Der Hitze-Sommer hat Pilzsammler bislang die Saison vermiest. Doch noch ist Pilzsaison vorbei und der Herbst kann noch die Wende bringen.
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Pilzsaison 2018

Pilzsammler brauchen in dieser Saison vor allem eines: viel Geduld. Denn Pilze sprießen nun mal vor allem dann, wenn der Waldboden schön feucht ist. Und davon kann aufgrund der monatelangen Sommer-Hitze im Augenblick keine Rede sein. Aber die Optimisten haben die Saison noch nicht ganz abgeschrieben und setzen all ihre Hoffnungen auf den Herbst. Denn Experten wissen: Sobald es andauernder regnet, sprießen die Pilze nach etwa zwei bis drei Wochen. Das könnte für Pfifferlinge, die zu der eher frühen Sorte zählen, zwar schon zu spät sein, andere beliebte Speisepilze wie Steinpilze oder Maronen haben aber durchaus noch eine Chance.

Das Sammeln, Zubereiten und Genießen tut nicht nur der Seele gut, sondern auch dem Körper: Pilze enthalten hochwertige Eiweiße, Ballaststoffe sowie essenzielle Vitamine und Mineralstoffe. Auf diese Weise unterstützen sie unsere Muskeln und Nerven und fördern die Knochenbildung sowie die Verdauung. Damit das Schlemmen nicht mit gesundheitlichen Beschwerden endet, ist Vorsicht geboten: Wer Pilze für das Essen am heimischen Herd sammelt, sollte giftige von gefährlichen Pilzen klar unterscheiden können. Wer unsicher ist, kann sich entweder einer geführten Pilzsammlung anschließen oder wilde Pilze auf dem Markt kaufen.

Pilze sind Sensibelchen und wollen auch so behandelt werden

Sind die Pilze erst einmal gefunden, sollten Fündiggewordene sie in ein richtiges Behältnis legen. Denn durch das Sammeln in Plastiktüten bildet sich Schwitzwasser, sodass die Köstlichkeiten verderben. Besser eignen sich geflochtene Körbe aus Holz mit einem Papiertuch als Untergrund oder Stoffbeutel. Zu Hause angekommen, sollten sie am besten noch am selben Tag verzehrt werden. Wer Speisepilze dennoch länger lagern möchte, sollte sie dafür trocknen. Auch das Reinigen erfordert Umsicht, denn Sand, Erde und Pflanzenreste halten sich oft hartnäckig am Hut oder Stil des Pilzes. Für das restlose Entfernen sind deswegen Borstenpinsel ideal. Beim Waschen ist es wichtig, die Pilze nicht zu lange unter Wasser zu halten, da sie sonst ihr Aroma verlieren.

Mythos zum Wiederaufwärmen

Entgegen dem Mythos ist das Wiederaufwärmen von Pilzen kein Problem. Nicht das erneute Erhitzen macht Pilzgerichte giftig, sondern das falsche Lagern. Die Vergiftungsgefahr umgehen Pilzliebhaber, indem sie die Pilzmahlzeit direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank stellen. Beim Wiederwärmen erhitzt man diese auf mindestens 70 Grad Celsius. Dann bleibt nur noch eines zu wünschen: Guten Appetit!

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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