Es gibt sie in großen Flaschen, kleinen Tuben, mit Lichtschutzfaktor 12 oder 50, mit mineralischen oder chemischen Filtern: Sonnencremes reihen sich in den Drogeriemärkten aneinander. Wer die passende Sonnencreme sucht, hat es da nicht leicht! Das große Angebot sorgt nämlich meist nur für eins: Überforderung.

Lesen Sie hier, worauf es beim Kauf wirklich ankommt!

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Sonnencremes

  • Sonnencreme mit mineralischer oder physikalischer UV-Filterung
    Diese Cremes bilden eine zusätzliche Schutzschicht für die Haut. Sie legen sich quasi auf die Hautoberfläche und reflektieren die Sonnenstrahlen. Die Cremes bestehen in der Regel aus kleinsten Partikeln von Metalloxiden wie etwa Titandioxid und Zinkoxid. Sonnencremes mit mineralischem UV-Schutz enthalten kaum gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe und auch keine hormonell wirkenden Inhaltsstoffe. Deshalb ist diese Art der Sonnencreme bei Schwangeren sehr beliebt und auch ideal für Kinderhaut.
  • Sonnencreme mit chemischer UV-Filterung
    Sonnencremes mit chemischem Schutz ziehen in die Haut ein und bilden mit ihr gemeinsam ein Team in der Sonnenstrahlen-Abwehr. Sie reflektieren die Strahlen also nicht, sondern wandeln sie in harmloses Infrarotlicht beziehungsweise in Wärme um. Chemische Sonnencreme steht immer wieder unter Verdacht, gesundheitlich bedenklich zu sein. Mittlerweile setzt man als chemische Filter bevorzugt solche Stoffe ein, die weder in die Hormonregelkreise eingreifen noch durch die Haut in das Blut gelangen.

Welchen Lichtschutzfaktor wählen? Wer B sagt, muss auch A sagen!

Auf Sonnencreme-Flaschen lässt sich die Angabe über den Lichtschutzfaktor – meist abgekürzt als LSF oder SPF – finden. Der Lichtschutzfaktor bezieht sich generell nur auf den Schutz vor UVB-Strahlen. Eine allgemeingültige Kennzeichnung für den Schutz vor den ebenfalls gefährlichen UVA-Strahlen gibt es bisher nicht. 2006 wurde jedoch eine Empfehlung der Europäischen Union herausgegeben, nach der Sonnenschutzmittel ein Mindestmaß an UVA-Schutz enthalten sollen. Beträgt die UVA-Schutzleistung mehr als ein Drittel des Lichtschutzfaktors, kann die Sonnencreme eine entsprechende Kennzeichnung für ausreichenden UVA-Schutz in Form eines eingekreisten „UVA“ erhalten. Es lohnt sich also, die Etiketten genau zu lesen – und sich dann für einen Creme mit UVB- und UVA-Schutz zu entscheiden.

Nun bleibt die große Frage: Welchen Lichtschutzfaktor braucht meine Haut? Dafür müssen Sie sich fragen, was genau Sie in der Sonne unternehmen wollen und wie der UV-Index vor Ort ist. Der UV-Index gibt Auskunft darüber, wie groß die UV-Belastung in der Umgebung Ihres Aufenthaltsortes ist beziehungsweise wird.

  • Halten Sie sich nur ab und zu in der Sonne auf und haben keine besonders empfindliche Haut?
    Dann reicht in der Regel eine Sonnencreme mit einem mittleren Lichtschutzfaktor 20.
  • Verbringen Sie viel Zeit in der Sonne und können sich schlecht durch Kleidung oder Schatten vor UV-Licht schützen?
    Dann sollten Sie zu einer Sonnencreme mit höherem Schutzfaktor von mindestens 30 greifen.

INFO

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die Sonnencremes in verschiedene Schutzstufen eingeteilt:

  • Leichter Schutz: LSF 6 bis 10
  • Mittlerer Schutz: LSF 15 bis 25
  • Hoher Schutz: LSF 30 bis 50
  • Sehr hoher Schutz: LSF mehr als 50

Das oberste Ziel bei der Auswahl des „richtigen“ Lichtschutzfaktors sollt es sein, keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Welchen Lichtschutzfaktor Ihre Haut ganz konkret benötigt, sollten Sie aber immer mit Ihrem Arzt abklären.

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