Studierende und psychische Belastungen

Bei der Erstellung des BARMER-Arztreportes stießen die Forscher rund um Professor Joachim Szecsenyi vom Göttinger aQua-Institut auf einen interessanten Sachverhalt: Während noch zu Beginn des Studiums der akademische Nachwuchs im Vergleich zu Nichtstudierenden psychisch deutlich stabiler ist, sieht dies gegen Ende des Studiums ganz anders aus. Jetzt sind es Studierende, die stärker, zum Beispiel von einer Depression, betroffen sind. Wie kommt es dazu?
Im ersten Teil der Serie „Gesund studieren“ erzählt das BARMER E-Magazin hierzu beispielhaft – in Wort und Bild – die Geschichte eines jungen Mannes aus einer Universitätsstadt irgendwo in Süddeutschland…

 

Wenn Bilder Geschichten erzählen…

Studierende und psychische Belastungen – die Story von Lukas (27) im Comic:

Studierende und psychische Belastungen

 

Wenn aus Worten Geschichten entstehen…

Studierende und psychische Belastungen – die Story von Lukas (27), in wenigen Worten kurz erzählt:

Kraftvoller Start: Als Lukas, heute 27 Jahre alt, vor einigen Jahren sein Studium begann, galt er in seinem Umfeld als stets gut gelaunter, kraftvoller, ehrgeiziger und hart arbeitender Mensch. Direkt von Anfang an setzte er die Messlatte für das, was er erreichen wollte, sehr hoch an und peitschte sich von Challenge zu Challenge. Er hatte neben dem Studium zwei Jobs, um sich zu finanzieren, machte mehrmals pro Woche Sport, half im Alltag oft seiner Mutter und feierte am Wochenende kräftig mit Freunden. Wie hoch der (Leistungs)Druck war, merkte er kaum. Für ihn war das alles völlig normal. Auch, dass er immer weniger Zeit zum Schlafen fand.

Körper & Seele rebellieren: Als er gegen Ende des Studiums noch zusätzlich verschiedene Praktika absolvierte und gleichzeitig an seiner Abschlussarbeit tüftelte, machte sein Körper und die Psyche nicht mehr mit. Schlaflose Nächte, in denen er grübelte, wie er das alles bloß schaffen sollte, Erschöpfung, Angst, Herzrasen, Übelkeit. In dieser Zeit verabschiedete er sich auch mehr und mehr von seinem Freundeskreis und verbrachte die Abende oft alleine vorm Computer. Die Trennung von seiner Freundin gab ihm schließlich den Rest: „Ich konnte nichts mehr essen und habe in dieser Zeit ordentlich abgenommen.“

Selbstzweifel entfachen (tiefe) Sinnkrise: Kurz vor Abschluss seines Studiums zweifelte Lukas dann extrem am Sinn seines Daseins und spielte ernsthaft mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Er glaubte, all den Herausforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, und sah keinen Ausweg mehr, vor allem gab es für ihn keine Perspektive mehr für die Zukunft. Er fühlte sich total einsam und verloren.

Licht am Ende des Tunnels: Ein guter Bekannter seiner Mutter riet Lukas in einem eher zufälligen Gespräch seinen „inneren Schweinehund“ zu überwinden und einen Psychotherapeuten zu kontaktieren. Das war sein Glück. Gemeinsam mit seinem Therapeuten konnte er Schritt für Schritt, in mühsamer Kleinarbeit seine Sichtweise auf das Leben und seinen Umgang mit der Realität korrigieren. Jetzt traut er sich wieder zu, sein Studium zu beenden und seine Zukunft zu gestalten. Für das kommende Semester hat er sich zur Abschlussprüfung angemeldet.

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Abschluss statt Abschuss: Damit Studierende in eine solche Lebenslage wie Lukas gar nicht erst geraten, bietet die BARMER vielfältige Präventions-Angebote, die gegen psychische Krisen wappnen und dabei helfen, mögliche Erkrankungen, wie zum Beispiel eine depressive Episode, frühzeitig zu erkennen.
In Teil 2 unserer Serie „Gesund studieren“ stellen wir das Online-Training PRO MIND für psychische Gesundheit vor, das eine depressive Erkrankung nachweislich verhindern kann. Außerdem erfahren Sie in einem Experten-Interview mit PD Dr. David Daniel Ebert von der Uni Erlangen-Nürnberg u.a. mehr über die Wirkungsweise von Online-Trainings. Weitere Präventionsangebote, die in der Serie vorgestellt werden, sind:
 die Coaching-Plattform „StudiCare“ mit insgesamt 17 verschiedenen expertenbetreuten Trainings,
das Veranstaltungspaket „Psychisch fit studieren“ sowie
das Online-Portal „Dein Masterplan“.(Die Reihenfolge der Themen kann sich kurzfristig ändern.)

 

Michaela Del Savio

Redakteurin, BARMER
Unternehmenskommunikation

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