Gesundheit

Unsere Atmung

Beim Atmen nehmen wir über die Lungen sauerstoffhaltige Luft auf, die von dort über den Blutkreislauf in die Körperzellen transportiert wird. So weit so gut. Doch wie steht’s mit Ihrem weiteren Wissen rund um die Atmung? Machen Sie einen kleinen Test mit uns.

 

Stimmt oder stimmt nicht: Welche der Aussagen trifft tatsächlich zu?

Mit einem ruhigen Atemzug atmet ein erwachsener Mann im Durchschnitt etwa einen halben Liter Luft ein.

 

In Ruhe macht ein erwachsener Mann durchschnittlich 14 bis 16 Atemzüge pro Minute und atmet bei jedem Atemzug etwa einen halben Liter Luft ein. In der Minute können also bis zu sieben Liter Luft zusammenkommen. Bei Anstrengungen wird die Atmung schneller, damit mehr Sauerstoff ins Blut gelangt.

Rund eine Million Lungenbläschen enthält eine gesunde Lunge.

 

Es sind deutlich mehr in unserem Pumpwerk aktiv: Die Lunge enthält rund 300 Millionen Lungenbläschen, auch Alveolen genannt. Diese werden von feinsten Blutgefäßen umschlossen. Durch die Hüllen dieser Bläschen tritt Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft in die Blutgefäße über. Das Kohlendioxid aus den Zellen wird über den gleichen Weg nach draußen transportiert. Also Sauerstoff rein, Kohlendioxid raus.

 

Seufzen tut nicht nur der Seele gut – auch den Lungenbläschen.

Atmung: Seufzen tut nicht nur der Seele gut – auch den Lungenbläschen.

 

 

Aus Erleichterung, Erschöpfung oder Entspannung atmen wir mit einem Seufzer etwas kräftiger ein und aus, meist unbewusst. Bei ihrer Arbeit können die Lungenbläschen ab und an zusammensacken und brauchen etwas Hilfe beim Wiederaufrichten. Genau das passiert durch tiefes Einatmen beim Seufzen. Gerade die unteren Anteile der Lunge, die auf dem Zwerchfell aufsitzen, können so ein Durchpusten gut gebrauchen.

Die Nasenatmung hat Vorteile gegenüber der Mundatmung.

Beim Einatmen durch die Nase wird die Luft angefeuchtet, erwärmt und über die Flimmerhärchen und die Schleimhaut in der Nasenhöhle gereinigt! Bei der Atmung durch den Mund findet dies nicht statt.

Zum Überleben benötigen wir eine Mischung aus Sauerstoff und Kohlendioxid aus der Luft.

Atmung: Auf den Sauerstoff kommt es an

 

Wir atmen zwar viele Bestandteile aus der Luft ein, benötigen jedoch nur den Sauerstoff (O2) daraus zum Überleben. Das Kohlendioxid (CO2) ist ein Abfallprodukt aus dem Stoffwechsel, das über den Blutkreislauf zur Lunge zurückgeführt und wieder ausgeatmet wird. Unsere Einatemluft enthält normalerweise ca. 21 Prozent Sauerstoff bei Raumluft.

Der linke der beiden Lungenflügel des Menschen fällt etwas kleiner aus.

 

 

Eine Herzensangelegenheit: Die Bronchien („Äste“, die von der Luftröhre in die Lungenflügel führen) verzweigen sich im rechten Lungenflügel in drei kleinere Lappenbronchien, im linken in zwei. Hier ist weniger Platz, weil der linke Lungenflügel teilweise noch das Herz umschließt.

Die Lungenmuskeln lassen sich sehr gut bei sportlichen Aktivitäten trainieren.

 

Dann bekämen wir wohl Lungen-Muskelkater. Nein: Die Lunge selbst hat keine Muskulatur, beim Atmen ist sie auf das Zwerchfell und Brustkorbmuskeln angewiesen. Während das Heben und Senken des Brustkorbes vom Zwerchfell, der Muskulatur des Brustkorbs und dem vegetativen Nervensystem gesteuert wird, ist die Lunge nur für den Austausch der Gase im Blut verantwortlich. Allerdings lässt sich mit regelmäßiger sportlicher Tätigkeit das Lungenvolumen verbessern: positiv für die Sauerstoffaufnahme und den Stoffwechsel.

Gezieltes tiefes Ein- und Ausatmen kann dazu beitragen, Stress abzubauen.

 

Stress sicherte unseren Vorfahren das Überleben. Bei Gefahr machte der Körper instinktiv für Angriff oder Flucht mobil. Diese unbewussten Reaktionen sind uns bis heute in „gefährlichen“ Situationen erhalten: Beschleunigung von Atmung (flache, schnelle Brustatmung) und Herzschlag, Anspannung der Muskulatur, Einsatz von Energie für Flucht oder Angriff. Gegen diesen „Stress“-Modus können wir mit Atemübungen (tiefe, langsame Bauchatmung) bewusst ansteuern. Der Körper reguliert Atemfrequenz, Herzschlag und Muskeltonus und kehrt zum „Normal“-Modus und in die Regeneration zurück.

Man kann ab und zu glatt mal vergessen, zu atmen.

 

Bestimmt nicht, denn die Atmung ist ein automatisierter, lebenserhaltender Vorgang, der vom Gehirn gesteuert wird. Wir atmen ja auch im Schlaf. Unser Atemzentrum im Hirnstamm gibt das Signal zum Ein- und Ausatmen. Auf die Regelmäßigkeit des Atmens können wir jedoch Einfluss nehmen. Zum Beispiel können wir kurze Zeit die Luft anhalten. Im Atemzentrum löst dies einen Alarm aus, der uns zwingt, wieder nach Luft zu schnappen.

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Gut getippt?

Nicht vergessen: Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und viel Bewegung sind beste Voraussetzung für einen gesunden Lebensstil.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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