Auch wenn es im Alltag der Menschen unerlässlich ist: Rund um gesundes Trinken sind vielerlei Vermutungen im Umlauf. Machen Sie einen kleinen Test:

Welche Behauptungen treffen tatsächlich zu und welche eher nicht?

Trinken hilft beim Konzentrieren: iStock_65411427/Nikada

Regelmäßiges Trinken hilft beim Konzentrieren.

Die Konzentrationsfähigkeit sinkt, wenn der Körper ins Wasserdefizit gerät. Schon bei einem Flüssigkeitsverlust von 2–3 Prozent des Körpergewichts verringert sich die Leistungsfähigkeit. Der Blutfluss wird zäher, Sauerstoff und Nährstoffe kommen schlechter in den Körperzellen an, Stoffwechselabfälle werden langsamer ausgeschieden. Besser ist es also, regelmäßig zu trinken. Das danken auch die Gehirnzellen!

Vor oder zu den Mahlzeiten trinken: iStock_736309/SteveLuker

Vor oder zu den Mahlzeiten sollte man besser nichts trinken.

Wer vor oder zu einer Mahlzeit trinkt, versorgt seine Bauchspeicheldrüse mit ausreichend Wasser, um die sauren Verdauungssäfte des Magens beim Eintritt in den Darm zu neutralisieren. Der Magenausgang öffnet sich nur dann für Verdautes, wenn genügend basische Flüssigkeit zum Neutralisieren bereitsteht. Ansonsten leiden wir unter Völlegefühl oder Sodbrennen. Die Magensäure selbst wird nicht „verdünnt“. Auch für den weiteren Transport durch den Darm benötigt der Körper Wasser, das er sich aus Zellen und Gewebe holt. Regelmäßiges Trinken füllt auch diese „just in time“ auf.

Trinken am Abend: photocase_gw7n5kxs56321302/Klira

Vergessenes Trinken kann man abends noch nachholen.

Es wäre wenig zielführend, extragroße Mengen in kurzer Zeit in sich hineinzupumpen, um die Wasserbilanz schnell noch auszugleichen. Große Mengen werden vom Verdauungssystem schlechter aufgenommen. Die Folgen könnten Bauchschmerzen sein. Besser ist es, über den Tag verteilt kleine Mengen zu trinken. Eine Erinnerungsstütze kann die gefüllte Karaffe auf dem Tisch, ein Trink-Wecker oder eine spezielle App fürs Smartphone sein.

Wer viel trinkt, nimmt leichter ab: iStock_76451791/AJ_Watt

Wer viel trinkt, nimmt leichter ab.

Einerseits müssen die Getränke prinzipiell energiearm, also ohne Zucker sein. Wer auf diese Weise frühere Ernährungsfehler korrigiert, wird bald Erfolge bemerken. Andererseits wirkt ein großes Glas Wasser vor jeder Mahlzeit als natürliche „Essbremse“, weil es das Hungergefühl für kurze Zeit stillt. Nach Studien von Wissenschaftlern der Charité Berlin können zudem 0,5 Liter zimmerwarmes Wasser den Energieumsatz im Körper bereits um bis zu 50 Kalorien im Durchschnitt erhöhen. Um das Wasser auf Körpertemperatur anzugleichen, werden Kalorien verbrannt. Wer 2 Liter am Tag trinkt, könnte also bis zu 200 Kalorien verbrennen. Ob dies allein zum wirkungsvollen Abnehmen reicht, sei dahingestellt.

Sommerhitze: iStock_77913013/Courtney Keating

In der Sommerhitze erfrischen kalte Getränke einfach schneller.

Für eisgekühlte Getränke muss der Körper mehr Kalorien verbrennen, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur anzupassen. Der Körper muss ackern, wir schwitzen noch mehr. Wer bei großer Hitze ein eiskaltes Getränk hinunterkippt, läuft obendrein Gefahr, dass sein Kreislauf absackt oder Magenschmerzen auftreten. In vielen heißen Regionen der Erde kennt man diese Effekte und trinkt vorzugsweise lauwarme Tees.

Plastikflaschen: iStock_3777309/FotografiaBasica

Man kann auch zu viel trinken.

Denn bei einigen Herz- und Nierenerkrankungen sollte auch der Arzt mitreden, wie viel getrunken werden darf, ohne diese Organe zu überlasten. Außerdem gibt es Fälle, in denen Ausdauersportler bei großer Hitze und enormer Anstrengung größere Mengen an purem Wasser aufnahmen, als ihr Körper ausscheiden konnte, während sie durch Schwitzen bereits im Mineraldefizit waren. Mit der überhöhten Wasseraufnahme wird der Natriumgehalt im Blut zusätzlich gesenkt. Im Extremfall kann das Ungleichgewicht zwischen Überwässerung und Mineralmangel zur Muskelkrämpfen, einer Vergiftung oder gar zu einem Hirnödem führen.

Falten: iStock_19696415/wwing

Kaffee entzieht dem Körper Wasser.

Dieser Mythos hält sich hartnäckig und ist doch längst widerlegt. Kaffee und auch schwarzer Tee tragen durchaus zur täglichen Flüssigkeitsbilanz bei. Allerdings sollte die Menge des Koffein- beziehungsweise des Teein-Konsums mit Blick auf Herz, Kreislauf und Magen im Auge behalten werden.

Junge Haut: iStock_66275987/HAYKIRDI

Trinken ist gut für die Haut.

Regelmäßiges Wassertrinken hat einen vitalisierenden Effekt auf die Hautzellen. Diese werden dann besser durchblutet und dadurch mit Sauerstoff versorgt. Auch der Hautstoffwechsel wird aktiviert, Schadstoffe werden besser abtransportiert. Studien der Charité Berlin ergaben, das diese Effekte bereits zehn Minuten nach dem Trinken eines großen Glases Wasser messbar sind.

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Alles aufgeklärt? Nicht vergessen:
regelmäßig Wasser trinken ist gesund!

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Kommentar
  1. die fragen im quiz hab ich zwar alle richtig gewusst, trotzdem hat ihr artikel über wasser einschl. der angaben über PET flaschen mir noch zusätzliche informationen gegeben. danke.

  2. Ich finde solche Quize toll. Damit kann ja ein lebenslanger Fehler, weil man es so vorgelebt bekommen hat, auszumerzen. Ausserdem macht es dazu noch Spass.