Startseite Tipps & Termine Neue Studie bestätigt: Walnuss-Konsum reduziert Diabetesrisiko
Walnuss-Kerne liegen in und um einer Schüssel
Ernährung

Neue Studie bestätigt: Walnusskonsum reduziert Diabetesrisik

Eine neue epidemiologische Studie, an der mehr als 34.000 amerikanische Erwachsene teilnahmen, legt nahe, dass Walnuss-Konsumenten ein etwa halb so hohes Risiko haben, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, als diejenigen, die keine Nüsse zu sich nehmen.[1] Laut der Studie der Universität von Kalifornien, Los Angeles (UCLA) lag der durchschnittliche Verzehr unter den Walnuss-Konsumenten bei etwa 1,5 Esslöffeln pro Tag. Eine Verdoppelung des Walnuss-Konsums auf drei Esslöffel ging mit einer um 47 % niedrigeren Prävalenz von Typ-2-Diabetes einher. Diese Menge liegt nahe an der empfohlenen Portionsgröße, die rund 30 Gramm oder einer Handvoll Walnüssen entspricht. Die Forscher untersuchten jedoch nicht, welche Auswirkungen ein Walnusskonsum hat, der über die doppelte Menge hinausgeht.

Diese Ergebnisse liefern weitere Argumente für einen ernährungsbasierten Ansatz zur Verringerung des Diabetesrisikos, erklärte Dr. Lenore Arab von der David Geffen School of Medicine der Universität von Kalifornien, Los Angeles. Die deutliche Assoziation, die wir in dieser Studie zwischen Walnuss-Konsum und der niedrigeren Prävalenz von Typ-2-Diabetes gesehen haben, ist ein weiterer Grund, Walnüsse in die Ernährung zu integrieren. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass Walnüsse auch für die kognitive Funktion und die Herzgesundheit von Vorteil sein können.

Die Forscher werteten die Daten des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) aus, die aus einer großen Stichprobe unter der US-Bevölkerung erhoben wurden. In dieser Studie wurden 34.121 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 85 Jahren über ihre Ernährungsgewohnheiten befragt. Ebenso wurden sie befragt,  ob bei ihnen Diabetes diagnostiziert wurde oder ob sie Medikamente gegen Diabetes nähmen. Außerdem wurden die Studienteilnehmer auf eine Diabeteserkrankung untersucht, wobei Standardlaborwerte wie Nüchtern-Plasmaglukose und Hämoglobin A1c gemessen wurden. Diejenigen, die angaben, Walnüsse zu essen, hatten seltener Typ-2-Diabetes als jene, die keine Nüsse zu sich nahmen, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Bildungsstand, BMI und Ausmaß an körperlicher Aktivität.

Menschen mit Diabetes leiden oft unter Bluthochdruck und hohen Cholesterin- oder Triglyzeridwerten, die das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle erhöhen können. In früheren Studien wurde der Zusammenhang zwischen Walnuss-Verzehr und kardiovaskulärer Gesundheit sowie Diabetes untersucht. Die Ergebnisse der aktuellen Studie stützen die These, dass Walnüsse als Teil einer gesunden Ernährung zur Verringerung des Diabetesrisikos beitragen können.

Walnüsse haben zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften: Sie sind reich an empfehlenswerten mehrfach ungesättigten Fettsäuren (ca. 0,5 g pro Gramm Walnuss) und enthalten die pflanzliche Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ca. 0,09 g pro Gramm Walnuss).

Wie bei jeder wissenschaftlichen Studie sind aber auch hier gewisse Einschränkungen zu beachten. Die Teilnehmer wurden über ihre Ernährung  der letzten  24 Stunden befragt, was unter Umständen nicht repräsentativ für das übliche Ernährungsverhalten ist. Außerdem ist es aufgrund des Querschnittscharakters der Studie nicht möglich, einen Kausalzusammenhang nachzuweisen.

Diese Studie wurde von der California Walnut Commission (CWC) finanziert. Die CWC fördert seit mehr als 25 Jahren gesundheitsbezogene Forschungsprojekte rund um das Thema Walnüsse. Zwar stellt die Kommission Geldmittel und/oder Walnüsse für verschiedene Projekte zur Verfügung. Die Studien selbst werden aber von unabhängigen Forschern durchgeführt, die sowohl über den Studienaufbau entscheiden als auch die Ergebnisse auswerten und den Forschungsbericht erstellen. 

Den vollständigen Abstract der Studie können Sie unter https://doi.org/10.1002/dmrr.3031 einsehen.

[1] Arab L, Dhaliwal SK, Martin CJ, et al. Association between walnut consumption and diabetes risk in  [published online ahead of print June 21, 2018]. Diabetes Metab Res Rev. doi.org/10.1002/dmrr.3031

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  • Igor Normann/stock.adobe.com
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