Die Festivalsaison ist in vollem Gang. Tausende zieht es zum Campen und Feiern auf Wiesen und Zeltplätze. Das Problem: Hierbei fallen riesige Müllberge an.
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Spaß im Freien ohne Müllberge

Die Festivalsaison ist in vollem Gang. Tausende Menschen zieht es zum Campen, Feiern und Seele baumeln lassen auf Wiesen und Zeltplätze. Das Problem: Hierbei fallen riesige Mengen Müll an. So blieben beispielsweise bei „Rock im Park“ 2019 nach drei Tagen Festival rund 300 Tonnen Abfall auf dem Gelände zurück. Das muss nicht sein: „Der Nachhaltige Warenkorb“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) informiert, wie das gemeinsame Zelten und Feiern auch ohne Müllberge gelingen.

Müllvermeidung fängt zu Hause an

Schon bei der Vorbereitung eines Campingausflugs oder Festivalbesuchs lässt sich Müll vermeiden. Statten Sie sich mit Mehrweggeschirr aus, um auf Pappteller und Plastikbecher verzichten zu können. Wenn Sie Getränke, wie Softdrinks mitnehmen, kaufen Sie diese am besten in Mehrwegflaschen, denn das Recycling-System schont die Umwelt. Noch besser: Packen Sie eine Trinkflasche oder einen Trinkbeutel ein, um mit Leitungswasser den Durst zwischendurch zu stillen. Immer mehr Festivals und Campingplätze stellen Trinkwasserbrunnen zur Verfügung, die Sie mit Ihrer Flasche nutzen können. Das spart obendrein auch jede Menge Geld.

Lebensmittelabfälle vermeiden – von Anfang an

Die Verpflegung für den Ausflug können Sie bereits zu Hause vorbereiten und zum Beispiel in einer wiederverwendbaren Lunchbox transportieren. In Plastik verpackte To-go-Produkte werden so überflüssig. Um gerade beim Camping Lebensmittelabfälle zu vermeiden, können Sie schon im Vorfeld darauf achten, dass Sie nur einpacken, was Sie auch wirklich (ver)brauchen. Wer sein Essen vor Ort mithilfe einer elektrischen Kühlbox richtig kühlt, verhindert zudem, dass Lebensmittel unnötig schnell verderben.

Bloß keine Einwegzelte

Gerade zur Festivalsaison greifen viele Menschen auf billige Zelte zum Einmalgebrauch zurück – und lassen diese nach dem Event einfach auf den Wiesen oder Zeltplätzen stehen. Um diese Ressourcenverschwendung zu vermeiden, achten Sie bei der Wahl Ihres Zeltes auf Qualität und leichte Transportierbarkeit. Somit können Sie den mobilen Unterschlupf am Ende des Ausflugs schnell zusammenpacken und wiederverwenden.

Mehr Solarenergie, weniger Sondermüll 

Wenn es nachts dunkel wird, braucht man Lampen – und diese brauchen Strom. Konventionelle Produkte funktionieren zumeist mit umweltschädlichen Lithium-Batterien. Wer stattdessen solarbetriebene Lampen nutzt, spart Energie und erzeugt keinen toxischen Müll. Tagsüber legt man die Panels einfach in die Sonne, abends hat man Strom. Auch für Smartphones gibt es mittlerweile solarbetriebene Ladestationen, die einem den Betrieb mit Ökostrom ermöglichen.
Und bevor Sie sich ein solches Produkt oder ein Zelt neu zulegen: Hören Sie sich doch mal in Ihrem Freundeskreis um. Vielleicht hat jemand das passende zur Hand und Sie können es sich leihen – das spart Geld und Rohstoffe.

Den eigenen Müll richtig entsorgen

Mitgebrachte Mülltüten helfen, von Anfang an für Ordnung zu sorgen, damit das Aufräumen am Ende kein großer Akt wird. Auch wenn zum Beispiel leere Batterienübrig oder Elektrogeräte kaputt gegangen sind, sollten Sie diese unbedingt einpacken und zuhause fachgerecht entsorgen. Nur so können seltene Erden oder auch giftige Inhaltsstoffe richtig verwertet werden. Und so manches lässt sich vielleicht sogar reparieren. Repaircafés bieten hierfür oft kostenlose Möglichkeiten. Auch recycelbare Verpackungsreste und Ähnliches sollten Sie wieder mitnehmen, wenn es vor Ort keine Wertstofftonne gibt.

Als Raucherin oder Raucher packen Sie am besten einen mobilen Aschenbecher ein und leeren diesen noch vor Ort in den Restmüll. Herkömmliche Zigarettenfilter bestehen aus Cellulose-Acetat, das mit Chemikalien angereichert ist und sich erst nach zehn bis 15 Jahren auf natürliche Weise zersetzt. Wenn diese Filter in der Landschaft liegen bleiben, verursachen sie durch die in ihnen gesammelten Giftstoffe große Schäden an Böden und Gewässern.

(Quelle: Nachhaltiger Warenkorb)