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Medizinische Notfälle an Bord eines Flugzeugs sind häufiger als allgemein angenommen. Laut Schätzungen ereignen sich pro Jahr weltweit rund 44.000 Notfälle in Flugzeugen.
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Gar nicht so selten: Medizinische Notfälle in Flugzeugen

Wie häufig sind eigentlich medizinische Notfälle im Flugzeug?

Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER:
„Medizinische Notfälle an Bord eines Flugzeugs sind häufiger als allgemein angenommen. Laut Schätzungen ereignen sich pro Jahr weltweit rund 44.000 Notfälle in Flugzeugen, oder, anders ausgedrückt, auf 604 Flüge kommt es zu mindestens einem Notfall. Gründe sind vor allem Bewusstlosigkeit, Atemprobleme, Übelkeit, Krampfanfälle und Herzprobleme. Letztere sind auch der häufigste Grund für unplanmäßige Notlandungen. Die zunehmende Zahl von Notfällen hängt vorwiegend mit der steigenden Zahl von Fluggästen zusammen. Mittlerweile verreisen jährlich 2,75 Milliarden Menschen im Flugzeug. Darunter sind natürlich auch viele ältere Reisende mit entsprechenden Vorerkrankungen. Gerade auf langen Flügen kann der niedrige Luftdruck im Flugzeug, die sehr trockene Luft und geringe Bewegungsfreiheit zu gesundheitlichen Problemen führen.

Bei einem Notfall in der Luft kann zunächst das Bordpersonal helfen. Es ist je nach Fluggesellschaft unterschiedlich intensiv in der Kommunikation mit dem Betroffenen, dem Cockpit und der medizinischen Kontaktstelle am Boden geschult. Auch die Anwendung des Notfallkoffers an Bord ist der Crew bekannt. Dieser ist je nach zuständiger Luftfahrtbehörde unterschiedlich bestückt. Auf Deutschen Fluglinien beinhaltet er beispielsweise einen Beatmungsbeutel, ein Intubationsset, ein Skalpell, ein Geburtshilfeset und Medikamente wie Adrenalin, Antihistaminika, Analgetika, Glukose und Kortison.“

Medizinische Notfälle an Bord eines Flugzeugs sind häufiger als allgemein angenommen. Laut Schätzungen ereignen sich pro Jahr weltweit rund 44.000 Notfälle in Flugzeugen, oder, anders ausgedrückt, auf 604 Flüge kommt es zu mindestens einem Notfall. Gründe sind vor allem Bewusstlosigkeit, Atemprobleme, Übelkeit, Krampfanfälle und Herzprobleme. Letztere sind auch der häufigste Grund für unplanmäßige Notlandungen. Die zunehmende Zahl von Notfällen hängt vorwiegend mit der steigenden Zahl von Fluggästen zusammen. Mittlerweile verreisen jährlich 2,75 Milliarden Menschen im Flugzeug. Darunter sind natürlich auch viele ältere Reisende mit entsprechenden Vorerkrankungen. Gerade auf langen Flügen kann der niedrige Luftdruck im Flugzeug, die sehr trockene Luft und geringe Bewegungsfreiheit zu gesundheitlichen Problemen führen.
Bei einem Notfall in der Luft kann zunächst das Bordpersonal helfen. Es ist je nach Fluggesellschaft unterschiedlich intensiv in der Kommunikation mit dem Betroffenen, dem Cockpit und einer medizinischen Kontaktstelle am Boden geschult. Auch die Anwendung des Notfallkoffers an Bord ist der Crew bekannt. Dieser ist je nach zuständiger Luftfahrtbehörde unterschiedlich bestückt. Auf Deutschen Fluglinien beinhaltet er beispielsweise einen Beatmungsbeutel, ein Intubations-Set, ein Skalpell, ein Geburtshilfe-Set und Medikamente wie Adrenalin, Antihistaminika, Analgetika, Glukose und Kortison.

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  • Jasmin Merdan/stock.adobe.com
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