stärken

Gesunde, vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung, vor allem draußen an der frischen Luft, wenig Stress, entspannte Pausen und ausreichend Schlaf halten die körpereigene Abwehr auf Trab und sorgen so auch dafür, dass man nicht unbedingt der erste ist, der sich mit einer roten Nase und einem kratzigen Hals herumplagt.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

8 Rücksicht nehmen und Verantwortung zeigen

Wenn die Virenfalle zugeschnappt ist und Erkältung & Co. einen selbst erwischt haben, dann gilt es Rücksicht zu nehmen und Verantwortung zu zeigen: Also möglichst nicht in die Hand, sondern in ein Papiertaschentuch oder die Ellenbeuge niesen und husten. Denn mit der Beuge wird selten gegessen oder das Gesicht berührt. Benutzte Taschentücher sind Virenschleudern, die sofort entsorgt und nicht mit sich rumgeschleppt oder offen liegen gelassen werden sollten. Auch nützt es wenig, den „Held der Arbeit“ zu spielen und sich krank und erschöpft ins Büro zu schleppen.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

9 Sich Ruhe und viel Schlaf gönnen

Eine Infektion ist am schnellsten überwunden, wenn der Körper darin unterstützt wird, die angreifenden Fremdlinge zu bekämpfen. Infekt-Geplagte sollten sich deshalb viel Ruhe und Schlaf gönnen. Anstrengungen wie übermäßiger Sport oder auch ausgedehnte Saunagänge wirken jetzt kontraproduktiv und schwächen die körpereigene Abwehr zusätzlich. Eine strikte Bettruhe ist jedoch nur bei Fieber zwingend notwendig.

 

 

10 Tipps, wie Sie typische Winterinfekte am besten in Schach halten können

10 Nicht zu heftig schnäuzen

Denn beim kräftigen Nase-Auspusten entsteht ein hoher Druck, der dazu führen kann, dass ein Teil des entzündlichen Sekrets inklusive der entsprechenden Krankheitserreger zurück in die Nasennebenhöhlen gepresst wird und dort eine schmerzhafte Sinusitis auslöst. Also ruhig einmal die Nase hochziehen, das schadet weniger!

Michaela Del Savio

Redakteurin, BARMER-
Unternehmenskommunikation

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