Startseite Gesundheit Gegen die Einsamkeit – MUT-TOUR bleibt aktiv
Allein in der Natur: Ein weißer Plastikstuhl steht verlassen am Ufer eines Flusses.
Gesundheit

Strategien gegen die Einsamkeit

Seit 2012 macht die MUT-TOUR mit Fahrrad-Tandem-Trips quer durch die gesamte Republik auf die Erkrankung Depression und ihre Stigmatisierung in der Gesellschaft aufmerksam. Menschen mit und ohne Depressionserfahrung machen sich einmal im Jahr zu Fuß oder per Rad auf den Weg, erzählen ihre Geschichte(n) und setzen sich so für mehr Offenheit im Umgang mit der Erkrankung ein.

Kreative Auseinandersetzung

Als mit Corona das öffentliche Leben mehr und mehr stillsteht und jede bzw. jeder gehalten ist, seine sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, müssen auch die MUTies – wie sich die haupt- und die vielen ehrenamtlich Engagierten bei der MUT-TOUR selbst nennen – kreativ umplanen und sich ein Stück weit neu erfinden.

Viele aufgespannte gelbe, grüne und orangefarbene Regenschirme hängen quasi im Himmel, zwischen den gegenüberliegenden Häusergiebeln einer engen Straßenschlucht.

Für die Tour werden andere, Corona-konforme Möglichkeiten der Begegnung entwickelt und zusätzliche digitale Formate konzipiert wie zum Beispiel ein MUT-FASS-Blog oder eine Aktion à la Geocaching, bei der MUT-Schnipsel selbst versteckt oder gesucht werden. Mehr dazu sowie die aktuellen Tour-Termine 2021 erfahren Interessierte auf der Website www.mut-tour.de

MUT-Schnipsel: Geöffnete Blechdose mit blauem MUT-TOUR-Logo und Mut machendem Inhalt.

Aus Kreisen der MUT-TOUR gründet sich darüber hinaus im Juni 2020  der gemeinnützige Verein „Mut fördern e. V“., welcher eine Plattform für alle Menschen ist, die sich vernetzen und dazu beitragen wollen, dass Betroffene und Angehörige Unterstützung besser annehmen und ohne Angst und Scham über ihre psy­chische Gesundheit sprechen können.

Achtsamer Umgang mit sich selbst

Mit jedem Lockdown wachsen in Zeiten von Corona aber auch die psychischen Herausforderungen. Die Möglichkeiten zu Unternehmungen und Treffen außerhalb des eigenen Haushalts sind sehr eingeschränkt. Geschäfte, Gastronomie und Kulturbetriebe bleiben teilweise lange geschlossen. Vor allem Allein-Lebende sind durch die Vorgaben des Social Distancing mehr und mehr auf sich gestellt und leiden vermehrt unter Einsamkeit. Es zeigt sich, dass echte Begegnungen nie wirklich ganz durch digitale Angebote zu ersetzen sind. Um folglich allein und doch nicht einsam zu sein, forderte die Pandemie einen besonders achtsamen Umgang mit sich selbst.

In Teil 2 bis 4 berichten nun drei MUTies über ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse!

Mehr Informationen und Details über seelische Belastungen während der Corona-Pandemie, über psychische Erkrankungen und die aktuelle MUT-TOUR von Juli bis September 2021 gibt es zum Nachlesen auf der BARMER-Homepage

Michaela Del Savio

Redakteurin, BARMER | eMagazin

Bildnachweis

  • Gegen die Einsamkeit – © alle Fotos: Sebastian Burger, Initiator und Mitbegründer der MUT-TOUR

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