Nach einem Unfall oder einer Operation bekommen viele Menschen Ruhe verordnet, doch besonders bei längerer Bettruhe drohen gesundheitliche Gefahren.
Gesundheit

Längere Bettruhe birgt Risiken

Nach einem Unfall oder einer Operation bekommen viele Menschen Ruhe verordnet, doch besonders bei strikter längerer Bettruhe drohen gesundheitliche Gefahren wie beispielsweise eine Lungenentzündung oder Thrombosen. Außerdem steigt in der waagerechten Position die Gefahr, sich zu verschlucken. Flüssigkeiten oder feste Nahrung können in die Lunge eindringen und eine Entzündung verursachen.

Atemübungen für eine bessere Durchlüftung der Lunge
Besonders bei Älteren in schlechtem Allgemeinzustand, die eine Grippe oder Erkältung haben, steigt das Risiko einer Lungenentzündung schon nach wenigen Tagen. Weil gerade die unteren Lungenabschnitte schlechter belüftet werden, seien Atemübungen zur Vorbeugung wichtig. So können Patienten etwa einen Luftballon aufblasen oder mit einem Strohhalm versuchen, einen Wattebausch wegzupusten. Tiefe Atemzüge mit Ausatmung durch halb geschlossene Lippen seien ebenfalls eine Möglichkeit.

Muskelabbau beginnt schon nach wenigen Tagen
Schon nach wenigen Tagen im Liegen baut der Körper außerdem Muskeln ab, was zusätzlich den Kreislauf schwächt. Die Folge: Patienten vermeiden Anstrengungen. Das ist ein Teufelskreis, denn gerade jetzt ist Bewegung wichtig, um die Bettruhe früh beenden zu können. Leichte Übungen, wie das Beugen und Strecken der Arme, vermindern den Muskelabbau und bringen den Kreislauf auf Trab. Beinbeugen und einfaches Kreisen der Füße reduzieren zusätzlich die Thrombosegefahr.

Nur wer schmerzfrei ist, kann trainieren
Eine Schmerztherapie kann bei den Übungen unterstützend wirken und zusätzlich das Risiko einer Lungenentzündung mindern. Sie sollte aber immer mit einem Arzt besprochen werden.