Endlich Urlaub, endlich verreisen! Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, zumindest gesundheitlich keine bösen Überraschungen zu erleben.
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Ob in die Berge oder ans Meer, ob im Vorfeld geplant oder ganz spontan gebucht – viele starten in diesen Wochen in ihre wohlverdienten Ferien. Mit unseren Reise-Tipps steht einem ungetrübtem Urlaubsvergnügen nichts mehr im Wege.

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Egal, wohin die Reise geht, eine Reiseapotheke sollten Urlauber immer im Gepäck haben. Je nach Reiseziel und eigenen Bedürfnissen kann diese recht umfangreich ausfallen, aber die Grundausstattung ist immer dieselbe. Neben dauerhaft einzunehmenden Medikamenten gehören auch Arzneimittel gegen die häufigsten Reisebeschwerden und Hilfsmittel für den Notfall ins Gepäck.

Vor jeder Reise sollte man sich die Mühe machen, und eine individuelle Reiseapotheke zusammenstellen. Diese sollte abgestimmt sein auf die Gegebenheiten im Urlaubsland und die individuellen Bedürfnisse des Reisenden selbst. „Die vor Ort herrschenden hygienischen Bedingungen und die medizinische Versorgung sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Um im Notfall gerüstet zu sein, lohnt es sich, bei der Zusammenstellung geeigneter Utensilien und Medikamente für die Reiseapotheke den Rat von einem Arzt oder Apotheker einzuholen“, empfiehlt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER. Als Minimalausstattung für eine Reiseapotheke nennt die Expertin neben den Präparaten bei einer Dauermedikation auch Fieberthermometer, Pinzette oder Zeckenzange sowie Sonnen- und Insektenschutzmittel. Außerdem sollte man mithilfe der Reiseapotheke in der Lage sein, die häufigsten leichten Beschwerden während einer Reise selbst zu behandeln. Dazu gehören beispielsweise Sonnenbrand, Insektenstiche, Übelkeit, Verstopfung oder Erbrechen, Fieber und Schmerzen oder auch Erkältungssymptome. Und auch Hilfsmittel zur Ersten Hilfe sollte man griffbereit haben: Verbandsmaterialien wie Mullbinden und sterile Kompressen, Pflaster, Schere und Desinfektionsmittel können im Ernstfall Leben retten.

Chronische Erkrankungen

Für chronisch Kranke ist es sinnvoll, von den Medikamenten zur Dauermedikation mindestens 50 Prozent mehr einzupacken, damit im Falle des Verlusts direkt Ersatz zur Hand ist. „In manchen Ländern ist es schwer, an entsprechende Ersatzmedikamente zu kommen, weil sie beispielsweise andere Namen tragen. Auch die Freigabe von Medikamenten ist teilweise unterschiedlich geregelt, und die enthaltenen Dosierungen entsprechen nicht unbedingt denen in Deutschland “, erklärt Günther. Wer als Reisemittel das Flugzeug nutzt, verteilt die Medikamente möglichst auf das Handgepäck und den Koffer. Die Fluggesellschaft kann Auskunft darüber geben, welche Bedingungen für den Transport im Handgepäck erfüllt sein müssen. Auf jeden Fall sollten die Medikamente nur in der Originalverpackung, zusammen mit dem Beipackzettel eingepackt werden. Hilfreich kann auch ein Attest vom Arzt sein, dass es sich um ein notwendiges Medikament für den Reisenden handelt, am besten auch in englischer Sprache. Das kann mögliche Diskussionen an den Sicherheitskontrollen erheblich erleichtern.

Tipps für die Reise

Generell sollten die Medikamente kühl und trocken gelagert werden, damit sie ihre Wirksamkeit nicht verlieren. Für den Transport eignet sich ein stabiler Behälter am besten. Vor allem bei Reisen in warme Gefilde ist es hilfreich, vorher die Beipackzettel zu lesen, denn manche Medikamente sollten besser im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zäpfchen können bei Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius schmelzen, wenn möglich, sollte man daher auf andere Applikationsformen zurückgreifen. Auch für Tropfen gibt es häufig Alternativen in Tablettenform, die leichter zu handhaben sind und nicht austrocknen.

BARMER-Teledoktor

Die Experten des BARMER-Teledoktors beantworten ab sofort alle Gesundheitsfragen zur Ferienzeit, damit dem Traumurlaub nichts im Wege steht. Wie sollte man bei exotischen Infektionskrankheiten in den Tropen reagieren? Warum kann eine Kopfschmerztablette in manchen Ländern sogar lebensgefährlich werden? Unter der Telefonnummer 089 480 59 584 geben medizinische Experten Tipps, wie man möglichst gesund durch den Urlaub kommt und erklären, was im Krankheitsfall zu tun ist. Bis zum 16. August können Urlaubsreife rund um die Uhr beim Teledoktor individuell nachfragen, wie sie sich für ihrer Reise gegen Gesundheits-Risiken wappnen können. Wer im Urlaub erkrankt und medizinischen Rat braucht, erreicht die Experten des BARMER-Teledoktors auch aus dem Ausland unter der Rufnummer 0049 202 568 3333 500. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an BARMER-Versicherte, sondern an alle Bürgerinnen und Bürger.

 

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Mal eben schnell die Koffer packen und schon kann die Reise losgehen – was für Singles oder kinderlose Paare gilt, sieht bei Eltern, die mit ihrem Nachwuchs in den Sommerurlaub starten möchten, in der Regel ganz anders aus. Häufig müssen sie vor Reisebeginn einen echten Organisationsmarathon hinter sich bringen. Doch wer ein paar Dinge auf seine Checkliste setzt, kann selbst mit den lieben Kleinen entspannt in die Ferien starten.

Strand oder Berge, Hotel oder Ferienwohnung – idealerweise beginnt die Reiseplanung schon möglichst früh mit der Auswahl eines geeigneten Urlaubsziels und einem entsprechenden Verkehrsmittel. Je nach Reiseziel ist ein Besuch beim Kinderarzt einige Wochen vor Urlaubsbeginn notwendig und sinnvoll, denn eventuell sind zusätzliche Impfungen nötig. Außerdem können Eltern von ihm auch noch Tipps erhalten, worauf sie mit ihrem Kind, beispielsweise bei landesspezifischen Speisen, achten und was sie in die Reiseapotheke packen sollten, um für den Notfall gut gerüstet zu sein.

Auch eine Autoreise will geplant sein

Bei einer Reise mit Babys oder kleinen Kindern muss an Vieles gedacht werden. Von Babynahrung über genügend Wechselwäsche und Windeln bis hin zu Spielzeug, Babyphone und Reiseapotheke – das Gepäck wird schnell immer voller. Eltern wählen daher oft das Auto als Verkehrsmittel, nach dem Motto „das passt noch in den Kofferraum“. Bei längeren Fahrten mit kleinen Kindern sollte man entsprechende Pausen einplanen. „Vor allem kleine Kinder haben einen großen Bewegungsdrang, der festgeschnallt im Autositz nicht ausgelebt werden kann. Die Fahrt kann dann schnell nervenaufreibend für alle werden. Für eine Bewegungs- und Essenspause eignen sich an Autobahnen spezielle Rastplätze mit Spielplätzen“, so Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der BARMER. Längere Autofahrten lassen sich meist entspannter überstehen, wenn man in den Abendstunden losfährt. Dann ist es im Auto kühler, und der Nachwuchs kann einen großen Teil der Reise verschlafen.

Mit Baby im Flieger

Fällt die Entscheidung zugunsten einer Flugreise, sollten sich Eltern schon früh mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen. Diese kann Informationen zur Auswahl von geeigneten Plätzen und Möglichkeiten zur Beförderung des Kindes im Flugzeug geben. „Die erste Reihe hinter den Trennwänden bietet mehr Beinfreiheit. Bei längeren Flügen können Kleinkinder dort ein wenig am Boden spielen oder krabbeln. Allerdings ist eine rechtzeitige Reservierung sinnvoll“, meint Petzold. Je nach Alter ist es auch möglich, den eigenen Kindersitz für den Flug mitzubringen und ihn auf einem eigenen Sitz zu befestigen. Allerdings sind nicht alle Modelle erlaubt und der separate Platz kostet extra.

Denjenigen, die nicht allzu weit von Flughafen entfernt wohnen, empfiehlt die Expertin das Einchecken am Vortag, um so lange Wartezeiten mit dem Nachwuchs am Reisetag zu vermeiden. Die Familie kann dann am Abflugtag bequem mit der Bordkarte direkt zur Passkontrolle und weiter zum Gate gehen. Für das Handgepäck empfiehlt die Expertin neben Spielzeug und Lieblingskuscheltier auch einen kleinen Vorrat an Windeln, Feuchttüchern und Babynahrung. Diese ist zwar grundsätzlich von der Mengenbeschränkung für Flüssigkeiten ausgenommen. Allerdings darf nur so viel Nahrung und Flüssigkeit mit an Bord genommen werden, wie auch tatsächlich zur Versorgung eines Babys oder Kleinkindes während des Fluges benötigt wird. Darüber hinaus sind auch ein Ersatz-Body und ein Jäckchen sinnvoll, da es im Flieger oft kühl ist. Um den Druckausgleich bei Start und Landung zu vereinfachen, können Eltern einige Minuten vorher abschwellende Nasentropfen geben. „Hilfreich ist es auch, wenn das Kind gestillt wird oder es ein Fläschchen bekommt. Das häufige Schlucken verringert den Druck auf den Ohren“, rät Petzold.

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Wegen einer Herzerkrankung auf den wohlverdienten Urlaub verzichten? Das muss nicht sein. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, sollten sich Herzpatienten im Vorfeld aber unbedingt gründlich vorbereiten. Wer sich welche Urlaubsreise zumuten kann, welche Unterlagen nicht fehlen dürfen und was vor Ort zu beachten ist, kann am besten der behandelnde Arzt beurteilen. Daher ist ein Praxistermin mindestens drei Wochen vor Reisestart sinnvoll.

Das Arztgespräch

„Der behandelnde Arzt sollte den Gesundheitszustand kontrollieren und ein Beratungsgespräch durchführen, damit es unterwegs nicht zu Überbelastungen oder auch Fehleinschätzungen kommt“, so Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der BARMER. Auch welche Reise mit welcher Erkrankung möglich ist, weiß der Arzt. Denn je nach Erkrankung ist nicht jedes Reiseziel geeignet: Personen mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche sollte beispielsweise Reiseziele meiden, bei denen die medizinische Hilfe im Ernstfall erst nach ein oder zwei Stunden eintrifft. Der Patient sollte also wissen, welche kardiologische Versorgung vor Ort möglich ist. Auch Reiseziele, die in besonders heißen und trockenen Gebieten oder in besonderer Höhe von über 2.000 Metern liegen, sollten mit dem Arzt besprochen werden. Bei Flugreisen kann es ebenfalls Einschränkungen geben, denn nur, wer eine bestimmte Strecke ohne Hilfe zurücklegen und einige Stufen symptomfrei steigen kann, sollte sich diese Anstrengung auch zumuten. „Aussagen zur Reisefähigkeit kann und sollte nur der Arzt treffen“, betont Marschall.

Patienten, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten mit ihrem Arzt vor Antritt der Reise auch die Zusammenstellung der Reiseapotheke und Einnahmeempfehlungen bei Zeitverschiebung besprechen. Für den Zoll ist es sinnvoll, sich eine Mitnahmebescheinigung für Medikamente und medizinisches Zubehör ausstellen zu lassen. Auch Verhaltensmaßnahmen für den Urlaubsort müssen besprochen werden, um eventuellen gesundheitlichen Problemen sicher begegnen oder sogar vorbeugen zu können. Als Beispiel nennt Marschall während langer Anreisen Bewegungsmangel, trockene Luft und eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, die das Risiko für ein Blutgerinnsel steigen lassen. Um diesen Gefahren vorzubeugen sei es ratsam, ausreichend zu trinken und spezielle Übungen zur Fuß- und Beingymnastik durchzuführen. Bewährt hätten sich beispielsweise Fußkreiseln oder das abwechselnde Anheben und Absenken von Fersen und Zehen.

Das gehört ins Gepäck

Medikamente in ausreichender Menge sollten mitsamt Beipackzettel eingepackt und auf mehrere Gepäckstücke verteilt werden. Falls es zu einem Notfall kommt, ist schnelle Hilfe nötig. Daher ist es sinnvoll, sich schon vor Urlaubsbeginn Name und Anschrift eines fachkundigen Arztes vor Ort heraus zu suchen und diese Informationen während der Reise zusammen mit Notfalltelefonnummern von Rettungsdienst und Krankenhaus bei sich zu tragen. Die Krankheitsunterlagen sind wichtig für eventuell notwendige Behandlungsmaßnahmen, dazu gehören beispielsweise OP-Dokumente, ein kurzer Arztbrief (für Reiseziele im Ausland ins Englische übersetzt) sowie Name und Telefonnummer des heimischen Arztes. „Am besten teilt der Reisende einem Mitreisenden oder dem Reiseleiter mit, wo diese Unterlagen aufbewahrt werden“, rät Marschall. Außerdem empfiehlt die Expertin, den europäischen Nothilfepass und den internationalen Impfausweis mitzuführen, denn diese enthielten Informationen zur Blutgruppe und zur Medikation mit Dosisangaben. Von der Deutschen Herzstiftung e.V. gebe es einen Notfallausweis speziell für Herzpatienten, der ebenfalls hilfreich sei. Wer dann noch rechtzeitig packt und genügend Zeit für den Weg zu Flughafen oder Bahnhof einplant, kann sich entspannt auf die Reise machen.

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Egal ob Nah- oder Fernreisen, deutsche Senioren sind reiselustig. Das liegt zum einen daran, dass viele ältere Menschen heute länger fit und gesund sind als noch vor einigen Jahrzehnten. Zum anderen sind selbst chronische Erkrankungen und Handicaps kein Grund mehr zu Hause zu bleiben, im Gegenteil: „Mit der richtigen Reiseplanung und -vorbereitung kann Reisen im Alter einen großen Zugewinn an Lebensqualität bedeuten“, meint Adda Dumröse, Gesundheitswissenschaftlerin bei der BARMER.

Vor der Reise: Impfstatus prüfen

Die Expertin rät, die Urlaubsvorbereitungen etwa sechs Wochen vor Reisestart mit einem Gespräch beim Hausarzt zu beginnen. So bleibt genügend Zeit für mögliche Impfungen. „Gerade Senioren benötigen einen ausreichenden Impfschutz, da im Alter die Immunabwehr häufig nachlässt. Beobachtungen zeigen jedoch, dass ältere Menschen oft nicht gegen Diphtherie und Tetanus geimpft sind“, berichtet Dumröse. Darüber hinaus klärt der Arzt über weitere Impfungen auf, die für das jeweilige Reiseland empfohlen werden.

Reisen ins Ausland: An Bescheinigung denken

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte dies im Vorfeld mit seinem Arzt oder seiner Ärztin besprechen – nicht nur, um eine ausreichende Versorgung während der Reise zu gewährleisten, sondern auch, um weitere Fragen zu klären. Etwa: Wie verändert sich die Einnahme bei einer Zeitverschiebung? Drohen besondere Reaktionen oder Nebenwirkungen unter Sonneneinstrahlung? Gibt es Besonderheiten bei der Mitnahme bestimmter Medikamente ins Reiseland? Dumröse rät: „Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine ärztliche Bescheinigung dabei zu haben, auf der aufgeführt ist, welche Medikamente der Urlauber beziehungsweise die Urlauberin dauerhaft in welcher Menge einnehmen muss.“ Bei Reisen ins Ausland sollte diese Bescheinigung in englischer Sprache vorliegen.

Am Urlaubsort: Es langsam angehen lassen

Am Urlaubsort angekommen heißt es: Immer mit der Ruhe! Der Körper braucht Zeit, um sich zu akklimatisieren – vor allem bei Fernreisen. Auch ein vermeintlich ruhiges Programm wie Besichtigungen und Museumsbesuche ermüden den Körper. Deshalb sollten Urlauber sich die Tage nicht zu voll packen und ausreichend Ruhephasen einplanen. Selbstverständlich sollten Senioren auf ausreichenden UV-Schutz achten und vor allem genügend trinken. „Oft trinken ältere Menschen zu wenig, weil das Durstgefühl nicht mehr so ausgeprägt ist. Daher sollten sie gerade in warmen Ländern täglich mindestens zwei Liter Wasser oder Saftschorlen trinken. So können sie den durch das Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust ausgleichen“, empfiehlt Dumröse. Gehbehinderten Menschen und Rollstuhlfahrern empfiehlt die Expertin, sich schon vor Reisebuchung über eine ausreichende Barrierefreiheit am Urlaubsziel zu informieren: „Die meisten Reiseveranstalter und Fluggesellschaften haben ein Formblatt für Behinderten-Betreuungshinweise, sodass einem ungetrübten Urlaubsvergnügen nichts im Wege stehen sollte.“

Betreutes Reisen

Inzwischen gibt es viele Reiseangebote, die eine medizinische Betreuung beinhalten. Solche ärztlich begleitete Reisen geben gerade Senioren ein Gefühl von Sicherheit. Allerdings sollten sich Interessierte im Vorfeld darüber informieren, welche Leistungen enthalten sind, und was für ein Arzt dabei ist. Nicht jeder Veranstalter achtet darauf, dass die Begleitärzte eine Fortbildung als Reisemediziner haben.

Reisethrombose_Fotolia_141702285_S/chombosan
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Bei der Fahrt in den Urlaub sind An- und Abreise häufig mit langem Sitzen verbunden. Und je länger die Reise dauert, umso höher ist die Gefahr einer Reisethrombose – und zwar bereits nach vier Stunden. Verantwortlich für das steigende Thromboserisiko ist die Sitzhaltung. Wenn die Kniekehlen ständig gebeugt sind, kann das Blut nicht mehr richtig aus den Unterschenkeln abfließen. Es bilden sich Gerinnsel an den Gefäßwänden, die im Extremfall als Lungenembolie sogar vollständig die Lungenstrombahn verstopfen können. Besonders gefährdet sind Schwangere, Raucher, Übergewichtige, Ältere und Menschen, die an einer Gerinnungsstörung leiden oder schon einmal eine Thrombose hatten. Die einfachste und beste Vorbeugung gegen eine mögliche Thrombose ist Bewegung, um die Blutzirkulation in Gang zu halten. Neben Zehen bewegen und Fußgelenk kreisen sollten regelmäßige Pausen, in denen man sich bewegt, Pflicht sein. Und wer mit Bus, Bahn oder Flugzeug reist, sollte immer mal wieder aufstehen und im Gang auf- und ablaufen. Um das persönliche Thromboserisiko weiter zu senken, sollten Reisende auch darauf achten, ausreichend alkoholfreie Getränke wie zum Beispiel Mineralwasser und Fruchtsäfte zu sich zu nehmen. Außerdem hilft es, die Beine nicht übereinanderzuschlagen und weite, nicht einengende Kleidung zu tragen. In manchen Fällen ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder sogar eine Vorsorge mit Medikamenten angebracht. Darüber sollten Reisende rechtzeitig vor Antritt der Fahrt mit ihrem Arzt besprechen.

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Damit Reisende Sonne und Strand ungetrübt genießen können, sollten sie auf den richtigen Impfschutz achten und vor Ort ein paar einfache Regeln beachten.
Je nach Reiseland benötigen Fernreisende besondere Schutzimpfungen. Auch wer kurzentschlossen den Weg in die Ferne antreten möchte, kann sich noch per Impfung gegen Infektionsrisiken schützen. Dazu gehören Auffrischimpfungen aus dem normalen Impfprogramm. Das körpereigene Impfgedächtnis sorgt dafür, dass sie sofort Schutz bieten. Gegen manche reiselandestypische Infektionen gibt es ebenfalls Schnellimpfungen. So lässt sich ein Tollwutschutz – wichtig etwa für Reisen nach Südostasien oder Mittelamerika – noch acht Tage vor der Abreise aufbauen. Bis zu 14 Tage vor der Last-Minute-Tour kommen Impfungen gegen Typhus, Cholera und Meningitis in Frage.
Die Cholera-Impfung bietet zusätzlich einen rund 50-prozentigen Schutz vor Reisedurchfällen. Diese treffen jedes Jahr etwa zwei Millionen Touristen aus Deutschland. In über 80 Prozent der Fälle lösen Bakterien die Beschwerden aus. Einfache Verhaltensregeln unterstützen Reisende dabei, den Urlaub ohne Nebenwirkungen zu genießen. Nach dem Motto „Schäl es! Koch es! Oder lass es!“ sind rohe Lebensmittel und ungeschältes Obst tabu. Auf Eiswürfel im Cocktail sollte man sicherheitshalber ebenfalls verzichten. Sie bestehen in der Regel aus Leitungswasser – und das kann mit Bakterien belastet sein.

Mehr über Impfschutz allgemein und auf Reisen finden Sie hier.

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Gut erholt aus dem Urlaub zurückzukommen, das schaffen die meisten Menschen. Doch spätestens nach einer Woche ist davon kaum noch etwas zu spüren. Das können Berufstätige jetzt mit Hilfe von „Holidaily“ ändern. Der Name steht für ein von der BARMER gefördertes Projekt der Leuphana-Universität Lüneburg. Kern ist eine Smartphone-App. Sie unterstützt Berufstätige dabei, eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden. Pünktlich zum Start der Urlaubssaison 2017 suchen BARMER und Leuphana-Universität Neugierige, die „Holidaily“ ausprobieren wollen. Ihnen hilft die App, jeden Tag ein bisschen Urlaub in den Alltag zu bringen. Sie bietet ihnen dazu 160 erholsame Übungen, zum Beispiel zur Entspannung, zur Stärkung von Rücken und Schultern oder den Umgang mit Smartphone und Mails.
Die „Holidaily“-App kann bereits zwei Wochen vor dem Urlaub, während dessen und auch nach der erholsamsten Zeit des Jahres genutzt werden. Dabei kann der Nutzer zu Beginn und während der Nutzung täglich sein Wohlbefinden bewerten und nimmt an Online-Befragungen teil. Wer seinen Urlaub auch für einen Start in ein erholsameres Berufsleben nutzen möchte, kann sich im Internet über das Projekt umfassend informieren. Die App gibt es kostenlos für iOS und Android.

Mehr Informationen zur Studie: www.holidaily.de

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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