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Laut Angaben der Deutschen Nierenstiftung arbeiten die Nieren bei vier bis sechs Millionen Menschen in Deutschland nur noch eingeschränkt.
Gesundheit

Nierenschmerzen: Diagnose mit Labortests

Laut Angaben der Deutschen Nierenstiftung arbeiten die Nieren bei vier bis sechs Millionen Menschen in Deutschland nur noch eingeschränkt. Problematisch: Nierenerkrankungen verursachen lange keine Beschwerden. Manche Anzeichen lassen sich zudem leicht fehlinterpretieren. Schmerzen im Rücken führen Betroffene womöglich auf verkrampfte Muskeln durch die winterliche Laufrunde zurück; juckende Haut auf die kalte, trockene Winterluft. Bei der richtigen Diagnose helfen Labortests, so das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF).

Erste Hinweise mit Schnelltests
Die Nieren filtern Giftstoffe aus dem Körper und regulieren die Versorgung mit Flüssigkeit und Mineralstoffen. Arbeiten die Nieren nicht mehr richtig, belastet dies den gesamten Organismus. So steigt etwa das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich an. Bestimmte Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes erhöhen die Gefahr, dass auch die Nieren leiden. Ein Urinschnelltest mit einem Teststreifen erlaubt eine erste Einschätzung der Nierengesundheit. Die Teststreifen messen den Eiweißgehalt und die Blutzellen im Urin. Bei auffälligem Testergebnis muss der Urin auf Art und Menge dieser Eiweiße und Zellen weiter untersucht werden. Eine gesunde Niere scheidet pro Tag höchstens 200 Milligramm Eiweiß aus, davon höchstens 30 Milligramm des Bluteiweißes Albumin.

Nierenfunktion mit Labortest bestimmen
Um festzustellen, wie sehr die Nieren geschädigt sind, nutzen Mediziner auch Bluttests. Können die Organe das Blut nicht mehr ausreichend filtern, reichern sich Kreatinin und Harnstoff im Blut an. Je höher die Werte, desto schlechter arbeitet die Niere. Auch mittels der Glomerulären Filtrationsrate (GFR) lässt sich eine chronische Nierenschwäche frühzeitig erkennen. Die GFR zeigt an, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern können. Eine gesunde Niere reinigt pro Minute mindestens 90 Milliliter Blut. Schafft sie nur noch weniger als 60 Prozent vom Normalwert, sprechen Mediziner von einer chronischen Nierenschwäche.

Weitere Informationen enthält das IPF-Faltblatt Nierenerkrankungen“. Es kann unter www.vorsorge-online.de kostenlos heruntergeladen und bestellt werden. Weitere Bestellmöglichkeit: Postfach 12 44, 63552 Gelnhausen. Dabei unbedingt den Titel, Namen und die vollständige Adresse angeben.

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  • natali mis/stock.adobe.com
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