Startseite Gesundheit Bewegung Klettern: eine Sportart mit vielen Ausprägungen
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Klettern ist top!

Klettern ist und bleibt wie Wandern eine beliebte Sportart in Deutschland. Die technische Herausforderung und die Auseinandersetzung mit Grenzen – mental, körperlich und physikalisch – machen ihren ganz besonderen Reiz aus. Mit den Alpen und den Mittelgebirgen gibt es zudem in Deutschland hervorragende regionale Bedingungen zum Klettern im Freien. Der mitgliederstarke Deutsche Alpenverein (DAV) fördert den Bergsport traditionell und speziell auch das Klettern mit eigenen Kletter- und Boulder-Zentren bundesweit. Sein Ziel ist, jedem Kletterer so viel Know-how und Praxis wie möglich mitzugeben, damit die Risiken im Sport und auch Schäden für die Umwelt so gering wie möglich bleiben.

Eine Entwicklung steht aktuell noch aus: Bei der Sommerolympiade 2020 in Japan sollte Sportklettern erstmals auch eine Disziplin sein. Corona-bedingt wurde die Olympiade nun auf 2021 verschoben, zur Enttäuschung der Sportlergemeinde. Doch trotz oder wegen dem Corona-bedingt verzögerten Start in die Outdoor-Saison werden sich dieses Jahr vielleicht noch mehr Menschen für die Sportart interessieren. In die Ferne verreisen kann oder will man nicht unbedingt und in die Berge muss man zum Klettern auch nicht mehr zwingend.

Vom Spezial- zum Breitensport

Denn viele Anfänger starten in einer Kletterhalle oder einem Klettergarten, wo sie unter professioneller Anleitung das Sichern und Steigen an unterschiedlich schweren Wandrouten trainieren können. Vorteil der Halle: Meist kann das gesamte Equipment von den Betreibern gestellt werden. So ist der testweise Einstieg ins Vertikal-Abenteuer auch mit überschaubaren Ausgaben verbunden.

Klettern und die Variante Bouldern sind also kein reines „Berg“-Thema mehr: Zahlreiche Indoor- und Outdoor-Spots erweitern die Trainingsmöglichkeiten und machen Klettern heute damit auch zum gefragten Breitensport. Auch im urbanen oder industriellen Umfeld gibt es spannende Möglichkeiten zum Ausprobieren und regelmäßigen Training. Mitten im Landschaftspark Duisburg, in einem ehemaligen Hüttenwerk mit Hochofen, findet sich beispielsweise ein riesiger Klettergarten des DAV und ein Klettersteig mit der „Via Ferrata Monte Thysso“. Im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt kann man am 18 Meter hohen Pfeiler einer Eisenbahnbrücke üben. Auch auf der Kölner Hohenzollernbrücke über den Rhein kann man im DAV-Spot und mit Erlaubnis der Stadt Köln klettern oder bouldern.

Klettersport in Corona-Zeiten

Wenn mit der Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen auch wieder die Kletterhallen und -gärten, die Boulder-Spots und die Berghütten im Hochgebirge öffnen, gilt noch mehr als sonst:

  • Die Gesundheit und die Sicherheit aller im Seil und am Boden geht vor.
  • Setzen Sie sich selbst und andere nicht vermeidbaren Risiken aus.
  • Informieren Sie sich vorab über Verordnungen Ihres Bundes- oder Reiselandes zu Sportstätten sowie zum Aufenthalt in Berghütten.
  • Beachten Sie die Hygienevorschriften der Sportstätten- und Hüttenbetreiber.
  • In der Wand und auf dem Klettersteig: Abstand halten auch hier – mindestens ein Haken zur nächsten Gruppe!

Das empfiehlt der Deutsche Alpenverein e. V. zur Risikoreduktion

DAV-Video: Klettern und Bouldern – was macht es aus?

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Doris Goedecke-Vorberg

Redaktion, BARMER | Unternehmenskommunikation

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