Startseite Gesundheit Sauna-Knigge: 12 Dinge, die Sie vermeiden sollten
Inneres einer finnischen Sauna
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Gesundheit

Sauna: für die Gesundheit schwitzen

Für den Besuch in einer Sauna gelten bestimmte Verhaltensregeln, die Sie unbedingt beachten sollten. Auch die anderen Gäste freuen sich sich schließlich auf ein ruhiges Miteinander und eine angenehme Atmosphäre, in der alle unter  gleichen optimalen Voraussetzungen entspannen können. Nehmen Sie besonders in der Saunakabine Rücksicht, denn aufgrund der körperlichen Nähe und der Wärme könnten manche Menschen schneller gereizt reagieren.

  • Ich kenne hier niemanden

    Wer eine Saunakabine betritt, sollte seine Mitsaunierer kurz begrüßen, es stellt eine verbindliche gemeinsame Situation her. Für eine Weile wird man sich schließlich diesen Raum – lediglich mit Handtüchern ausgestattet – teilen. Vermeiden Sie jedoch auch das donnernde „Hallo“, bei dem alle Köpfe erschrocken hochfliegen. In der Sauna hängt man gern seinen Gedanken nach. Auch ist es höflich, nachzufragen, ob ein Platz auf einer Bank frei ist. Wer bisher dort saß, könnte nur kurz zur Abkühlung hinausgegangen sein. Manche Menschen möchten lieber etwas Abstand zum Nächsten einhalten, das sollten Sie bei der Platzwahl berücksichtigen.

  • Handtuchvergesser sind wie Turnbeutelvergesser

    … sie drücken sich. Das bringen Sie besser zu Ihrem Sauna-Antritt mit: ein großes Liegetuch, das auch noch für Ihren auf der Bank ausgestreckten Körper reicht, ein Handtuch zum Abtrocknen, falls der Schweiß reichlich fließt, Badesandalen für die Wege von und zur Kabine (wer will schon Fußpilz), Shampoo und Duschgel oder Seife für die Dusche sowie einen Bademantel für die Zeit außerhalb der Kabine, zum Beispiel beim Besuch der Gastronomie.

  • Warum duschen? Ich schwitze alles aus

    Kein Saunagang ohne gründliche Dusche! Hygiene geht vor, denn Sie bringen ja nicht nur Umweltgifte und Schmutz mit in die Sauna. Körperfette, Deos, Kosmetika, Cremes oder Seifenrückstände auf der Haut könnten das Schwitzen blockieren oder später das Wasser im Kältebad oder Pool verunreinigen. Besser vorher abwaschen: Damit „entschlacken“ Sie mit der Dusche schon mal all diese Stoffe. Trockene Haut schwitzt übrigens schneller. Trocknen Sie sich deshalb nach der Dusche sorgsam ab, selbst wenn das in einer Sauna irgendwie unsinnig erscheint. Mancher Saunabesucher schwört auch auf den Auftakt mit einem warmen Fußbad. Es regt den Kreislauf schon ein wenig an, das fördert das Schwitzen zusätzlich. Auch nach den einzelnen Saunagängen wird der Schweiß kurz abgeduscht.

  • Duftmarken setzen, gewollt oder ungewollt

    In der Wärme öffnen sich die Hautporen, dabei können sich Körpergerüche ausbreiten. Zum Beispiel vom knoblauchreichen Essen beim Italiener, von Rasierwasser, Parfum oder Deo mit „markanter“ Note. Durch die Wärme können diese noch intensiver riechen. Verzichten Sie auf solche Duftverstärker und duschen Sie gegebenenfalls ausführlicher als sonst vor dem Saunagang. Sie vermeiden so Geruchsbildung, die auch anderen Gästen unangenehm in die Nase steigen könnte.

     

  • Ich bin nackt, na und?

    Sauna ist eine alte Kultur, bei der Respekt und Rücksichtnahme gepflegt wird: Von Menschen rund um den Globus wird sie in unterschiedlichsten Formen allein aus Gründen der Gesundheit und des Wohlbefindens ausgeübt. Kleidung ist beim Schwitzen jedoch ein Hindernis, nicht zuletzt auch wegen der Hygiene. Wo alle nackt sind, ist es unangebracht, die Körper anderer Saunabesucher zu mustern, gar zu kommentieren. Falls Sie sich in einer öffentlichen Sauna etwas unwohl fühlen, können Sie auch Ihr Handtuch umwickeln – das wird meist toleriert.

  • Dem Schweiß freien Lauf lassen

    Schwitzen ist das gemeinsame Ziel, sicher. Dennoch sollten Sie aus hygienischen Gründen vermeiden, dass Ihr Schweiß ungehindert auf die Holzbänke in der Saunakabine tropft. Auf Dauer kann er sich im Holz festsetzen und dann müffeln. Legen Sie also ein großes Badetuch unter, um den am Körper herabrinnenden Schweiß gleich damit aufzufangen. Bei übermäßigem Schweißfluss empfiehlt sich ein zusätzliches Handtuch zum Abwischen.

  • Einmal Aufguss für alle!

    Sauna-Aufgüsse sind sehr beliebt. Jedoch sollten Sie andere Besucher fragen, ob sie einen Aufguss wünschen oder mit dichteren Aufgussintervallen einverstanden sind. Mit jedem Aufguss verändert sich die Raumtemperatur kurzfristig und nicht jeder verträgt diesen Wechsel gut. Dies gilt ebenso für Aromen, die solchen Aufgüssen gern beigegeben werden. Die Öle von Pfefferminze, Eukalyptus, Rosmarin oder anderen Kräutern könnten allergische Reaktionen hervorrufen. Größere Saunen sind dazu übergegangen, Aufgüsse als Sauna-Event von Profis durchführen zu lassen. So kann man schon vor dem Besuch entscheiden, ob man dann anwesend ist.

  • Mir wird so ... uahh!

    Bevor es schiefgeht: Warten Sie lieber ein bis zwei Stunden mit der Sauna, nachdem Sie reichlich gegessen haben. Während das Blut durch die Wärme in die Haut steigt, könnte es im Verdauungstrakt zurückgefahren werden. Dann liegt das Essen bleischwer im Magen und Ihnen könnte noch auf der Saunabank schlecht werden, spätestens jedoch im kalten Wasser hinterher. Vollkommen nüchtern sollten Sie allerdings auch nicht sein, denn auch das kann sich mit Übelkeit auswirken.

  • Alkohol ist keine Lösung

    Beim Saunabesuch wird das Herz-Kreislauf-System durch die Wärme schon kräftig herausgefordert. Der zeitnahe oder zeitgleiche Konsum von Alkohol oder anderen Rauschmitteln könnte die Gesundheit massiv beeinträchtigen. Alkohol weitet die Blutgefäße zusätzlich, das könnte bewirken, dass der Blutdruck damit gefährlich rasch abfällt. Es drohen Kreislaufprobleme oder ein Kreislaufzusammenbruch. Wer die Sauna alkoholisiert betritt, kann vielleicht nicht mehr gut einschätzen, was der Körper noch an Hitze verträgt. Schlimmer noch: Wer einschläft, überhitzt sein Kreislaufsystem. Ab einer Körpertemperatur von 42 Grad wird es dann lebensgefährlich.

  • Always on – auch in der Sauna

    Abgesehen davon, dass Ihre Sitznachbarn kein Interesse an Privatgesprächen oder an top-aktuellen Podcast-Folgen haben und sich von Dauergeklingel und Vibrationsalarm nicht stören lassen möchten: Sie tun sich keinen Gefallen damit, Technik wie Smartphones oder Tablets mit in die Sauna zu bringen. Hitze und Feuchtigkeit könnten ihnen schaden, sie unter Umständen sogar zum Explodieren bringen.

  • Kaffeekränzchen auf der Saunabank

    Sie möchten sich mit Ihrer Begleitung unterhalten? Suchen Sie sich dafür einen anderen Zeitpunkt – oder eine private Sauna. Saunagänger bevorzugen Ruhe zum Entspannen, das einzuhalten sollte also selbstverständlich sein. Der aktuelle Tratsch aus der Firmenkantine oder Ereignisse bei „DSDS“ oder Fortuna Düsseldorf interessiert nur Sie.

  • Gorilla-Alarm!

    Klar, Abkühlbecken und eiskalte Dusche nach dem Saunagang können eine Herausforderung sein. Aber tun Sie das Ihrer Umgebung nicht mit lautem Gebrüll oder Geächze kund. Sie outen sich als Erstling, denn wer die Sauna regelmäßig besucht, hat sich an die damit einhergehenden Effekte längst gewöhnt. Springen Sie möglichst auch nicht direkt in den Pool, sondern steigen Sie langsam ein. Ihr Kreislauf und Ihre Umwelt werden es Ihnen danken. Das Saunaerlebnis bekommt so auch einen würdigen Ausklang. Lassen Sie es sich gutgehen!

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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