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junges Paar in sommerlichen Sportoutfits beim langsamen Joggen
Bewegung

Mit Slow Jogging zu mehr Bewegung

Höher, schneller, weiter – wer mit diesem Konzept nicht viel anfangen kann, für den ist Slow Jogging vielleicht das Richtige. Die Idee: langsam laufen, die Gelenke schonen und dabei trotzdem fit werden.

Erfunden hat Slow Jogging der japanische Sportphysiologe Prof. Hiroaki Tanaka schon vor vielen Jahren. Der entscheidende Unterschied zum Joggen ist nur vordergründig das Tempo. Viel wichtiger: Statt wie beim Rennen zuerst mit der Ferse aufzusetzen, setzt der Slow Jogger die Füße mit dem Mittelfuß auf – also da, wo man auch beim Hüpfen landet. Durch diese Art zu laufen werden Knie, Hüften und Wirbelsäule deutlich weniger belastet.

Dass man nicht so schnell vorankommt, liegt auch an der Schrittlänge. Denn man macht viele kleine Schritte, mindestens 180 pro Minute sollten es sein. Für jemanden, der normales Jogging gewöhnt ist, sind das eine ganze Menge. Wer seine Schritte nicht zählen möchte, sucht sich einfach Musik mit 180 bpm und trabt dann im Takt. Ansonsten läuft der Slow Jogger aufrecht, die Arme schwingen angewinkelt locker mit, und er schaut dabei in die Ferne.

Angst, dass man durch das Slow Jogging keinen echten Trainingseffekt erzielt, muss man nicht haben. Mit der Zeit werde man auf jeden Fall fitter und schule die Ausdauer, so die Meinung der Experten. Routinierte Läufer allerdings dürfen auf keinen Fall gleich eine Stunde Slow Joggen, denn der Stil beansprucht Achillessehnen und Waden extrem. Lieber erstmal eine Minute Slow Joggen, dann eine halbe bis eine Minute Gehen, immer im Wechsel. Das ungefähr ein bis zwei Wochen lang beim Training so machen, bis sich der Körper an die ungewohnte Gangart gewöhnt hat.

Wichtig fürs Slow Joggen sind wie beim normalen Joggen die richtigen Schuhe. Klassische Joggingschuhe mit dick gepolsterter Ferse eignen sich für den Mittelfußlauf nicht, betont Hertel. Stattdessen sollten Langsam-Läufer zu einem Schuh mit biegsamer Sohle und wenig Höhenunterschied zwischen Ferse und Spitze greifen. Diese sogenannte Sprengung sollte nicht mehr als acht Millimeter betragen.

(Quelle: dpa)

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  • Boggy/stock.adobe.com
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