Versorgung

BARMER Versicherte optimal versorgt

Rheuma ist eine tückische Erkrankung, die jeden jederzeit treffen kann: Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters. Heilbar ist Rheuma bisher nicht. Entscheidend für die Lebensqualität der Betroffenen ist daher die rasche Diagnose der Erkrankung und eine gut gesteuerte Therapie. Beides beinhaltet ein spezieller Versorgungsvertrag, von dem BARMER versicherte Rheumapatienten künftig profitieren.

Eine weit verbreitete Krankheit

Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter rheumatischen Erkrankungen, von denen es über 100 verschiedene sogenannte Formenkreise gibt. Die meisten davon äußern sich durch Schmerzen und Entzündungen an Gelenken, Sehnen, Knochen oder Muskeln. Die Erkrankung tritt meist in Schüben oder Wellen auf und bedarf einer schnellstmöglichen Diagnose und fortdauernd überprüften Therapie, um eine Verschlimmerung der Beschwerden möglichst zu verhindern.

Zahl

Millionen Euro für Rheumamittel
Allein für Medikamente zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen hat die BARMER GEK 2014 rund 323 Millionen Euro ausgegeben, knapp 13 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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Eine optimale Betreuung ihrer rheumakranken Versicherten ist Gegenstand eines neuen Vertrages, den die BARMER GEK mit der Versorgungslandschaft Rheuma GmbH abgeschlossen hat, ein gemeinsames Unternehmen des Berufsverbandes Deutscher Rheumatologen und des deutschen Hausärzteverbandes. Diese beiden Arztgruppen sind es auch, die sich gemeinsam mit der BARMER GEK dafür stark machen, durch gut koordinierte und strukturierte Betreuung die Behandlung der Rheumapatientinnen und -patienten nachhaltig zu verbessern. Umgesetzt wird der Vertrag zunächst in den Ländern Hessen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Patientinnen und Patienten aus diesen Regionen können sich ab sofort bei einem teilnehmenden Rheumatologen für dieses Behandlungskonzept einschreiben.

Meist ist es der Hausarzt, der die Verdachtsdiagnose entzündliches Rheuma stellt. Durch den Vertrag ist nun eine zügige fachärztliche Mitbehandlung garantiert. Die oftmals langen Wartezeiten auf einen Facharzttermin sind damit passé. Bei teilnehmenden Rheumatologen bekommen die Versicherten der BARMER GEK binnen 14 Tagen einen Termin. Bei akuten Krankheitsschüben sogar unverzüglich. Schnelles Eingreifen ist bei entzündlichem Rheuma ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Therapieerfolg. Je früher die entzündlichen Prozesse durch geeignete Medikamente unterdrückt werden können, desto höher sind die Chancen, die Krankheit erfolgreich zurückzudrängen und desto weniger büßt der Patient an Lebensqualität ein. Auch belastende Krankenhausaufenthalte von Patienten mit akuten Krankheitsschüben können durch die rasche ambulante Hilfe eines Rheumatologen oftmals vermieden werden.

Ein weiterer wesentlicher Vertragsbestandteil widmet sich Kindern und Jugendlichen mit Rheuma. Sie werden in der Regel von speziell dafür ausgebildeten Kinder- und Jugendärzten behandelt, da die Behandlung in diesem Alter eine ganz besondere Herausforderung für die Betroffenen, aber auch die Ärzte darstellt. Wenn der Kinder- und Jugendarzt nicht mehr zuständig ist, kommt es bei den jungen Erwachsenen häufig zu einer längeren Therapiepause und Verschlimmerung der Erkrankung, weil der Übergang in die Erwachsenen-Medizin nicht funktioniert. Um solche Therapielücken zu vermeiden, ist der strukturierte Übergang in die Erwachsenen-Medizin, die sogenannte Transition, ebenfalls fester Vertragsbestandteil.

Optimal eingestellte Arzneimitteltherapien, weniger Krankenhausaufenthalte, die vernetzt organisierte Patientenversorgung durch Haus- und Facharzt – unter dem Strich können so auch unnötige Kosten eingespart werden. Ein durchaus erwünschter Effekt, der die Kostenspirale womöglich abbremsen kann. Allein im vergangenen Jahr hat die BARMER GEK 323 Millionen Euro für Rheuma-Basismedikamente ausgegeben und damit fast 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Wenn der Vertrag die erwarteten positiven Ziele erreicht, wird es das Angebot nach und nach auch in den anderen Bundesländern geben.

Die Deutsche Rheuma-Liga ist eine der größten bundesweiten Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich, mit derzeit ca. 290 000 Mitgliedern und Niederlassungen in den Bundesländern. Eine Zusammenfassung der Ziele und Aufgaben der Deutschen Rheuma-Liga finden Sie in der Imagebroschüre „Gemeinsam mehr bewegen“.

Doris Goedecke-Vorberg

Doris Goedecke-Vorberg, Redaktion BARMER Unternehmenskommunikation

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