Startseite Tipps & Termine Arzneimittel und Grapefruits – nicht immer eine gute Kombination
aufgeschnittene Grapefruit
Gesundheit

Arzneimittel und Grapefruits – keine gute Kombination

Dass viele Arzneistoffe in Kombination mit Lebensmitteln anders als gewünscht reagieren, ist grundsätzlich bekannt – vor allem bei Alkohol und Milchprodukten, aber auch die Grapefruit verträgt sich nicht mit allen Arzneien. Grund für mögliche Wechselwirkungen sind in der Grapefruit enthaltene Substanzen, die Enzyme in der Darmwand hemmen und so die Konzentration der Wirkstoffe erhöhen. So kann sich beispielsweise bei CSE-Hemmern, die den Cholesterinspiegel senken sollen, die Wirkung ungewollt verstärken. Die Folge: Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen und Magen-Darmbeschwerden können häufiger auftreten. Bei Mitteln, die zur Senkung des Blutdrucks oder für das Herz eingenommen werden – so genannten Calciumkanalblockern – bestehe die Gefahr, dass diese in stark erhöhter Konzentration im Blutkreislauf auftreten und Schwindel und Herzbeschwerden verursachen. Solche Wechselwirkungen nach dem Grapefruit-Verzehr müssen nicht, können aber auftreten. Dies gilt im Übrigen auch für Pampelmusen und Pomelos. Patienten mit Symptomen sollten umgehend mit einem Arzt sprechen.
Übrigens: Exotische Joghurts, Marmeladen und auch die beliebten Smoothies oder andere Säfte enthalten häufig Grapefruit-Extrakte. Hier helfe ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Eine zeitliche Trennung von Medikamenteneinnahme und Grapefruitgenuss nützt nichts, Patienten können aber beruhigt zu anderen Obstsorten greifen.

Bildnachweis

  • Ildi/stock.adobe.com
  • Ildi/stock.adobe.com

Zusatzinhalte: