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Wenn wir uns rückwärts bewegen, können wir uns zuvor eingeprägte Dinge leichter wieder ins Gedächtnis rufen, berichtet die Wissenschaftsseite spektrum.de und bezieht sich dabei auf eine Studie der Londoner University of Roehampton.
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Rückwärtsgehen hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge

Wenn wir uns rückwärts bewegen, können wir uns zuvor eingeprägte Dinge leichter wieder ins Gedächtnis rufen, berichtet die Wissenschaftsseite spektrum.de und bezieht sich dabei auf eine Studie der Londoner University of Roehampton. Dort untersuchte ein Psychologenteam um Dr. Aleksandar Aksentijevic, inwieweit unser Gehirn Erinnerungen auf einer Art Zeitscheine speichert. Dafür zeigten die Forscher etwas mehr als 100 Probanden zunächst einen Videoclip, eine Wörterlist oder eine Bilderreihe. Anschließend liefen die Versuchspersonen entweder zehn Meter rückwärts oder vorwärts (oder blieben ebenso lang sitzen). Ein andermal sollten sie sich die Rückwärtsbewegung lediglich vorstellen oder bekamen ein Video von einem fahrenden Zug vorgespielt, um damit die Illusion einer Rückwärts- oder Vorwärtsbewegung zu erzeugen. Dann mussten sie so viele Wörter beziehungsweise Bilder wie möglich ins Gedächtnis zurückholen oder Fragen zur Filmszene beantworten. Hatten sie sich real, per Illusion oder gedanklich rückwärts bewegt, gaben sie im Schnitt zwei richtige Antworten mehr als nach keiner oder nach vorwärtsgerichteter Bewegung. Beim Erinnern an Wörter und Bilder zeigten sich vergleichbare Effekte. Die Autoren schließen daraus, dass das Gedächtnis Erinnerungen räumlich geordnet ablegt, gemäß einem »zeitlichen Index« entlang einer subjektiven Timeline.

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  • Weyo/stock.adobe.com
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