Startseite Gesundheit Ernährung Regionales Gemüse genussvoll zubereitet
Gegrilltes Wintergemüse
Lesen Sie alle Artikel zum Thema: Liste anzeigen
Ernährung

Kulinarische Highlights im Herbst

Mann schneidet einen Kürbis auf einem Holzbrett und legt die Scheiben auf ein Backblech

Was im Herbst geerntet wird, ist bunt, gehaltvoll und abwechslungsreich im Geschmack. Welches Gemüse jetzt frisch im Handel erhältlich ist, haben wir in einer Galerie mit bewährten und neuen Rezepten zur Zubereitung zusammengestellt.

Farbenfroher Gaumenschmaus: Kürbis

Die sortenreiche Kürbispflanze kam ursprünglich aus Mittel- und Südamerika nach Europa. Ihr kalorienarmes Fruchtfleisch ist reich an Kalium, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Besonders orangefarbenes Fleisch enthält viele Carotinoide. Diese Antioxidanzien sollen vor Krebs, Herz- und Gefäßkrankheiten schützen. Aus den Kernen von Ölkürbissen wird ein nussiges Öl gewonnen, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Getrocknet werden Kerne in Salate, Müslis und Backwaren gegeben. Sommerkürbisse werden nicht ganz ausgereift geerntet, Winterkürbisse wie der buttrige „Butternut“ (Birnenkürbis) voll ausgereift ab Ende Oktober. Auch der beliebte aus Asien stammende „Hokkaido“ (Zwiebelkürbis) wird heute bei uns angebaut. Sein leicht nach Kastanie schmeckendes Fleisch kann mit Schale verwertet werden. Es eignet sich hervorragend für Suppen, Pürrees oder wird einfach im Ofen gebacken.

Rezept-Tipps: Kürbis-Lasagne (In Form), Kürbissuppe mit Kokosmilch (Brigitte), Pumpkin Pie (Video, Chefkoch.de)

 

Pastinaken in der Verkaufsauslage

Wiederentdeckt: Schwarzwurzel, Pastinake und Topinambur

Das Wurzel- und Knollen-Trio erlebte vor einigen Jahren ein Comeback im Gemüseregal. Die Schwarzwurzel ist besonders reich an Eisen und schmeckt würzig-nussig. Sie wird meist gekocht oder als Püree zu Kartoffeln und Fleisch gegeben. Sie wird sandig ausgeliefert und muss gesäubert und geschält werden. Die cremefarbige Pastinake ist eine süßlich-möhrig schmeckende und besonders bekömmliche Wurzel und enthält viel Folsäure, Kalium, Eisen und Zink. Man kann sie roh essen, dünsten oder backen. Die knubbeligen Knollen der Topinambur, einer Sonnenblumen-Art, werden den ganzen Winter über geerntet. Das darin enthaltene Inulin macht sie auch für Diabetiker geeignet. Sie ist reich an Provitamin A, B-Vitaminen und Vitamin C sowie Kalium, Kalzium und Eisen. Topinambur eignet sich geraspelt als Rohkost im Salat oder gedünstet und gebacken als Beilage. In Süddeutschland wird daraus auch Schnaps gebrannt.

Rezept-Tipps: Schwarzwurzeln mit Topinambur-Püree (essen & trinken), Topinambur-Brot (topinambur.cc), Pastinaken mit gebratenem Knoblauch (In Form), Pastinaken-Cremesuppe (NDR)

Verschiedene Winter-Wurzel-Gemüsesorten

Wintergemüse für Generationen: Rüben

Einst galten Rüben als Notstandsgemüse in Kriegszeiten und als Arme-Leute-Essen, heute werden sie auch wieder in der Sterneküche zelebriert. Sie sind sehr kalorienarm und eignen sich ideal als Zutat in deftigen Eintöpfen und Suppen sowie solo als gedünstete oder gebratene Beilage und Püree. Bei uns erhältlich sind lila-weiße Herbstrüben, cremefarbene Teltower Rübchen, Rote Bete und die hellgelben Steckrüben (Butterrüben). Diese enthalten unter anderem Traubenzucker, Eiweiß, ätherische Öle (mild abführende Wirkung), Mineralstoffe, Carotine, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, C sowie Nicotinsäureamid. In der vegetarischen Küche wird die Steckrübe auch als „Schnitzel“ paniert serviert.

Rezept-Tipps: Steckrüben-Kartoffel-Gratin (lecker.de), Mediterrane Steckrüben-Suppe (BzfE), Steckrübenschnitzel mit Birnen-Chutney (Küchengötter), Teltower Rübchen mit Kräutern gefüllt (EatSmarter!)

frischer Grünkohl im Korb

Kohl tut immer wohl!

Die Familie der sogenannten Brassica-Pflanze hat rund um den Globus zahlreiche Sorten hervorgebracht. Hierzulande werden traditionell Rotkohl (Blau- bzw. Rotkraut), Weiß- und Spitzkohl (Sauerkraut, Rouladen), Wirsing, Grünkohl, Rosenkohl, Blumenkohl sowie der aus dem Mittelmeerraum stammende Brokkoli angebaut. Alle Kohlgemüse sind gesund, kalorienarm und reich Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen sowie an Senfölen, die ihnen den typischen Geschmack geben.

Rezept-Tipps: Schneller Eintopf mit Rosenkohl, Grünkohl-Kartoffel-SalatLow-Carb-Brokkoli-Pizza (Springlane), Grünkohl mit Pinkel (essen & trinken), Rotkohl-Walnuss-Salat mit Mohn und Sultaninen (EatSmarter!)

Feldsalat in der Erde

Das letzte Blatt der Saison: Feldsalat

Feldsalat (Rapunzel, Ackersalat, Mausohr, Sonnenwirbel) wird erst im Spätsommer ausgesät. Er ist sehr frostbeständig und wird ab November bis ins Frühjahr hinein geerntet. Die Blätter enthalten neben besonders viel Vitamin C und Beta-Carotin auch ätherische Baldrianöle und Magnesium, die nervenstärkend und beruhigend wirken können. Seine dunkelgrünen Blattrosetten ergeben mit Walnüssen und Zwiebelstiften, wahlweise Gorgonzola und Birne, sowie einer Essig-Öl-Sauce einen knackig-frischen und sehr gesunden Wintersalat.

Rezept-Tipps: Feldsalat mit Birne und Gorgonzola (kochbar), Feldsalat mit Datteln und Kirschtomaten (NDR)

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

Lesen Sie alle Artikel zum Thema:

Bildnachweis

  • iStock607925970/GMVozd
  • AdobeStock/176411563/Jenifoto
  • Fotolia_Marco2811
  • iStock668529636/RuslanDashinsky
  • fotolia_93910643_s/azurita
  • iStock183137716/fotogaby

Zusatzinhalte: