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Junges Paar im Bett streckt sich nach dem Aufwachen
Gesundheit

Schlaf vor Mitternacht: Besonders gesund?

Nachtschwärmer müssen sich oft anhören, dass der Schlaf vor Mitternacht besonders gesund sei. Aber stimmt das tatsächlich, oder stammt diese Volksweisheit aus einer vergangenen Zeit mit anderen Schlafgewohnheiten? Klar ist, wer erst um 2 Uhr früh ins Bett kommt und um 6 Uhr wieder aufsteht, ist müde. Dass liegt aber nicht daran, dass ihm speziell der Schlaf vor Mitternacht fehlt, sondern am grundsätzlichen Schlafmangel. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Zeitpunkt des Zu-Bett-Gehens keinen Einfluss auf die Schlafqualität hat. Viel wichtiger ist, wie lange und wie ungestört man schläft. Denn nur wer lang genug und dabei auch in Ruhe schlummert, kommt in die Tiefschlafphasen, die Körper und Gehirn zur Regeneration benötigen. Und die treten vor allem in den ersten fünf Stunden nach dem Einschlafen auf. Dabei folgt unser Schlaf stets einem bestimmten Muster: Sobald wir eingeschlafen sind, fahren Atmung, Herzschlag, Blutdruck und selbst die Körpertemperatur herunter, und äußere Reize werden vom Gehirn nicht mehr weitergeleitet. Eine halbe bis eine ganze Stunde später setzt dann die Tiefschlafphase ein. Ihr wiederum folgt eine Traumphase, in der das Gehirn wieder sehr aktiv wird, um die Ereignisse des vergangenen Tages zu verarbeiten. Diese beiden Phasen dauern insgesamt zwischen 90 und 120 Minuten und wiederholen sich pro Nacht mehrfach. Dabei gilt: Je mehr Tiefschlafphasen wir erleben, umso erholter wachen wir auf.

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  • Fotolia_45885579_S/fotogestoeber
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