Versorgung

Reha weiter gedacht

CORA ist ein echter Hingucker, wenn sie mit ihrem kegelförmigen Körper, auf dessen langem Hals ein durchsichtiger Helm mit zwei großen runden Augen sitzt, durch die Flure der m&i-Fachklinik Bad Liebenstein rollt. Vor allem die Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Ilmenau lassen den futuristisch anmutenden, fast menschengroßen Roboter nicht aus den Augen. Schließlich ist CORA das Herzstück in dem innovativen Thüringer Robotik-Projekt „ROREAS“, ein robotischer Reha-Assistent für Schlaganfallpatienten. Denn um nach einem Schlaganfall wieder sicher laufen zu können, müssen Betroffene unzählige Schritte machen. Doch davor scheuen viele zurück, aus Angst, sich zu überfordern. Ihnen soll CORA die nötige Sicherheit für ein eigenständiges Training geben.

Zitat

Wir wollen auf Basis einer bewährten autonomen mobilen Plattform einen interaktiven Laufcoach entwickeln, der Schlaganfallpatienten beim Training in der Klinik begleitet, um deren Mobilität und Orientierungsvermögen zu verbessern.

(Dr. Andreas Bley, Projektkoordinator und Geschäftsführer des Servicerobotik-Unternehmens MetraLabs)

Lauf- und Orientierungstraining

Mittlerweile hat CORA wichtige Forschungsaufgaben absolviert, sodass noch in diesem Jahr ein erster Prototyp des Reha-Roboters erstellt werden kann. Mit ihm sollen dann konkrete Nutzertests durchgeführt werden. Zwar werden derzeit noch finale Trainings-Abläufe entwickelt, doch die Projektverantwortliche, Dr. Andrea Scheidig von der TU Ilmenau, hat schon klare Vorstellungen. „Der Reha-Roboter holt den Patienten an der Zimmertür ab und geht dann mit ihm durch die Klinik – entweder auf einem vorgegebenen oder frei wählbaren Weg. Dann läuft der Patient los und der Reha-Assistent folgt ihm. Dabei achtet er darauf, dass der Patient sich nicht verläuft, und weist ihn, wenn nötig, auf den richtigen Weg hin. Das geschieht vermutlich mit einer Stimme, wie man sie von Navigationsgeräten kennt.“

Sinnvolle Therapieergänzung

Um Überanstrengungen zu vermeiden, wird der Patient an ausreichende Pausen erinnert, die er an unterschiedlichen Ruhepunkten einlegen kann. So fördert CORA nicht nur die Mobilität, sondern auch die Orientierung. Die Übungsstunde endet wieder an der Zimmertür des Patienten. Durch eine konsequente Dokumentation erfolgt ein ständiges Leistungsfeedback, das Therapeuten und Patienten bei der Bestimmung weiterer Therapieziele unterstützt.

Hintergrund

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Überblick

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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