Tipps gegen Büro-Blues nach dem Urlaub
Gesundheit

Post-Holiday-Syndrom

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Egal wie schön und vor allem wie erholsam der Urlaub auch war, die ersten Tage entpuppen sich für viele Arbeitnehmer als Stresstest. Ein überquellendes E-Mail-Postfach, ein Stapel neuer Projekte und dringende Termine lassen die Erholung in Null-Komma-Nichts wieder verpuffen. „Wer direkt am ersten Arbeitstag von 0 auf 100 kommen muss, wird sich schon nach wenigen Tagen wieder gestresst fühlen. Das kann sogar zu körperlichen Beschwerden wie Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Gereiztheit führen“, bringt es Heidi Günther auf den Punkt.

Die Apothekerin bei der BARMER setzt als Strategie gegen das sogenannte Post-Holiday-Syndrom vor allem auf eine gute Planung. „Zwischen der Rückreise aus dem Urlaubsort und der Rückkehr ins Büro sollten mindestens zwei bis drei Tage liegen. Diese Zeit ist nötig, um wieder zu Hause anzukommen. Wäsche waschen, Einkäufe erledigen, sich wieder an den normalen Tagesrhythmus gewöhnen, aber auch Folgen eines möglichen Jetlags auskurieren, all das braucht einfach seine Zeit“, so Günther.

Info

Jeroen Narwijn, ein Tourismus-Forscher aus den Niederlanden, hat herausgefunden, dass das Post-Holiday-Syndrom im Durchschnitt zwischen einem und drei Tagen dauert. Dabei fällt die Rückkehr in den Job umso schwerer, je länger der Urlaub gedauert hat. Und wissen Urlauber, dass im Büro Stress auf sie wartet, sinkt die Stimmung sogar schon bis zu zwei Tage vor Urlaubsende in den Keller.

Prioritäten setzen

Für den Büro-Alltag selbst gibt es auch Tipps, mit denen sich der Wieder-Einstieg erleichtern lässt. Der wichtigste von ihnen heißt „Selbst-Organisation“. Besonders bewährt hat sich eine Prioritätenliste, auf der die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit von A bis D sortiert werden. A-Aufgaben werden direkt am ersten Tag erledigt, für B-Aufgaben wird ein Termin vereinbart, C-Aufgaben sollten nach Möglichkeit delegiert und D-Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Nach diesem System lässt sich auch das vermutlich volle E-Mail-Postfach abarbeiten. Günther empfiehlt: „Um die Konzentration nicht zu sehr zu strapazieren, sollten Urlaubsrückkehrer in den ersten Tagen Multitasking vermeiden und eine Aufgabe nach der anderen erledigen. Ansonsten können Fehler passieren. Das kostet mehr Zeit, verärgert den Chef und macht die Erholung gleich wieder zunichte.“

Pausen machen

Gerade weil der Stapel Arbeit nach dem Urlaub besonders hoch ist, sind Pausen extrem wichtig. Wer merkt, dass die Konzentration nachlässt, sollte sich bewusst für einen Moment ausklinken. Ein kurzer Blick auf ein Urlaubsfoto, ein kleiner Plausch mit Kollegen, eine Tasse Kaffee und in der Mittagspause vielleicht einen kleinen Spaziergang machen – diese Dinge helfen, um anschließend wieder konzentriert weiterarbeiten und Aufgaben erledigen zu können.

Voraus planen

Allein diese beiden Tipps ermöglichen einen sanften Übergang aus dem Urlaub zurück in den Büro-Alltag. Noch mehr können all diejenigen tun, denen die schönsten Wochen des Jahres noch bevorstehen. So haben beispielsweise Untersuchungen gezeigt, dass es besser ist, nicht an einem Montag aus dem Urlaub zurückzukehren, sondern an einem Mittwoch oder Donnerstag. „Durch eine kurze Arbeitswoche kann man sich langsam wieder an den täglichen Rhythmus gewöhnen und überfordert sich nicht sofort“, erklärt die Expertin. Wer außerdem vor Urlaubsantritt nicht nur die gerade aktuellen Projekte erledigen, sondern bereits Aufgaben, die kurz nach dem Urlaub anstehen, vorbereitet, hat bei seiner Rückkehr weniger Druck.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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Kommentar
  1. Das sind super Tipps. Vor allem den Spaziergang bei Konzentrationstief werde ich nun versuchen, einzubauen in das Arbeitsleben. Aber was machen denn Menschen, die Jemanden pflegen und vom Urlaub kommen, um das Urlaubstief zu vermeiden bzw. das Urlaubsgefühl zu verlängern? Die können das ja nicht auf später verschieben und Prioritäten setzen ist da auch schwierig.

  2. Hallo Frau Rembecki
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