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Menschen mit einem sehr effizienten Fasernetzwerk im Gehirn verfügten über mehr Allgemeinwissen als jene mit einer weniger effizienten Vernetzung.
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Warum Lernen gut fürs Gehirn ist

Wie heißt die Hauptstadt von Tadschikistan? Wann stellte Einstein seine berühmte Relativitätstheorie auf? Und wann starb Goethe? Manche Menschen scheinen auf jede Wissensfrage eine Antwort zu haben. Warum? Darum  – könnte man meinen. Doch Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Ruhr Universität Bochum (RUB) und der Humboldt-Universität zu Berlin mittels Magnetresonanztomografie konnten in einer Studie den wahren Grund zeigen: Die Gehirne von Menschen mit hohem Allgemeinwissen sind besonders effizient vernetzt! Um zu diesem Ergebnis zu kommen, untersuchten die Forscherinnen und Forscher die Gehirne von 324 Männern und Frauen mit der sogenannten Diffusions-Tensor-Bildgebung. Diese ermöglicht es, die Verläufe von Nervenfasern zu rekonstruieren und so einen Einblick in die strukturelle Vernetzung des Gehirns zu erhalten. Außerdem absolvierten die Probandinnen und Probanden einen in Bochum von Dr. Rüdiger Hossiep entwickelten Allgemeinwissenstest. Das Ergebnis, das im European Journal of Personality veröffentlicht wurde: Menschen mit einem sehr effizienten Fasernetzwerk im Gehirn verfügten über mehr Allgemeinwissen als jene mit einer weniger effizienten strukturellen Vernetzung. „Wir nehmen an, dass einzelne Wissensinhalte in Form von Teilinformationen über das gesamte Gehirn verstreut sind“, erklärt Erhan Genç von der RUB. „Um die Informationen, die in unterschiedlichen Gehirnarealen abgelegt sind, zusammenzufügen und einen Wissensinhalt erfolgreich abzurufen, ist eine effiziente Vernetzung des Gehirns unabdingbar.“

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  • Alexandr Mitiuc/stock.adobe.com
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