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Frauen beim Krafttraining im Fitnessstudio
Bewegung

Kraft- oder Ausdauertraining? Am besten beides! 

Kraft- oder Ausdauertraining? Bei dieser „Glaubensfrage“ landet unweigerlich, wer im Fitnessstudio etwas für die Gesundheit tun und den Pfunden zu Leibe rücken will. Das Hanteltraining formt und stählt, behaupten die einen. Auf dem Laufband purzeln die Pfunde, kontern die anderen. Was also tun? „Wer seinen Körper effektiv trainieren will, setzt am besten abwechselnd auf Ausdauer- und Krafttraining“, rät Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der BARMER.

Allem voran sollte man sich realistische Ziele im Fitnessstudio setzen. „Überzogene Trainingspläne führen nur dazu, dass man frustriert das Handtuch wirft“, sagt Möhlendick. Besser ist es, zusammen mit dem Trainer einen moderaten Plan zu erstellen, der auf die persönlichen Ziele ausgerichtet ist und diesen dann diszipliniert anzugehen. Zudem sollte man vorher im Zweifelsfall mit dem Arzt abklären, ob und welche Form von Training für einen selbst infrage kommt.

Als grobe Faustregel gilt laut Möhlendick: Wer seine Muskeln aufbauen will, sollte nach dem Aufwärmen zunächst Krafttraining machen. So hat man noch genug Energie und Konzentration, um die Übungen sauber durchzuführen. Wer dagegen auf Ausdauer und Gewichtsverlust setzt, wählt die umgekehrte Reihenfolge. Am besten, so Möhlendick, beginnt man dem Training, auf dem der individuelle Fokus liegt.

Beim Lauftraining kommt es auf die richtige Pulsfrequenz an

„Beim regelmäßigem Ausdauertraining, etwa auf einem Crosstrainer oder dem Laufband, sinkt auf längere Sicht der Ruhepuls, und bei Belastung steigt der Puls nicht mehr so schnell“, sagt Möhlendick. Zudem minimiert das Kardiotraining das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen und fördert die Durchblutung der Zellen. Nicht zuletzt verbrennt man Kalorien. Allerdings, so der Sportwissenschaftler, sollte man als Gesundheits- oder Freizeitsportler eher selten am Limit trainieren, weil dies zur Erschöpfung und zu längeren Regenerationsphasen führt. Wer diese nicht einhält, kann seinem Körper ernsthaft schaden. „Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt beim Kardio-Training eine Pulsuhr zur Messung der Herzfrequenz. Für eine bestmögliche Fettverbrennung ist es wichtig, die Herzfrequenz bei etwa 60 bis 70 Prozent der maximalen einzupendeln“, rät Möhlendick.

Durch Krafttraining verbrennt man Kalorien auch noch viele Stunden später

„Auf lange Sicht ist aber nicht nur das Ausdauer-, sondern auch das Krafttraining eine sehr effektive Methode, um Fett zu verbrennen“, sagt Möhlendick. Ausdauersportler verbrennen zwar mehr Fett als Kraftsportler, bauen jedoch weniger Muskelmasse auf. Beim regelmäßigen Krafttraining hingegen ist der Energieverbrauch in Ruhe höher. Man verbrennt also auch auf dem Sofa mehr Kalorien. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Möhlendick,  nach Möglichkeit Kraft- und Ausdauertraining zu kombinieren.  „Am Ende gibt es nicht den einen Königsweg, der zum persönlichen Wohlfühlkörper führt“, sagt Möhlendick. Wer an einem Tag Krafttraining macht, am nächsten auf den Crosstrainer geht und zwischendurch mal einen Tag als Ruhepause einlegt, verfolgt eine gute Mischung. „Die persönlichen Vorlieben entscheiden natürlich mit über den Trainingsplan“, sagt Möhlendick. Denn ohne Spaß am Training hält niemand lange durch.

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  • Robert Kneschke/stock.adobe.com
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