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eine Schüssel mit Porridge und Nüssen und Früchten als Topping
Ernährung

Porridge: Kein Brei-Einerlei

Wer hätte gedacht, dass der Porridge so manches Marmeladen-Brötchen vom Frühstückstisch – zumindest hin und wieder – verdrängen würde. Vielleicht liegt es an dem Namen „Porridge“, der moderner klingt als „Haferbrei“. Hier lesen Sie, woher Porridge stammt, wie man ihn zubereitet und was in ihm steckt.

Porridge ist nichts anderes als ein Haferbrei, der traditionell mit Haferflocken, Wasser und etwas Salz gekocht wird. Er stammt ursprünglich aus Großbritannien, genau genommen aus Schottland, wo er bis heute traditionelles Frühstück ist. Mittlerweile ist die Porridge-Welle auch nach Deutschland geschwappt. Haferbrei ist hier zwar schon bekannt – bisher aber vor allem als wohltuendes Essen bei Magenverstimmungen. Doch nun haben viele Verbraucher Porridge als leckere Frühstücksvariante für sich entdeckt. Zurecht: Denn er ist einfach zubereitet, schmeckt lecker, sättigt und ist gesund.

Porridge im Handel
Porridge ist in manchen „hippen“ Stadteilen sogar so angesagt, dass man ihn dort in gastronomischen Betrieben bekommt. So zum Beispiel in den drei Filialen des „Café Haferkater“ in Berlin. Hier kann der Kunde frisch zubereiteten Porridge mit süßen oder herzhaften Toppings kaufen.

Auch einige Hersteller von Frühstückscerealien haben Porridge in ihr Sortiment aufgenommen. Hierbei handelt es sich um ein Trockenprodukt, das vorwiegend Haferflocken und je nach Sorte weitere Zutaten wie getrocknete Früchte oder auch Zimt oder Schokolade enthält. Es wird dann mit Milch oder Wasser gekocht. Bei diesen Produkten sollte man einen Blick auf die Zutatenliste werfen, denn Aromen, Verdickungsmittel oder ähnliche Zusätze braucht ein Porridge nicht.

Schließlich verkaufen manche Supermärkte auch Porridge portionsweise als to-go-Variante im Becher. Hier gibt man die Flüssigkeit (z. B. Milch) in den Becher und erwärmt das Ganze in der Mikrowelle und kann den Porridge direkt essen.

Porridge von den Profis
Das Café Haferkater in Berlin hat natürlich sein eigenes Rezept, das die Geschäftsführerin Anna Schubert nicht preisgeben möchte. So viel verrät sie aber doch: „Bei uns wird der Hafer mit einer Getreidequetsche nur „gedrückt“ und nicht ganz so flach gequetscht. Anschließend rösten wir die Haferflocken im Topf kurz an. Dadurch bekommen sie einen leicht nussigen Geschmack. Dann geben wir als Flüssigkeit nur Wasser dazu. Nun lassen wir die Masse mit etwas Salz leicht köcheln, bis der Porridge schön cremig sind.“

Herzhafte Variante
Den Haferbrei kann man auch als herzhafte Variante zubereiten. Dazu wird der klassische Haferbrei (mit Wasser gekocht) z. B. mit Ziegenfrischkäse, Birne, Walnüssen, Honig und Thymian verfeinert. Statt in Wasser lässt man die Haferflocken in kochender Gemüsebrühe aufquellen. Zusätzliches Salz braucht der Porridge wegen der bereits gesalzenen Gemüsebrühe dann nicht mehr.

Nahrhafte Mahlzeit
Ob fruchtig oder herzhaft, Porridge ist eine nahrhafte Mahlzeit. Die Haferflocken liefern hochwertiges Eiweiß und wertvolle Ballaststoffe, die die Verdauung anregen. Sie enthalten Vitamin B1 sowie Phosphor, Magnesium, Eisen und Zink. Außerdem wird Hafer eine cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt. Wenn man den Porridge mit Milch zubereitet, ist er zwar etwas kalorienreicher, dafür liefert die Milch zusätzlich wertvolles Kalzium. Und wer frisches Obst wie Beerenfrüchte hinzugibt (sie sind reich an Vitamin C!), gibt dem Haferbrei einen zusätzlichen Vitaminkick.

(Quelle: BZfE; Autorin: Hedda Thielking, Bergheim)

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  • Vladislav Nosik/stock.adobe.com
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