Startseite Tipps & Termine Pflegebedürftige und Grippe: Ansteckung vermeiden
älterer Mann liegt mit einer Erkältung im Bett
Gesundheit

Pflegebedürftige und Grippe: Ansteckung vermeiden

Wer in Herbst und Winter viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kennt das: Auf engstem Raum wird geschnieft und gehustet, was das Zeug hält und die Ansteckungsgefahr steigt. Zum ungemütlichen nasskalten Wetter draußen kommen dann noch die Erkältungserreger der Mitmenschen dazu. Menschen, die zu Hause einen Angehörigen pflegen, sollten jetzt besonders vorsichtig sein, denn sie stecken nicht nur sich selbst an, sondern können die Erreger auch auf die geschwächten Pflegebedürftigen übertragen. Und für die kann eine Erkältung fatale Folgen haben. Denn zwar sind die typischen Erkältungsbeschwerden wie Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen, leichtes Fieber oft schon nach einer Woche überstanden; bei Älteren, Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr oder schweren Erkrankungen sind grippale Infekte allerdings mit schwereren Komplikationen verbunden als bei gesunden Menschen. Daher ist es für sie besonders wichtig, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Erkrankte pflegende Angehörige sollten sich möglichst von Pflegebedürftigen fern halten, bis sie wieder gesund sind. Auch Handtücher und Waschlappen sollten sie in dieser Situation nicht teilen. Beim Niesen und Husten nicht die Hand vor den Mund nehmen – das ist zwar gesellschaftlich angesehen, aber aus hygienischer Sicht fatal. Auf diesem Wege bleiben Keime an den Händen kleben und werden leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Besser ist es, ein Papiertaschentuch zu nutzen und in die Armbeuge zu niesen. Auch ein Mundschutz ist in dieser Situation sehr sinnvoll, verhindert er doch ein Übertragen von Viren und Bakterien an die Mitmenschen. Außerdem sollte man sich beim Husten und Niesen wegdrehen und möglichst Abstand halten. Auch der Einsatz von Handdesinfektionsmitteln kann helfen. Ausschlaggebend für den Erfolg ist allerdings der richtige Einsatz: Das Mittel muss gut und überall auf den Händen verteilt werden, auch zwischen den Fingern und auf den Fingerkuppen, und mindestens 30 Sekunden einwirken.

Auch wer selbst nicht erkrankt ist, kann Krankheitserreger unbemerkt an pflegebedürftige Angehörige weitergeben. Daher ist es wichtig, sich während der Grippesaison häufiger als sonst gründlich die Hände zu waschen. Zusätzlich gilt: Hände weg vom Gesicht, denn über die Schleimhäute werden Keime besonders leicht übertragen. Und auch mit banalen Maßnahmen wie regelmäßigem Stoßlüften kann man die Keimzahl verringern: Mehrmals tägliches Lüften, jeweils für etwa zehn Minuten, verringert die Keimzahl deutlich. Eine kleine Schüssel mit frischem Wasser auf der Heizung verhindert, dass die Raumluft durch das Lüften zu trocken wird.

Bildnachweis

  • Ocskay Mark/stock.adobe.com
  • Ocskay Mark/stock.adobe.com

Zusatzinhalte: