Zur Weihnachtszeit Plätzchen backen – diese Tradition wird das etwas schwieriger, wenn ein Kind an einer Hühnereiweißallergie leidet.
Gesundheit

Hühnereiweißallergie bei Kleinkindern

Zur Weihnachtszeit Plätzchen backen – das gehört für viele Familien und Kindertagesstätten jetzt dazu. Allerdings wird das etwas schwieriger, wenn das Kind an einer Hühnereiweißallergie leidet: Davon sind eher die Kleinen bis zu zwei Jahren betroffen. Auftreten können dabei Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis hin zu einem anaphylaktischen Schock. Wer beim Kochen und Backen ein paar Tipps beachtet, kann das Risiko aber minimieren.

Auf Ei verzichten

Ist eine Hühnereiweißallergie durch einen Allergologen bestätigt, müssen Ei und Eiprodukte vom Speiseplan gestrichen werden. Dazu gehören alle Speisen, die normalerweise mit Ei hergestellt sind, also beispielsweise Pfannkuchen, Cremespeisen, Kuchen und Weihnachtsgebäck, aber auch Panaden von Fleisch und Fisch. Allerdings reicht es nicht aus, einfach die Eier beim Kochen wegzulassen, denn die Allergieauslöser stecken oft auch in fertigen Soßen und Suppen, Eis, Pudding, Brühe, Teigwaren wie Nudeln oder Spätzle oder süßem Brot und Brötchen. Daher ist nach der Diagnosestellung eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll.

Zutatenliste prüfen

Beim Einkauf sollte man einen Blick auf die Zutatenliste werfen, denn seit 2005 muss Ei dort entsprechend gekennzeichnet werden. Neben Eiöl, Eiprotein, Flüssigei Flüssigeigelb, Gefrierei, Trockenei, Trockeneiweiß und Trockeneigelb sollte man auch auf (Ovo)Albumin, Ovo-Protein, Simplesse, E 322 Lecithin (Ei) und E 1105 Lysosym (Ei) achten. Für lose abgegebene Lebensmittel besteht derzeit noch keine Kennzeichnungspflicht, daher sollte man beim Bäcker oder Metzger lieber nachfragen.

Alternativen für zu Hause

Wer selber ohne Ei kochen und backen möchte, kann auf geschmacksneutrale Ei-Ersatzprodukte unter anderem aus dem Reformhaus oder dem Biomarkt zurückgreifen. Um Kuchen und Plätzchen zu lockern, eignet sich beispielsweise eine Mischung aus einem Esslöffel Pflanzenöl, zwei Esslöffel Wasser und einem halben Teelöffel Backpulver. Gebäck aus Hefeteig kann man gut gänzlich ohne Ei herstellen. Für Süßspeisen verwendet man Gelatine als Dickungsmittel, dabei entspricht ein Teelöffel einem Ei. Auch als Dickungsmittel geeignet sind Johannisbrotkern- oder Pfeilwurzmehl.