Nasenspülungen sind eine wirksame Methode, um eine akute Infektion der Nasennebenhöhlen zu lindern. Allerdings nur, wenn man es richtig macht.
Gesundheit

Nasenspülungen

Wer im Winter unter Schnupfen, trockenen Schleimhäuten oder einer akuten Mittelohrentzündung leidet, kann sich gut mit einer Nasendusche helfen. Auch wenn der Gedanke daran auf den ersten Blick wenig erfreulich erscheint – Nasenspülungen können zähen Schleim bei Schnupfen lösen und Krankheitserreger mit dem Sekret aus der Nase und den Nasennebenhöhlen befördern. So werden Nase und Nasennebenhöhlen wieder besser belüftet und die Heilung der Schleimhaut wird unterstützt. Zudem verringert eine intakte Schleimhaut das Risiko einer Mittelohrentzündung.

Richtig „Nasenduschen“ ist ganz leicht

Für eine Nasenspülung benötigt man lediglich ein paar Minuten Zeit, eine Nasenspülkanne, lauwarmes Leitungswasser und Kochsalz. Aus Salz und Wasser stellt man für jede Spülung eine frische isotonische Kochsalzlösung her, also eine Lösung aus 9 g Kochsalz auf 1 l Wasser. Eine höhere oder geringere Konzentration an Salz reizt die Schleimhäute. Außerdem sollte sich das Salz vor der Anwendung vollständig im Wasser gelöst haben.

Die Spülung führt man am besten über dem Waschbecken durch. Die Anwendung ist ganz einfach: Man beugt sich mit dem Oberkörper leicht nach vorn und neigt den Kopf zur Seite. Damit die Lösung nicht in den Rachen läuft, sollte man den Mund weit öffnen. Dann etwa die Hälfte der Lösung in das obere Nasenloch gießen, die Nase zuhalten und mit leicht wiegenden Bewegungen des Kopfes die Salzlösung in Nase und Nasennebenhöhlen hin und her bewegen. Dann lässt man das Wasser einfach aus der Nase laufen. Danach das Ganze auf der anderen Seite wiederholen. Falls die Schleimhaut so verschwollen ist, dass die Salzlösung gar nicht in die Nase einfließen kann, empfiehlt es sich, zuvor abschwellende Nasentropfen zu verwenden. Diese Vorbehandlung sollte aber auf drei bis fünf Tage beschränkt bleiben.

Wie häufig gespült werden sollte, hängt von den Beschwerden ab und davon, wie empfindlich die Schleimhäute sind. Wer keinerlei Beschwerden hat, braucht keine Nasenspülung. Bei einem akuten Schnupfen oder einer verstopften Nase hingegen kann man ruhig bis zu einmal täglich eine Nasenspülung vornehmen. Wenn allerdings durch die Spülung Beschwerden entstehen oder sogar häufiger Nasenbluten auftritt, sollte man deutlich seltener spülen oder auf Nasenspülungen verzichten.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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