Seit Ende August gibt es bei der BARMER im Bereich des Kostenerstattungsverfahrens neue Regelungen für die Erstattung von Arzneimitteln.
Versorgung

Kostenerstattung im Arzneimittelbereich

Seit Ende August gibt es bei der BARMER für Selbstzahler – das heißt für Teilnehmer am Kostenerstattungsverfahren nach § 13 Abs. 2 SGB V  – neue Regelungen für die Erstattung von Arzneimitteln. Dabei gilt es vor allem, den gesetzlich vorgeschriebenen Gleichbehandlungsgrundsatz gerecht umzusetzen und einen wirtschaftlichen Umgang mit den Versichertengeldern zu gewährleisten.

Das bedeutet zum Beispiel

Die BARMER konnte in den letzten Jahren durch Arzneimittel-Rabattverträge erfreulicherweise weitere Einsparungen für die Versichertengemeinschaft erzielen. Diese Rabatte werden der BARMER in der Regel nur dann gewährt, wenn die Abgabe des Arzneimittels im Rahmen des sogenannten Sachleistungsprinzips – also auf Kassenrezept – erfolgt und die Apotheke infolge direkt mit der BARMER abrechnet.

Weiterhin gibt es immer mehr Arzneimittel, die der Gesetzgeber in Arzneimittelgruppen mit sehr ähnlich oder gleich wirkenden Arzneimittel zusammengefasst hat. Für diese hat er jeweils feste Beträge bestimmt, die die Kasse zu zahlen hat (sogenannte Festbeträge). Der Arzneimittelhersteller entscheidet in eigener Regie über die Höhe der Arzneimittelverkaufspreise. Liegt der Preis eines Arzneimittels über dem Festbetrag, gehen die Mehrkosten des Arzneimittels im Rahmen der Sachleistung zu Lasten des Versicherten. Auch diese Abrechnungsbedingungen sind daher im Rahmen der pauschalen Erstattung entsprechend einzubeziehen. Deshalb war es erforderlich, die Pauschale für die Kostenerstattung von bisher 70 auf nun 51 Prozent herabzusetzen.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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