Bei einem Unfall im Haushalt oder in der Freizeit fliest manchmal auch Blut. Dann heißt es Nerven bewahren und die Wunde mit einem Pflaster versorgen.
Gesundheit

Kleb dir eins!

Beim Gemüseschneiden einmal kurz abgerutscht, bei der Gartenarbeit an den Rosendornen gestochen, versehentlich die heiße Ofentür angefasst oder, oder, oder. Nur einmal kurz nicht richtig aufgepasst, und schon können Hausarbeit oder Freizeitvergnügen blutig enden. Die richtige Erstversorgung schützt Wunden vor möglichen Infektionen. In den meisten Fällen liegt man mit einem Pflaster richtig. Doch inzwischen ist das Angebot an Pflasterarten so groß, dass viele gar nicht wissen, welches sich für welche Wunde eignet.

 

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Kleine Wunden- und Pflaster-Kunde

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Beim Handtieren mit einem Messer oder einer Schere ist es schnell passiert, man schneidet sich. Kein Wunder, dass die Schnittwunde zu den häufigsten Wundarten gehört. In der Regel haben sie glatte Ränder und lassen sich, je nach Tiefe, mit einem Basispflaster abdecken. Bei einer starken Blutung und einer tiefen Wunde sollte sich ein Arzt die Verletzung ansehen.

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Eine Wunde, die sich vor allem Kinder und Freizeitsportler zuziehen, weil sie durch Entlang-Schrammen der Haut auf Asphalt oder Schotter entsteht. Bei dieser Wundart tritt das Blut meist punktförmig aus. Weitere Kennzeichen dieser Verletzung: Sie ist sehr schmerzhaft, weil die Nervenenden in den oberen Hautschichten betroffen sind, und es besteht eine relative hohe Infektionsgefahr durch Verunreinigungen. Deshalb sollte man eine Schürfwunde mit klarem Wasser reinigen und mit einem Hydrokolloid-Pflaster versorgen. Diese Pflaster-Sorte bildet aus der Wundflüssigkeit ein Gel. Diese feuchte Kammer beschleunigt die Heilung und erspart das schmerzhafte Wechseln des Pflasters.

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Sie entsteht meist durch einen heftigen Stoß oder durch Hinfallen und tritt besonders häufig an Körperstellen auf, an denen die Haut sehr dicht auf dem Knochen aufliegt. Die Haut „platzt” dann quasi auf, wodurch es zu starken Blutungen kommt. Oft sieht es dadurch schlimmer aus, als es wirklich ist. Doch um kein Risiko einzugehen, sollten größere Platzwunden, vor allem im Kopfbereich, immer von einem Arzt versorgt werden. Eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme ist, nach dem Säubern, das Anlegen sogenannter Klammerpflaster. Dabei handelt es sich um schmale Klebestreifen, welche direkt über die Wunde geklebt werden und diese zusammenhalten, bis die Wundränder wieder miteinander verwachsen sind.

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Verbrennungen (durch direkten Kontakt etwa am heißem Backblech) und Verbrühungen (durch feuchte Hitze wie z. B. Wasserdampf) gehören zu den häufigsten Unfällen im Haushalt. Glücklicherweise sind es meist nur kleine Bagatellverletzungen, die jeder mit einfachen Maßnahmen selbst versorgen kann. Die wichtigste Maßnahme dabei ist: kühlen, kühlen und nochmals kühlen! Konkret heißt das, die betroffene Stelle so schnell wie möglich etwa 20 Minuten unter fließendes, kaltes Wasser halten. Anschließend mit einem Hydrokolloidpflaster oder einem Pflaster mit Silberbeschichtung (wirken antiseptisch) abdecken.

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Wer von einem Tier, etwa einem Hund gebissen wurde, sollte die Wunde grundsätzlich von einem Arzt untersuchen lassen. Denn durch den Speichel können hochinfektiöse Keime in die Wunde gelangen. Auf dem Weg zum Arzt sollte auch eine Bisswunde mit einem Pflaster abgedeckt werden. Hier empfehlen sich vor allem sogenannte Silber-Ionen-Pflaster. Diese wirken antibakteriell und schützen und polstern die Wunde, ohne sie zu verkleben.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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