Gesundheit

The BIG BURN Theory

Die ersten Sonnenstrahlen locken uns wieder nach draußen und heben die Stimmung. Leider kann regelmäßiges Sonnen weitreichende Folgen haben – das Wissen über Vor- und Nachteile von UV-Strahlung ist gerade bei jungen Menschen lückenhaft. Hier setzt ein Präventionsprogramm von Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und BARMER an. Im Unterricht werden Lehrer und Schüler auf lockere Art und Weise sensibilisiert und können dabei auch noch coole Preise gewinnen.

Hautkrebs-Vorsorge altersgerecht verpackt
„The BIG BURN Theory“ setzt dort an, wo Jugendliche ihre meiste Zeit verbringen: In der Schule. Eine Unterrichtseinheit und interaktive Lernmodule sind Grundlage der Maßnahme. Dabei führt Shady, ein gutaussehender und ziemlich smarter Nerd, in mehreren Videos im Stil einer bekannten TV-Serie kurzweilig durchs Thema Sonnenschutz. Zusätzlich stehen während der Projektphase im gesamten Schulgebäude lebensgroße Displaysäulen. Auf ihnen und auf Flyern, die verteilt werden können, befindet sich UV-sensitiver Lack, der sich in der Sonne rot verfärbt. Das zeigt den Jugendlichen, was mit ungeschützten Hautstellen bei zu viel UV-Strahlung passiert.

ZITAT

Wenn wir Hautkrebs verhindern wollen, müssen wir Kinder und Jugendliche noch stärker für den achtsamen Umgang mit der Sonne gewinnen. Und das kann nur klappen, wenn wir ihnen das Wissen zur Vorsorge altersgerecht und gesamtgesellschaftlich vermitteln.

Heiner Beckmann, Geschäftsführer der BARMER in Nordrhein-Westfalen

Wissenszuwachs bei 56% der Schüler

Nach der Pilotphase des Projektes 2016 wussten 56% der befragten 105 Schüler mehr über den Einfluss von UV-Strahlung auf die Haut als zuvor. Und das zahlt sich doppelt aus: Um ihr erworbenes Wissen unter Beweis zu stellen, können die Jugendlichen nach der Unterrichtseinheit an der „BIG BURN Challenge“ teilnehmen und gegen andere Klassen antreten. Für jede Klasse wird aus den erzielten Punkten der Schüler ein Mittelwert gebildet. Die drei Klassen mit den höchsten Werten gewinnen attraktive Preise, wie Ausflüge für die gesamte Klasse oder UV-Schutz T-Shirts für jeden einzelnen.

Wissen wird in Maßnahmen umgesetzt

Nicht alle Hautschäden sind mit dem bloßen Auge sichtbar. Im Gegensatz zu UV-B- führt UV-A-Strahlung zwar nicht zu Sonnenbrand. Die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, besteht dennoch. Damit sich alle Schüler vor dem Gang auf den Schulhof gegen UV-Strahlung wappnen können, erhalten teilnehmende Klassen verschiedene Sonnenschutzmittel zur Auswahl. Setzt eine Schule zusätzliche Maßnahmen für mehr Sonnenschutz um – zum Beispiel ein Sonnensegel oder andere Schattenspender – kann sie außerdem einen Sonderpreis für diese kreative Leistung gewinnen.

ZITAT

Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, da ihre Haut noch dünner ist. Und: Die Haut vergisst nichts. Jeder Sonnenbrand im jungen Alter erhöht das Risiko, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken.

Dr. Margret Schrader, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft NRW

Risiko für Hautkrebs senken ohne Angst zu verbreiten

So unterhaltsam die Kampagne auch daher kommt, sie hat einen ernsten Hintergrund: Rund 228.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Hautkrebs. Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Erkrankungsrisiko deutlich. Da zwischen einer Hautschädigung und Entwicklung von Hautkrebs oft Jahrzehnte vergehen können, richtet sich die Kampagne bewusst an 14- bis 16-Jährige. Mit der Aktion wollen die Initiatoren keine Angst verbreiten und auch kein generelles Sonnenverbot aussprechen, sondern für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne werben.

Teilnahme

Für die diesjährige Aktion können sich Schulen noch bis zum 15.06.2018 via www.bigburn.de/lehrer (über den Button „Teilnahme“) anmelden.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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