Startseite Gesundheit Mit Disziplin und einigen Tricks zum Nichtraucher
Mann bricht an einem Tisch eine Zigarette durch. Vor ihm liegen Holzbuchstaben, die das Wort Stop bilden.

Mit Disziplin und einigen Tricks zum Nichtraucher

Endlich Nichtraucher werden, das war auch beim Jahreswechsel 2019/2020 ein viel genannter Vorsatz. Doch warum scheitern viele schon nach kurzer Zeit und greifen doch wieder zur Zigarette? Vielleicht liegt es an der falschen Taktik, denn, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER: „Um rauchfrei zu werden und zu bleiben, sind ein fester Wille, Disziplin und Durchhaltevermögen elementar. Dazu gehört, alle Tabakwaren aus dem Haushalt zu entfernen, einen klaren Zeitpunkt zum Start der Rauchentwöhnung zu wählen und engen Vertrauten davon zu erzählen. Das kann die Verbindlichkeit erhöhen.“

Unterstützung holen

Wer die Chance auf einen gelungenen Rauchstopp erhöhen wolle, kann sich Hilfe holen. So könnten BARMER-Versicherte kostenfrei an Kursen vor Ort und einem Online-Kurs zur Raucherentwöhnung teilnehmen. Darüber hinaus gibt es Beratungshotlines, etwa vom Deutschen Krebsforschungszentrum. „Eine begleitende Verhaltenstherapie zur Rauchentwöhnung kann sinnvoll sein. Hier lernen die Betroffenen, alte Verhaltensmuster abzulegen, in denen sie rauchen würden“, so Marschall. Unterstützend wirkten auch Präparate, mit denen die Entzugserscheinungen und das Verlangen nach der Zigarette verringert würden. In Form von rezeptfreien Kaugummis, Pflastern, Lutschtabletten oder Sprays werde dem Körper zwar Nikotin zugeführt, aber in einer geringen Dosis. Das helfe bei der schrittweisen Entwöhnung.

Mögliche Entzugserscheinungen klingen nach einer Woche ab

Bei der Rauchentwöhnung kommen Entzugserscheinungen wie gesteigerter Appetit, Schlafstörungen, Aggressivität und schlechte Stimmung durchaus vor. „Nicht bei jedem verläuft ein Nikotinentzug gleich. Manche verspüren so gut wie keine Symptome, andere sehr starke. Die Anzeichen schwächen sich nach etwa sieben Tagen ab und verschwinden spätestens nach einigen Wochen völlig“, sagt Marschall und nennt Durchhaltetipps. So können Obst, ein Glas Wasser oder ein Kaugummi vom Griff zur Zigarette ablenken. Hilfreich ist auch Sport, etwa weil er Glückshormone freisetzt.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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