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Hochschwangere Frau sitzt entspannt am Strand
Gesundheit

Infektionen in der Schwangerschaft erkennen

Der Sommer gehört zu den geburtenstärksten Jahreszeiten. Bei aller Vorfreude aufs Baby können Infektionen die Schwangerschaft erschweren. Dazu zählen etwa Virusinfektionen wie Röteln oder Hepatitis. Auch Toxoplasmose- und Zytomegalie-Viren können die Gesundheit von Mutter und Ungeborenen gefährden. Mit Labortests spüren Mediziner Risiken auf und können Infektionen rechtzeitig behandeln, so das IPF.

Röteln-Impfstatus ermitteln

Die Mutterschafts-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA ) regelt, welche Leistungen alle Krankenkassen für Schwangere bezahlen müssen. Dazu gehören auch Labortests. Fehlt etwa ein eindeutiger Nachweis, dass die Schwangere gegen Röteln geimpft ist, prüfen Ärzte mittels Bluttest den Impfstatus. Zwar lässt sich die Impfung in der Schwangerschaft nicht nachholen. Betroffene können jedoch Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät etwa dazu, möglichst nur mit Personen in Kontakt zu kommen, die selbst durch Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung geschützt sind und im Zweifelsfall größere Veranstaltungen zu meiden.

Auf Toxoplasmose und Zytomegalie testen

Toxoplasmose-Erreger verbergen sich in Katzenkot, halbgarem Fleisch sowie in ungewaschenem Obst und Gemüse. Die Infektion kann Augen und Gehirn des Ungeborenen schädigen und schwerste Missbildungen verursachen. Besteht der Verdacht auf eine Infektion, übernehmen Krankenkassen die Kosten für einen Bluttest auf entsprechende Antikörper. Manche Kassen zahlen den Test auch, wenn kein Krankheitsverdacht vorliegt. Steckt sich eine Frau in der Schwangerschaft erstmals mit Zytomegalie-Viren an, besteht ein etwa zehnprozentiges Risiko, dass das Neugeborene schwere Schäden an Gehirn, Lunge, Leber und Augen davonträgt. Babys können sich auch über die Muttermilch noch anstecken. Darum raten Fachgesellschaften zu einem Bluttest auf Antikörper bei allen Schwangeren. In den Mutterschafts-Richtlinien ist diese Untersuchung bisher allerdings noch nicht vorgesehen.

Weitere Informationen enthalten der Beitrag „Im Fokus: Schwangerschaftsdiagnostik“ sowie die IPF-Faltblätter „Infektionen in der Schwangerschaft“ und „Schwangere und Neugeborene: Tests für die Gesundheit„. Sie können kostenlos heruntergeladen und bestellt werden. Weitere Bestellmöglichkeit: Postfach 12 44, 63552 Gelnhausen. Dabei unbedingt den Titel, Namen und vollständige Adresse angeben.

(Quelle: Infozentrum für Prävention und Früherkennung)

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