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Viele Menschen haben sich zuletzt gegen Pneumokokken impfen lassen. Denn die Bakterien können ebenso wie das Coronavirus eine schwere Lungenentzündung verursachen. Das hat nun zu einem Impfstoff-Engpass geführt. Die BARMER rät daher, eine Impfung gemäß der neuen Empfehlung durch die Ständige Impfkommission STIKO vornehmen zu lassen. „In der jetzigen Situation sollten zunächst die Personen gegen Pneumokokken geimpft werden, die besonders gefährdet sind. Zu den Risikogruppen gehören Patienten mit Immunschwächen, mit chronischen Atemwegserkrankungen und Menschen ab 70 Jahren“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre im Rahmen der Grundimmunisierung den Impfstoff bekommen. Denn gerade bei Säuglingen kann die Infektion mit Pneumokokken besonders schwere Komplikationen hervorrufen.

Schutz gegen einen schweren Verlauf bei einer Corona-Infektion

Eine Impfung gegen Pneumokokken kann bei Risikogruppen einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion verhindern, so Günther. Denn das Immunsystem läuft bei einer Infektion mit Corona-Viren ohnehin schon auf Hochtouren. Kommen dann noch Pneumokokken hinzu, die bei vielen gesunden Personen im Nasen-Rachenraum vorkommen und normalerweise völlig harmlos sind, können sie immunschwachen Patienten gefährlich werden. Schwere, lebensbedrohliche Lungenentzündungen können dann die Folge sein.

Bedarf an Impfstoff nicht ohne Weiteres abdeckbar

Die STIKO hatte unlängst die Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung aufgrund der Corona-Pandemie konkretisiert. Demnach sollen zunächst nur die genannten Risikogruppen geimpft werden, während von der Impfung anderer Bevölkerungsgruppen abgesehen werden sollte. Da das Herstellungsverfahren bei Impfstoffen komplex ist und Zeit benötigt, können die Hersteller den Bedarf am Pneumokokken-Impfstoff laut Günther derzeit nicht ohne Weiteres abdecken.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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Kommentar
  1. Ihr Pneumokokken-Bericht hat mich sehr froh gemacht, denn ich habe mich noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie impfen lassen, da ich 82 Jahre alt bin und mein Immunsystem durch eine Erkrankung gestört ist. Meinen lieben Mann konnte ich noch im Januar in ein Pflegeheim geben, wo er sehr gut versorgt wird, wenn ich ihn z.Zt. auch nicht besuchen darf. Er ist an Demenz erkrankt und ich konnte ihn leider nicht mehr so pflegen, wie es richtig und gut gewesen wäre. Ein Glücksfall, dass alles noch zur richtigen Zeit geklappt hat. Man muss in dieser schlimmen Situation immer das Positive sehen, und so wird mir bei allem Leid erst einmal richtig klar, dass wir Alten, also die Rentnerinnen und Rentner bzw. Pensionäre zumindest keine wirtschaftlichen Sorgen haben, denn die Rente ist (bis jetzt jedenfalls) jeden Monat auf dem Konto. Wer allein lebt ist zwar in dieser Zeit einsam, aber das geht ja irgendwann vorbei. Wie war es denn damals nach dem Krieg, da waren die Städte zerstört und es herrschten Hunger, Kälte und Ungewissheit über den Verbleib der Angehörigen. Wir haben das alles gemeistert, und darum werden wir auch die jetzigen Herausforderungen überstehen. Da bin ich mir ganz sicher.

  2. Ich habe meine Impfung im Januar bekommen da ich COPD Patient bin, auch die Grippespritze. Ich finde es ganz toll. Jetzt durch Corona fühle ich mich doch ein wenig sicherer. LG Ursula Popp