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Glaube versetzt Berge und hilft offensichtlich auch bei Liebeskummer. Das zumindest wollen amerikanische Forscher herausgefunden haben.
Gesundheit

Placebo hilft auch bei Liebeskummer

Glaube versetzt Berge und hilft offensichtlich auch bei Liebeskummer. Das zumindest wollen amerikanische Forscher herausgefunden haben. Insgesamt nahmen 40 Freiwillige, die unter Liebeskummer litten, an den Versuchen teil. Dafür sollten sie ein Foto ihres/ihrer Ex mitbringen, von dem/der sie sich in den letzten 6 Monaten getrennt hatten. Außerdem sollten sie noch das Bild eines guten Freundes bzw. einer guten Freundin mitbringen. Die Gehirnaktivitäten der Testpersonen wurden gemessen, während sie das Bild ihrer verlorenen Liebe betrachteten, das Bild des Freundes/der Freundin oder aber einem physischem Schmerzreiz (Hitze) ausgesetzt waren. Bei beiden Schmerzformen wurden die gleichen Hirnareale aktiv. Darin steckte bereits die erste wichtige Botschaft an die Testpersonen: Dein Schmerz ist real und biochemisch nachweisbar.
Anschließend bekamen die Testpersonen ein wirkstoffreies Nasenspray. Einigen wurde dies auch gesagt, anderen wurde aber weis gemacht, es handle sich um ein hochwirksames Präparat gegen emotionalen Schmerz. Dann wurden sie erneut mit den Fotos konfrontiert. Nun fühlte sich die Placebogruppe nicht nur deutlich besser, sondern empfand auch weniger Schmerz und tatsächlich wies ihr Gehirn auch andere Aktivierungsmuster auf, als sie dieses Mal Bild des/der Ex betrachteten. So waren nun Bereiche aktiver, die bei der Steuerung von Gefühlen beteiligt sind (etwa indem sie die Produktion von körpereigenen Schmerzkillern, oder Wohlfühlhormonen wie Dopamin anregen). Hingegen waren die Bereiche weniger aktiv, die im Gehirn üblicherweise bei sozialer Zurückweisung besonders anschlagen.

 

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  • Fotolia_140145711_S/takasu
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