In Deutschland leben rund 500.000 Menschen mit der Diagnose Epilepsie und können jederzeit einen epileptischen Anfall haben.
Gesundheit

Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall

In Deutschland leben rund 500.000 Menschen mit der Diagnose Epilepsie und können jederzeit einen epileptischen Anfall haben. Doch auch ohne neurologische Erkrankung können, ausgelöst durch z.B. Alkohol(-entzug), Fieber, Medikamente oder Schlafmangel, Krampfanfälle auftreten. Für Außenstehende ist es wichtig, zu wissen, wie sie helfen können.

Keine Panik, sondern Ruhe bewahren

Bei epileptischen Anfällen kommt es vor, dass Betroffene unter unkontrollierten Muskelkrämpfen leiden und das Bewusstsein verlieren. Wichtig ist für Außenstehende, die einen Krampfanfall miterleben, Ruhe zu bewahren und zu helfen. Die unkontrollierten Bewegungen sollte man nicht unterbrechen und demjenigen auch nichts zwischen die Kiefer klemmen, da die Verletzungsgefahr viel größer ist als der vermeintliche Nutzen. Der Krampfanfall geht in aller Regel innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder vorbei. Um Betroffene vor Verletzungen zu schützen, sollten Möbel und andere Gegenstände, an denen sich Krampfende verletzen können, unbedingt aus dem Weg geräumt werden. Eine weiche Unterlage schützt den Kopf vor Verletzungen. In der Öffentlichkeit sollte man Betroffene möglichst aus Gefahrenzonen, wie dem Straßenverkehr, bringen.

Stabile Seitenlage und ärztliche Versorgung

Während eines Krampfanfalls hilft es, die Dauer des Anfalls im Blick zu haben. Nach einem Krampfanfall kommen Betroffene am besten in der stabilen Seitenlage zu sich. Da Betroffene in der Aufwachphase häufig verwirrt und desorientiert sind, sollte man sie nicht allein lassen. Eine ärztliche Versorgung ist notwendig, wenn der Anfall länger als fünf Minuten dauert, rasch ein zweiter Anfall folgt oder der Patient längere Zeit nicht richtig auf Ansprache reagiert. Ist es für den Betroffenen übrigens der erste Krampfanfall, sollte umgehend eine ärztliche Abklärung stattfinden.