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Spritze und drei Glasfläschchen mit Flüssigkeit.
Gesundheit

Was ist eigentlich eine passive Immunisierung?

Wer sich heutzutage impfen lässt, beispielsweise gegen Tetanus oder Masern, erhält in der Regel eine sogenannte aktive Immunisierung. Dabei werden der Person abgeschwächte Erreger oder Erreger-Bestandteile verabreicht, damit das eigene Immunsystem Antikörper und Abwehrzellen entwickeln kann. Diese Art der Impfung ist vorbeugend und benötigt einige Tage bis Wochen, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Dieser hält dann meist mehrere Jahre. Mit der passiven Immunisierung, oft auch passive Impfung genannt, werden dagegen Menschen behandelt, die sich bereits mit einem Krankheitserreger infiziert haben. Ihnen werden direkt Antikörper gegen den entsprechenden Erreger gespritzt. Diese stammen meist von Personen, die die Krankheit bereits durchlaufen und deshalb schon Antikörper gebildet haben. Der große Vorteil einer passiven Immunisierung ist, dass sie sofortigen Schutz bietet. Allerdings hält dieser nur solange, bis die Antikörper wieder im Blut wieder abgebaut worden sind, also etwa drei Monate. Auf diese Weise wirkt die passive Impfung beinahe wie ein Medikament.

Das Prinzip der passiven Impfung wird derzeit neben der Entwicklung einer aktiven Impfung als ein Ansatz im Kampf gegen das Coronavirus verfolgt. In einer klinischen Studie wird untersucht, ob aus dem Plasma von Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, Antikörper gewonnen und diese an schwer Erkrankte weitergegeben werden können.

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  • AdobeStock/cassis
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