Viele Frauen kennen den brennenden Schmerz, den eine Blasenentzündung (auch Zystitis genannt) beim Wasserlassen auslöst.
Gesundheit

Blasenentzündung Unangenehmer Begleiter in Herbst und Winter

Ist es draußen nass und kalt, kann sich auch die Blase erkälten. Viele Frauen kennen den brennenden Schmerz, den eine Blasenentzündung (auch Zystitis genannt) beim Wasserlassen auslöst. Schuld daran sind Bakterien, die über die Harnröhre eindringen. Mit Wärme und viel Trinken lässt sich eine Blasenentzündung allerdings nicht nur behandeln, sondern auch ganz verhindern. Mal kurz auf ein Mäuerchen setzen und auf den Bus warten, nasse Füße oder eine zu kurze Jacke – das sind klassische Auslöser für eine Blasenentzündung. Denn wenn Füße und Unterleib auskühlen, verengen sich die Gefäße und die Durchblutung im Beckenbereich sinkt. Die weißen Blutkörperchen können eingedrungene Keime dann nicht mehr so effektiv bekämpfen, und es kann zu einer Blasenentzündung kommen. Typische Symptome sind starke Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, zusätzlich ständiger Harndrang mit oft nur kleinen Urinmengen. Wer merkt, dass eine Blasenentzündung im Anmarsch ist, sollte unbedingt viel trinken – auch wenn und gerade weil der Gang zur Toilette dadurch häufiger wird. Das klingt widersprüchlich, macht aber Sinn, denn durch die hohe Trinkmenge können die Bakterien mit dem Urin leichter aus der Blase ausgeschwemmt werden. Pflanzen, die eine harntreibende, entzündungshemmende oder urinsäuernde Wirkung haben, eignen sich besonders gut. Dazu gehören beispielsweise Kamille, Salbei, Goldrutenkraut oder Cranberry. Außerdem helfen Ruhe und Wärme: Ein warmes Bad hilft gegen die Schmerzen, und anschließend geht es mit einer Wärmflasche ins Bett.

Selbsthilfe hilft nicht? Dann ab zum Arzt!

Bessern sich die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht, ist der Gang zum Arzt notwendig. Er nimmt einen Urintest vor und verschreibt gegebenenfalls ein Antibiotikum. Bei zusätzlich auftretendem Fieber, trübem oder blutigem Urin oder auch Rücken- und Flankenschmerzen sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Schwangere, Diabetiker, Kinder und Männer sollten gar nicht abwarten, denn bei ihnen verläuft eine Blasenentzündung oft schwer.

Wer es gar nicht erst zur Blasenentzündung kommen lassen möchte, kann vorbeugend schon viel tun. Frauen, die häufig an einer Zystitis erkranken, sollten sich in der kalten Jahreszeit warm halten, und am besten Kleidung tragen, die über die Hüfte reicht und den Unterleib vor Auskühlen schützt. Ein spezielles Sitzkissen lässt die Kälte nicht durch, wenn bei einem Spaziergang eine kurze Pause auf der kalten Bank eingelegt wird. Außerdem sind warme Füße ein Muss. Kommt man dennoch durchgefroren nach Hause, helfen eine Wärmflasche auf dem Bauch oder den Nieren sowie dicke Socken oder ein warmes Fußbad. Zusätzlich sollte man viel trinken, damit eingedrungene Keime keine Chance haben. Zusätzlich unterstützt natürlich auch ein gesunder Lebensstil die Abwehrkräfte. Dazu gehört eine vitaminreiche Ernährung ebenso wie Bewegung an der frischen Luft und, gerade in der Vorweihnachtszeit, auch einmal ein paar entspannte Momente.