Gesundheit

Quallen & Co.

Während Quallen früher vor allem im Pazifik verbreitet waren, sind sie mittlerweile auch immer häufiger im Mittelmeer und an der atlantischen Küste Europas anzutreffen. „Die Nesselfäden sind oft meterlang und fast unsichtbar. Wer mit ihnen in Kontakt kommt, zieht sich Hautverletzungen zu, die sehr schmerzhaft sind und außerdem zu Herz-Kreislauf-Problemen führen können“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER. Schwimmer, die unerwartet unter Wasser starke Schmerzen durch Quallen erleiden, brauchen schnellstmögliche Hilfe. Oft können sie sich aus eigener Kraft nicht mehr über Wasser halten und müssen umgehend aus dem Wasser gerettet werden. Wirklich giftig sind zwar die wenigsten Quallenarten, aber bei größeren Verletzungen der Haut kann es dennoch zu Übelkeit und Erbrechen oder schockähnlichen Symptomen kommen. Die „Portugiesische Galeere“ oder die „Würfelqualle“ sind sehr giftige Ausnahmen, denn eine Begegnung mit ihnen kann durchaus lebensgefährlich werden und ein plötzliches Herzversagen auslösen. „Egal, mit welcher Qualle man in Kontakt kam, wer helfen möchte, sollte auf keinen Fall versuchen, die Tentakel mit Süßwasser abzuwaschen. Das bringt die Nesselzellen der Tiere zum Platzen und hat den gegenteiligen Effekt. Besser geeignet ist Meerwasser, auch Sand kann hilfreich sein“, so die Expertin. Schmerzhaft können auch die Stiche eines Seeigels oder einer Kegelschnecke sein. Vor allem Taucher oder Menschen, die am steinigen Ufer herumwaten, können ihnen begegnen. In diesem Fall sollten die Stacheln samt Resten gründlich entfernt und die Wunde mit sauberem Wasser gespült werden.

Gefahren an Land

Spinnen, Schlangen und Skorpione gehören zu den berüchtigtsten Gifttieren an Land. Viele Schlangenbisse sind allerdings gar nicht giftig. Falls doch, können die Auswirkungen  sehr unterschiedlich sein und beispielsweise zu einer Lähmung des Nervensystems führen. „In jedem Fall ist es hilfreich, sich zu merken, wie die Schlange aussah und den Betroffenen sofort zu einem Arzt zu bringen“, rät Günther. Dieser kann, übrigens auch für Skorpione, gegebenenfalls das entsprechende Antiserum verabreichen.

Wer sich in der Wildnis aufhält, sollte sich möglichst gar nicht erst in Gefahr begeben. Für Wasserratten bedeutet das, an einsamen Stränden auf das Baden ganz zu verzichten und an steinigen Buchten nur mit Badeschuhen ins Wasser zu gehen. Camper sollten sich vor dem Anziehen ihrer Schuhe immer davon überzeugen, dass sich keine Tiere darin befinden, und sie einmal gut ausschütteln. Wer nachts unterwegs ist, sollte eine Taschenlampe dabei haben, da viele giftige Tiere nachtaktiv sind und durch das Licht verschreckt werden können. „Auch der Griff in Schubladen kann gefährlich werden, wenn man nicht weiß, was sich darin befindet. Je nach Urlaubsregion lohnt es sich, vorher einen Blick hinein zu riskieren“, rät Günther.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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