Mann mittleren Alters fasst sich in der Herzgegend an die Brust.
Gesundheit

Was ist eigentlich eine Herzneurose?

Die Herzneurose, Herzangst oder auch Kardiophobie zählt zu den Angststörungen. Betroffene sind davon überzeugt, eine Herzerkrankung zu haben oder einen Herzinfarkt zu erleiden, obwohl es dafür keinerlei organische Ursachen gibt.
Brustschmerzen und -stiche, Herzrasen, Herzstolpern oder Atemnot – Herzbeschwerden können lebensbedrohlich sein. Deshalb sollten derlei Symptome immer ernstgenommen und medizinisch abgeklärt werden. Bestehen jedoch trotz umfänglicher Untersuchungen keinerlei Anzeichen für eine ernsthafte Herzerkrankung, kann eine Herzneurose hinter den Beschwerden stecken. Betroffene durchleben die Herzbeschwerden durchaus als real, da die Angstanfälle und Panikattacken zu spürbaren körperlichen Symptomen führen können, die echten Herzbeschwerden ähneln. Ein Teufelskreis. Wodurch Betroffene sich in ihrer Überzeugung bestärkt fühlen, tatsächlich herzkrank zu sein, obwohl ihr Herz gesund ist.
Die wahre Ursache für eine Herzneurose ist psychisch begründet. Betroffene suchen sich ein Ventil für unbewusste oder unbewältigte Ängste. Demzufolge kann bei einer Herzneurose letztlich nicht der Kardiologe helfen. Allenfalls, indem er betroffenen Patientinnen und Patienten behutsam vermittelt, dass eher eine psychotherapeutische Behandlung dazu beitragen kann, die Angststörung zu besiegen.

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