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Um die Bakterienzahl im Schwimmbad möglichst gering zu halten, wird das Wasser gechlort, dem Wasser Chlor werden also abspaltende Verbindungen zugesetzt.
Gesundheit

Chlor im Schwimmbad: Unbeschwerter Badespaß für Kinder?

Um die Bakterienzahl im Schwimmbad möglichst gering zu halten, wird das Wasser gechlort, das bedeutet, es werden dem Wasser Chlor abspaltende Verbindungen zugesetzt. Chlor bindet im Badewasser sofort an Mikroorganismen, hindert sie an der Vermehrung und reinigt so das Wasser besonders effektiv. Durch den Einsatz von Chlor entstehen allerdings auch Nebenprodukte, vor allem Chloramine und Trihalogenmethane. Chloramine machen den typischen Schwimmbadgeruch aus und sind der Grund dafür, dass die Kinder mit geröteten Augen nach Hause kommen. Zu den Trihalogenmethane gehört beispielsweise auch Chloroform, das in sehr hoher Konzentration krebsauslösend wirkt. Diese hohen Konzentrationen sind in Schwimmbädern jedoch nicht zu befürchten. Insgesamt ist die Studienlage zum Zusammenhang zwischen der Chlorung des Wassers, den entstehenden Nebenprodukten und Atemwegserkrankungen eher unklar. Es gibt unterschiedliche Studien darüber, ob sich die Chlorung beispielsweise nachteilig speziell auf die Gesundheit von Asthmatikern auswirkt, wobei unstrittig ist, dass das Training die körperliche Leistungsfähigkeit erhöht, das Lungenvolumen vergrößert und die Atemtechnik verbessert. Klar ist außerdem auch: Insgesamt stellen regelmäßige Schwimmbadbesuche kein gesundheitliches Risiko dar.

Aus Expertensicht überwiegen die Vorteile der Chlorung des Wassers klar gegenüber den Nachteilen. Wer in Bezug auf sein Kind aber unsicher ist, sollte darauf achten, ob der Nachwuchs empfindlich auf die Schwimmbadluft reagiert Wer mit seinem Nachwuchs schwimmen geht, kann selbst schon viel für die Wasserqualität tun und die Chlorkonzentration indirekt beeinflussen, indem die ganze Familie vor dem Baden gründlich duscht. Denn weil dadurch weniger Keime ins Wasser getragen werden, muss weniger Chlor zur Reinigung eingesetzt werden.

So bleibt der Schwimmbadbesuch unbeschwert:

  • Eine Schwimmbrille kann Kinderaugen schützen, wenn sie empfindlich reagieren.
  • Nach dem Baden gründlich duschen, um die Haut von Chlorresten zu befreien. Eine milde Lotion pflegt die Haut.
  • Haare und Ohren mit dem Fön trocknen, dabei mit niedriger Wärmestufe kurz und vorsichtig ins Ohr blasen.
  • Nach dem Schwimmen einen Tropfen Oliven- oder Babyöl ins Ohr geben. Es erschwert die Verbreitung von Keimen im Innenohr und kann Entzündungen vorbeugen.

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  • seventyfour/stock.adobe.com
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