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Der vielseitige Klassiker Roggen-Vollkornbrot ist vom Deutschen Brotinstitut e.V. zum Brot des Jahres 2020 ausgewählt worden.
Ernährung

Brot des Jahres 2020: Roggen-Vollkornbrot

Der vielseitige Klassiker Roggen-Vollkornbrot ist vom Deutschen Brotinstitut e.V. zum Brot des Jahres 2020 ausgewählt worden, weil es den Wissenschaftlichen Beirat mit seinen vielfältigen regionalen Ausprägungen und seinem ernährungsphysiologischen Wert überzeugt hat. Die Wahl ist auch ein Zeichen, um dem rückläufigen Anbau des traditionellen deutschen Kulturgetreides Roggen entgegen zu wirken.

Von Pumpernickel bis Schwarzbrot: die große Vielfalt des Roggen‐Vollkornbrotes

Das Brot des Jahres 2020 gilt als typisch deutsche Brotsorte und ist ein Klassiker unserer Brotkultur, als immaterielles Kulturerbe Deutschlands. Nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches enthält ein Roggen‐Vollkornbrot, bezogen auf die insgesamt enthaltenen Mahlerzeugnisse, mindestens 90 % Roggen inkl. Schalen und Keimling. Das ganze Roggenkorn kann dabei fein gemahlen oder grob geschrotet sein. Rezepturen, die Formgebung und das Backverfahren sind dem Bäcker freigestellt, so dass es in den verschiedenen Regionen in Deutschland traditionell viele Arten von Roggen‐Vollkornbroten gibt. So gehört der Westfälische Pumpernickel ebenso zu dieser Brotsorte wie das Hamburger Schwarzbrot, das Ammerländer Vollkornbrot, das Rheinische Schwarzbrot oder das Schinkenbrot, welches allerdings keinen Schinken enthält, sondern als Brot zum Schinken gereicht wird. Roggen‐Vollkornbrote werden traditionell mit Sauerteig hergestellt und sehr häufig mit Ölsaaten, wie z.B. Sonnenblumen‐ kernen, oder Nüssen als Zutat zum Teig ergänzt. Das ist nicht nur vorteilhaft für eine ausgewogene Ernährung, sondern macht das Brot auch zum besonderen Genusserlebnis. Roggen‐Vollkornbrote eignen sich für eine Vielzahl an Brotaufstrichen und ‐belägen und sorgen damit für eine abwechslungsreiche Kost. Hoher

Ballaststoffgehalt bei günstigem Nährwertprofil

Ein Roggen‐Vollkornbrot hat rund 25 % weniger Kalorien als die gleiche Menge Weißbrot. Der ernährungsphysiologische Wert von Roggen‐Vollkornbroten liegt besonders in ihrem Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Der hohe Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf das Sättigungsgefühl und die Darmtätigkeit aus. Außerdem helfen die Ballaststoffe den Glukose‐ anstieg im Blut bei der Aufnahme zucker‐ und stärkehaltiger Lebensmittel zu verlangsamen. Da es wissenschaftlich begründete Hinweise darauf gibt, dass eine hohe Ballaststoffaufnahme das Risiko vermindert, an Diabetes und Dickdarmkrebs zu erkranken, wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung der regelmäßige Verzehr von Vollkornbroten empfohlen. Nachdem der Roggen das Brotgetreide mit dem höchsten Anteil an Ballaststoffen ist, gilt dies in besonderem Maße für Brote aus Roggen wie z.B. das Brot des Jahres 2020

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  • Printemps/stock.adobe.com
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